I Love You Phillip Morris - Glenn Ficarra & John Requa (2009)

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I Love You Phillip Morris - Glenn Ficarra & John Requa (2009)

Beitrag von jogiwan »

I Love You Phillip Morris

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Originaltitel: I Love You Phillip Morris

Herstellungsland: USA, Frankreich / 2009

Regie: Glenn Ficarra & John Requa

Darsteller:innen: Jim Carrey, Ewan McGregor, Leslie Mann, Rodrigo Santoro, Antoni Corone

Story:

Die Lebensgeschichte von Steven Jay Russell, der sich nach einem Autounfall von Frau und Kind trennt, um fortan ein schwules Leben in Saus und Braus zu führen. Da er jedoch kein Geld hat beginnt er mit kleineren Betrügereien, Versicherungsbetrug und Veruntreuung. Als er daraufhin ins Gefängnis muss, trifft er dort auf Phillip, der ebenfalls wegen Betrug einsitzt. Die beiden verlieben sich ineinander und kommen auch wenig später wieder auf freien Fuß, wo Steven mit immer größeren Gaunereien den exaltierten Lebensstil der Beiden am Laufen hält. Später wird er neuerlich verhaftet, doch so einfach lässt er sich nicht von seinem Lover trennen und schreckt dabei auch vor sehr drastischen Methoden nicht zurück.
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jogiwan
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Re: I Love You Phillip Morris - Glenn Ficarra & John Requa (2009)

Beitrag von jogiwan »

Die komödienhafte Verfilmung des eigentlich weniger lustigen Falles von Steven Jay Russell, der als Betrüger, Ausbrecher und was weiß ich sonst noch unrühmlich in die amerikanische Kriminalgeschichte einging. Unter der Regie von John Requa und Glenn Ficarra wird das Ganze zu einem sonnendurchfluteten Gauner-Märchen im Mid-Century-Look, bei dem vor allem Jim Carrey mit seiner Vorstellung eines homosexuellen Menschen nervt. Nicht, dass man Schwule unbedingt positiv darstellen muss, aber hier ist es schon so, dass die Chemie der beiden Hauptdarsteller nicht so wirklich passt und versucht wird, dieses mit einer übertriebenen Theatralik zu überdecken. Die Figuren sind furchtbar gezeichnet und statt ihnen Tiefe zu verleihen, wird versucht, die Handlung mit turbulenten und dramatischen Ereignissen davon abzulenken, wie oberflächlich das Treiben eigentlich zu jeder Sekunde ist. Sprachlich mag „I Love you Phillip Morris“ ja noch etwas freizügiger erscheinen, aber spätestens bei der Inszenierung wird es dann schon wieder ziemlich bieder und natürlich soll der märchenhaft-sonnige Charakter der überzeichneten Lebensgeschichte nicht mit nackten Tatsachen und Schwänzen bedroht werden. Wäre „I Love you Phillip Morris“ ein paar Jahrzehnte früher entstanden, könnte man das ja noch verzeihen, aber für 2009 ist der Streifen schon eher eine schwache Nummer.
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