Heat - Michael Mann (1995)

Moderator: jogiwan

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buxtebrawler
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Re: Heat - Michael Mann

Beitrag von buxtebrawler »

Habe gerade gesehen, dass sich Michael Mann mit "Heat" selbst "geremaked" hat - das Original ist sein Film "Showdown in L.A.". Inwieweit unterscheiden sich die beiden Filme voneinander und warum das Remake?
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.
Ein-Mann-Geschmacks-Armee gegen die eingefahrene Italo-Front (4/10 u. 9+)
Diese Filme sind züchisch krank!
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buxtebrawler
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Re: Heat - Michael Mann

Beitrag von buxtebrawler »

Erscheint voraussichtlich am 07.09.2017 bei 20th Century Fox noch einmal auf Blu-ray und DVD:

Bild Bild

Extras:
Podiumsdiskussionen der Filmemacher
Audiokommentar von Regisseur Michael Mann
Making-of Heat
Pacino und De Niro: Die Unterhaltung
Zurück am Tatort
Entfallene und alternative Szenen
Original Kinotrailer

Quelle: OFDb-Shop
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.
Ein-Mann-Geschmacks-Armee gegen die eingefahrene Italo-Front (4/10 u. 9+)
Diese Filme sind züchisch krank!
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karlAbundzu
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Re: Heat - Michael Mann (1995)

Beitrag von karlAbundzu »

Michael Manns großes 90er True Crime Werk.
So viel drin, und daher auch so lang.
Klar, viel wurde über die Dualität McCauly/ Hanna geschrieben, und dualitäten und Spiegelungen ziehen sich auch ästhetisch durch den Film. Aber insgesamt fand ich diesmal de Niro dann doch sympathischer. Pacino immer am Rand zum Wahnsinn, alles gute tut er aus Getriebener, weil ein Mann das machen muss, McCauly entscheidet, schätzt sich selbst ein, und weiß, was passiert. Deswegen bewundert Hanna auch McCauly und nicht umgekehrt.
Aber ich wollte eigentlich lobend Val Kilmer erwähnen, mit kaum Dialogen eine unheimliche Ausstrahlung.
Als ich ihn damals im Kino sah, war er für mich ja auch ein Werk, der den Inhumanismus des Kapitalismus beschreibt. Die Männerwelt als Kapitalismus und die Welt der Frauen die des Menschlichen, der abhängig ist und leidet.
Sehr viel drin. Auch wieviel Zeit sich für den zweiten Fahrer genommen wird. Top Erzählweise.
Und natürlich großartig gefilmt, da konnte kaum wer mithalten in Hollywood.
Dazu dieser Soundtrack und die Songauswahl.
Meisterwerk.
jogiwan hat geschrieben: solange derartige Filme gedreht werden, ist die Welt noch nicht verloren.
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fritzcarraldo
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Re: Heat - Michael Mann (1995)

Beitrag von fritzcarraldo »

karlAbundzu hat geschrieben: Di 27. Sep 2022, 16:42 Michael Manns großes 90er True Crime Werk.
So viel drin, und daher auch so lang.
Klar, viel wurde über die Dualität McCauly/ Hanna geschrieben, und dualitäten und Spiegelungen ziehen sich auch ästhetisch durch den Film. Aber insgesamt fand ich diesmal de Niro dann doch sympathischer. Pacino immer am Rand zum Wahnsinn, alles gute tut er aus Getriebener, weil ein Mann das machen muss, McCauly entscheidet, schätzt sich selbst ein, und weiß, was passiert. Deswegen bewundert Hanna auch McCauly und nicht umgekehrt.
Aber ich wollte eigentlich lobend Val Kilmer erwähnen, mit kaum Dialogen eine unheimliche Ausstrahlung.
Als ich ihn damals im Kino sah, war er für mich ja auch ein Werk, der den Inhumanismus des Kapitalismus beschreibt. Die Männerwelt als Kapitalismus und die Welt der Frauen die des Menschlichen, der abhängig ist und leidet.
Sehr viel drin. Auch wieviel Zeit sich für den zweiten Fahrer genommen wird. Top Erzählweise.
Und natürlich großartig gefilmt, da konnte kaum wer mithalten in Hollywood.
Dazu dieser Soundtrack und die Songauswahl.
Meisterwerk.
IMG_20220617_222140.jpg
IMG_20220617_222140.jpg (205.01 KiB) 28 mal betrachtet
Das mit Pacinos/Hannas Wahnsinn und der Sympathie für de Niro/McCauly ging mir bei meiner letzten Sichtung auch so.
Nicht dass dies früher komplett umgekehrt gewesen wäre, aber Hanna kommt mir jedesmal heftiger und unsympathischer vor.
Was aber natürlich auch an Pacinos Brillanz liegt.
Das ist halt das Grandiose an solchen Meisterwerken. Sie offenbaren immer wieder neue Aspekte.
Und ja. Kilmer ist (nicht nur in Heat ) ganz groß.
"Das Leben ist noch verrückter als Scheiße!" (Es war einmal in Amerika)
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