Antrum: The Deadliest Film Ever Made - David Amito & Michael Laicini (2018)

Moderator: jogiwan

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jogiwan
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Antrum: The Deadliest Film Ever Made - David Amito & Michael Laicini (2018)

Beitrag von jogiwan »

Antrum: The Deadliest Film Ever Made

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Originaltitel: Antrum: The Deadliest Film Ever Made

Herstellungsland: Kanada / 2018 bzw. Ungarn / unbekannt

Regie: David Amito & Michael Laicini

Darsteller: Kristel Elling, Rowan Smyth, Dan Istrate, Shu Sakimoto

Story:

Der ungarische Streifen „Antrum“ aus den Siebzigern ist so etwas wie der heilige Gral von Filmfreunden mit abseitigen Filmgeschmack. Seit seiner Präsentation in einem ungarischen Kino, welches auf ominöse Weise niederbrannte und allen Besuchern den Tod brachte, sowie einem Tumult bei einer Aufführung in San Francisco versank der Film über ein Geschwisterpaar und Eingang zur Hölle in der absoluten Versenkung und wurde nie wieder gezeigt oder ausgewertet. Nun hat ein Filmteam den Film gefunden und eine Dokumentation über den wohl tödlichsten Film aller Zeiten gedreht, der nun wieder verfügbar und bereit ist, weiteres Unheil in die Welt zu bringen…
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jogiwan
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Re: Antrum: The Deadliest Film Ever Made - David Amito & Michael Laicini (2018)

Beitrag von jogiwan »

Okay, der nächste Versuch einen Streifen mit dem Mäntelchen der Authentizität unter die Leute zu bringen, die bereitwillig gerne alles glauben. Hier ist es ein ungarischer Streifen, der nachträglich von Satanisten manipuliert und mit ominösen Zeichen versehen wurde und allen Zuschauern das Verderben bringen soll. Dazu gibt es eingangs Stimmen von Zeitzeugen und Filmfreunden, die geheimnisvoll und düster über den Film sprechen, dann gibt’s den Streifen mit seinem netten Vintage-Look und einen Prolog, in dem die Fakten noch einmal untermauert werden. Natürlich ist das aber alles völliger Quatsch und man muss schon wirklich etwas arg naiv sein um den Machern diese Schauermärchen zu glauben. Hauptsache irgendein Land in Europa, seltsame Schriftzeichen und seltsame Namen, die für den amerikanischen Markt fremdländisch klingen und dann geht scheinbar ohnehin alles. Dazu wurde der "verfluchte Originalfilm“ auch so bearbeitet, dass man als Zuschauer geneigt ist etwas gesehen zu haben, was an der jeweiligen Stelle nicht hingehört. Nur ist das so inflationär und auffällig der Fall, dass es halt schon etwas nervig wirkt. „Antrum“ ist halt einfach nicht sonderlich glaubwürdig und ohne dem Fake-Background hätte mir der Streifen mit seiner gelungenen Siebziger-Optik wohl auch wesentlich besser gefallen. So ist das eher was für Leutchen, die alles glauben möchten, was ihnen unter dem Deckmantel einer Dokumentation vorgesetzt wird. Ich habe „Antrum“ auch gesehen und erfreue mich jedenfalls noch be………………
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sergio petroni
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Re: Antrum: The Deadliest Film Ever Made - David Amito & Michael Laicini (2018)

Beitrag von sergio petroni »

Ich hab grad die 144 gewählt!
DrDjangoMD hat geschrieben:„Wohl steht das Haus gezimmert und gefügt, doch ach – es wankt der Grund auf dem wir bauten.“

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Reinifilm
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Re: Antrum: The Deadliest Film Ever Made - David Amito & Michael Laicini (2018)

Beitrag von Reinifilm »

Es hält sich hartnäckig das Gerücht dass der tödlichste Witz aller Zeiten in dem Film komplett erzählt wird. :angst:

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jogiwan
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Re: Antrum: The Deadliest Film Ever Made - David Amito & Michael Laicini (2018)

Beitrag von jogiwan »

Nun seid ihr auch alle verflucht! :nick:
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und damit der Bux auch was sieht, noch ein im Gimp bearbeitetes Bonus-Bild ;)
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Re: Antrum: The Deadliest Film Ever Made - David Amito & Michael Laicini (2018)

Beitrag von buxtebrawler »

jogiwan hat geschrieben:
Di 23. Feb 2021, 11:56
Nun seid ihr auch alle verflucht! :nick:
:angst:
jogiwan hat geschrieben:
Di 23. Feb 2021, 11:56
und damit der Bux auch was sieht, noch ein im Gimp bearbeitetes Bonus-Bild ;)
Ich danke dir.
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.
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Re: Antrum: The Deadliest Film Ever Made - David Amito & Michael Laicini (2018)

Beitrag von Blap »

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Salvatore Baccaro
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Re: Antrum: The Deadliest Film Ever Made - David Amito & Michael Laicini (2018)

Beitrag von Salvatore Baccaro »

Na, aber ganz ohne Gegengewicht möchte ich Jogis eher kritische Töne dann doch nicht stehen lassen... ;-)

Welcher ist wohl der tödlichste Film aller Zeiten? Der Horrorschocker, der in Lamberto Bavas DEMONI in einem Berliner Programmkino gezeigt wird, und der die Pforten zur Hölle so weit aufstößt, dass das Auditorium alsbald von leibhaftigen Dämonen zerfleischt wird? Der Italowestern, der in Giuliano Montaldos CIRCUITO CHIUSO einen Mord begeht, indem er reale Schüsse von der Leinwand auf sein Publikum abgibt? Der Snuff-Film, den der Professor in Alejandro Amenabars TESIS zufällig zu Gesicht bekommt, und der ihn derart aufregt, dass er einen Herzinfarkt erleidet? Die beiden Regisseure David Amito und Michael Laicin haben auf die Frage eine ganz eigene Antwort: Der tödlichste Film aller Zeiten, das ist ANTRUM, eine englischsprachige Produktion aus den späten 70ern, die mutmaßlich bulgarischen Ursprungs sein soll, und die jedes Mal, wenn man sie seither auf einem Filmfestival öffentlich vorgeführt hat, einen Rattenschwanz an Katastrophen nach sich zog: Die meisten Menschen, die den Film jemals gesehen haben, sind bei mysteriösen Unfällen ums Leben gekommen; bei einer Vorstellung in Budapest soll das komplette Kino abgebrannt sein; zuletzt projiziert wurde der Streifen in den 90ern in Los Angeles, wo es zu einer Massenpanik gekommen sei, bei der eine schwangere Frau ihr Leben verloren hat, weil einer der Kinomitarbeiter aus unerfindlichen Gründen LSD über das feilgebotene Popcorn geschüttet hatte.

In seinen ersten zehn Minuten präsentiert ANTRUM sich als Mockumentary: Angebliche Spezialisten, Filmwissenschaftler, Augenzeugen, kritische Geister, die die Existenz des Films ANTRUM für eine urbane Legende handeln, kommen zu Wort; eine (etwas arg bitterernst zu klingen versuchende) Frauenstimme aus dem Off füttert uns zudem mit (angeblich) gesicherten Fakten und vagen Mysterien, die sich um den fraglichen Streifen ranken sollen; melodramatisch gerät die musikalische Untermalung, die zu keinem Zeitpunkt den Eindruck entstehen lässt, wir würden tatsächlich einer seriösen, nüchternen Dokumentation beiwohnen. Wie auch immer – (konkret wird die Erzählung in diesem Punkt nicht) – haben die Verantwortlichen der Dokumentation THE DEADLIEST FILM EVER MADE es geschafft, eine Kopie von ANTRUM bei einer Auktion zu erhandeln, nachdem das Werk für Jahre verschollen geglaubt worden ist. Wie eine Analyse des 35mm-Materials ergibt, wurde der Film mit einer hauchdünnen Plastik- oder Gummischicht überzogen, in die scheinbar magische Symbole eingeritzt worden sind. Außerdem findet man heraus, dass sowohl die Tonspur des Originalfilms manipuliert worden sein muss, indem irgendeine „dritte Partei“ nachträgliche Soundfrequenzen hinzufügte, die Unwohlsein beim Betrachter auslösen, sowie, dass auch beim Bildmaterial interventiert wurde: Mehrere sekundenbruchteillange Schwarzweißaufnahmen blitzen während der gesamten Laufzeit von ANTRUM immer wieder auf, und legen den Verdacht nahe, sie würden aus einem echten Snuff-Film stammen, in dem ein junges Pärchen in einem Kellerverließ zu Tode gequält wird. 30 Sekunden Zeit gibt man mir, die Sichtung abzubrechen, bevor man damit beginnt, ANTRUM in Gänze abzuspielen. Natürlich habe ich mich an die Warnung nicht gehalten, und bin dafür mit einem der eigenwilligsten Genre-Filme entlohnt worden, der mir in letzter Zeit vor die Flinte liefen.

ANTRUM erzählt von einem Geschwisterpaar, das mehrere Tage im Wald verbringt. Oralee ist die große Schwester, die sich aufgrund der offenkundigen Absenz der Eltern – (tatsächlich ist zu Beginn nur einmal kurz der Hinterkopf der Mutter zu sehen) – wie eine Erziehungsberechtigte um ihren kleinen Bruder Nathan kümmert, dem der Tod der Familienhündin Maxine so sehr an die Nieren geht, dass er jede Nacht von Alpträumen wachgerüttelt wird. Nachdem die Mutter ihm erfolgreich eingeredet hat, die Hündin sei, da sie unartig gewesen ist, nicht, wie von Nathan erhofft, im Himmel gelandet, sondern geradewegs in die Hölle hinabgefahren, plagt ihn die Vorstellung, sein geliebtes Tier müsse für alle Ewigkeit im Fegefeuer braten. Mit einem zugebenermaßen äußerst obskuren Plan versucht Maxine, ihren Bruder davon zu überzeugen, dass Maxine im Jenseits kein schlechtes Los gezogen hat. Sie füllt ein Notizbuch mit okkulten Symbolen, behauptet, ein Freund habe ihr das vermeintlich magische Buch geliehen, und ihr erklärt, man müsse ein nahegelegenes Waldgebiet aufsuchen, ein tiefes Loch bis zu den Außenwänden des Hades buddeln und dort dann die Zaubersprüche rezitieren: Wenn man kurz darauf einen Gegenstand findet, der dem verstorbenen Menschen oder Tier gehört habe, sei das ein Zeichen dafür, dass sei seine Seele nunmehr auf der sicheren Seite sei. Mit besagtem Wald hat es indes noch eine besondere Bewandtnis: Bekannt ist er dafür, dass sich regelmäßig Menschen dorthin zurückziehen, um ihrem Leben freiwillig ein Ende zu setzen. Auch das hält die Geschwister nicht davon ab, die Zelte zu satteln und sich in der Wildnis einzurichten – wobei die gesamte metaphysische Hunderettungsaktion von Anfang an auch den Charakter eines elaborierten Spiels trägt, bei dem nie ganz klar wird, inwieweit Nathan durchschaut, dass seine Schwester ihm aus gutgemeinter Absicht einen Bären aufbindet, und inwieweit Oralee bei ihren immer abstruser werdenden Ammenmärchen nicht auch eine morbide Befriedigung verspürt. Stundenlang hebt man Erde aus; man vertreibt Eichhörnchen, die verkleidete Dämonen sein sollen, mit Wünschelruten; man verhält sich wie auf einer Ferienfreizeit, die zugleich nach einem letzten Aufblühen der Jugend schmeckt und andererseits die Sorglosigkeit der Kinderzeit versprüht. Nach Oralees Plan soll alles darauf hinauslaufen, dass Nathan Maxines Hundehalsband im Gestrüpp auffindet, das sie die ganze Zeit heimlich bei sich trägt – zum Beweis, dass das Tier erfolgreich in den Himmel versetzt worden ist. Letztendlich aber häufen sich rätselhafte Vorkommnisse – und es scheint, als ob all die Prophezeiungen, die Oralee sich ausgesponnen hat, sich tatsächlich in der Realität erfüllen.

Mehr sei an dieser Stelle auch gar nicht über den weiteren Handlungsverlauf von ANTRUM verraten, da der Film – wie schon die ersten Minuten offenlegen – weniger darum bestrebt ist, eine kohärente, sich logisch aufschlüsselnde Geschichte zu erzählen, sondern sich mit seiner hermetischen Narration, seiner entrückten Bildsprache, seines Dauerbeschusses an nervenzehrenden Tonspureskapaden, irritierenden Montageentscheidungen und Kameraperspektiven und der einen oder anderen skurrilen Plot-Volte – (wie beispielweise die Begegnung Oralees und Nathans mit einem Suizidanten, der gerade dabei ist, im Selbstmordwäldchen Seppuku zu begehen, durch die Anwesenheit der Geschwister schließlich aber davon abgehalten wird) – stellenweise mehr dezidiertem Experimentalkino als einem handelsüblichen Horrorfilm annähert. Dabei schaffen es die beiden Regisseure auf ziemlich beeindruckende Weise, ganz unterschiedliche Genre-Versatzstücke und kreative Einfälle in ihrer minimalistischen Story zu verrühren, die auf den ersten Blick zwar reichlich disparat anmuten, aber doch verblüffende Verbindungen miteinander eingehen: Gerade zu Beginn hat man das Gefühl, einem düsteren Märchen beizuwohnen, einer Art Mixtur aus Jaromil Jires VALERIA A TYDEN DIVU und Peter Weirs PICNIC AT HANGING ROCKS, gekreuzt mit den Coming-of-Age-Obertönen der Stephen-King-Adaption STAND BY ME. In diese irreal-entrückte Stimmung werfen Amito und Laicini sodann offenkundige Anspielungen auf Sam Raimis EVIL DEAD, auf THE BLAIR WITCH PROJECT sowie eine reichlich merkwürdige Rückblendensequenz, die den Eindruck erweckt, sie könne auch bei David Lynchs MULLHOLLAND DRIVE im Schneideraumpapierkorb gelandet sein. Wenn im letzten Drittel dann auch noch veritabler Backwood-Horror im Stile von TEXAS CHAINSAW MASSACRE hinzukommt, der sich grotesk mit folkloristischem Schrecken à la THE WICKER MAN paart, dann weiß ich wirklich nicht mehr, wo mir der Sinn steht und weshalb dieser seltsame Streifen bislang nicht einen ähnlichen Hype evoziert hat wie beispielweise Ari Asters MIDSOMMAR. Bangt man nämlich bei der zehnminütigen Mockumentary-Einführung, man würde vielleicht mit amateurhaftem Found-Footage konfrontiert werden, händelt ANTRUM seinen Retrolook ziemlich überzeugend – inklusive Filmfehler, 70er-Garderobe und -Frisuren, (wobei der Darsteller des Nathans mich unweigerlich an den blonden Bengel Giovanni Frezza, bekannt und berüchtigt beispielweise aus Lucio Fulcis QUELLA VILLA ACCANTO AL CIMITERO erinnert, jedoch nicht ansatzweise derart enervierend daherkommt wie dieser), und Anflügen schmutziger Grindhouse-Atmosphäre, die nicht mal die ein, zwei deplatziert wirkenden CGI-Effekte sabotieren können, bei denen ich mich dann doch frage, weshalb die Regisseure es für eine gute Idee hielten, in der einen oder andern Traumszene unbedingt moderne Computertricks einsetzen zu müssen. Kritisieren könnte man außerdem noch den Abspann, in dem vor allem ein Religionswissenschaftler zu Wort kommt, der für meine Begriffe doch viel zu tief in die Erklärkiste greift, um uns den okkulten Kontext von ANTRUM unter die Nase zu reiben – und, ja, ohne die sich wenig fruchtbar mit der eigentlichen Handlung verschwisternden, zumal insgesamt nicht mal eine Minute ausmachenden Faux-Snuff-Segmente hätte ich auch bestens leben können, da sie fast schon störend in die altmodische Schauergeschichte funken. Stattdessen hätten sich Amito und Laicini vielleicht besser noch ein paar weitere Räuberpistolen ausdenken können, um die Produktions- und Distributionshistorie von ANTRUM ein bisschen aufzubauschen – denn in der vorliegenden Fassung erhalten wir nicht die geringsten Informationen darüber, wer denn diesen Film überhaupt gedreht hat und wie er ursprünglich auf die paar Filmfestivals gelangt ist, auf denen er vermeintlich so viel Schaden anrichtete.

Doch das ist Ziegenmeckern auf hohem Niveau, und ANTRUM ist tatsächlich der beste Ziegenhorror, den ich seit langem gesehen habe – ein Film mit einer witzigen Prämisse, der solch unterschiedliche Genres wie Okkult-Horror, Snuff, Mockumentary, Backwood-Slasher und Wald- und Wiesenmärchen streift, und in seinen stärksten Moment zugleich beklemmend wie lyrisch wirkt. Tja, und außerdem hat er das vielleicht memorabelste Eichhörnchen der mir bekannten Filmgeschichte aufzubieten: Da wüsste ich gar nicht, ob ich diese Kreatur vor Schreck totschlagen oder vor Putzigkeit liebkosen sollte...

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jogiwan
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Re: Antrum: The Deadliest Film Ever Made - David Amito & Michael Laicini (2018)

Beitrag von jogiwan »

Meine Worte waren ja auch auf das Gesamtergebnis bezogen, dass meines Erachtens nicht stimmig erscheint. Den Mittelteil allein mit seiner entrückten, fiebertraumartigen Stimmung und undefinierbaren Bedrohungsszenario hätte ich ohne den Doku-Schnickschnack auch viel besser gefunden. So versucht man irgendwas zu erklären, was eigentlich für den aufgeschlossenen Filmfan keiner Erklärung bedarf...
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Salvatore Baccaro
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Re: Antrum: The Deadliest Film Ever Made - David Amito & Michael Laicini (2018)

Beitrag von Salvatore Baccaro »

jogiwan hat geschrieben:
Di 23. Feb 2021, 14:02
Meine Worte waren ja auch auf das Gesamtergebnis bezogen, dass meines Erachtens nicht stimmig erscheint. Den Mittelteil allein mit seiner entrückten, fiebertraumartigen Stimmung und undefinierbaren Bedrohungsszenario hätte ich ohne den Doku-Schnickschnack auch viel besser gefunden. So versucht man irgendwas zu erklären, was eigentlich für den aufgeschlossenen Filmfan keiner Erklärung bedarf...
Wobei ich mir allerdings nicht sicher bin, ob die Regisseure wirklich ernsthaft darauf geschielt haben, irgendeinem arglosen Filmfreund ihre Mockumentary-Anteile als bare Münze zu verkaufen. Ich meine, wer soll denn auf solcherlei zwanzig Jahre nach BLAIR WITCH noch reinfallen? Obwohl im Abspann auch für meine Begriffe zu dick aufgetragen wurde - (puh, diesen Religionswissenschaftler hätte es wirklich nicht bedurft, der wirkt, als sei er aus der "Sendung mit der Maus" ausgeliehen worden, um ja nichts im Dunkeln zu belassen) -, empfand ich den Rahmen eher als eine augenzwinkernde Authentifizierungsgeste wie man sie aus klassischen Lagerfeuergruselgeschichten kennt: Also, Kinder, ich erzähle euch jetzt, was der Mutter einer Ex-Freundin des besten Freundes meines Cousins widerfahren ist, die Geschichte ist absolut wahrhaftig, hört zu, hu-hu-hu...

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