Exte: Hair Extensions - Shion Sono (2007)

Moderator: jogiwan

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Adalmar
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Re: Exte: Hair Extensions - Shion Sono (2007)

Beitrag von Adalmar »

Ich finde, dass deine Rezension Sonos Stil ganz treffend wiedergibt, auch wenn die Begeisterung bei dir noch nicht ganz geweckt scheint. Vielleicht ergibt es sich ja mal, dass du dir Strange Circus anschaust, der hat mich wirklich ziemlich umgehauen. Ist aber genretechnisch ähnlich unberechenbar wie Exte oder noch weniger berechenbar.
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ひぐらしのなく頃に 業

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buxtebrawler
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Re: Exte: Hair Extensions - Shion Sono (2007)

Beitrag von buxtebrawler »

Adalmar hat geschrieben:Ich finde, dass deine Rezension Sonos Stil ganz treffend wiedergibt, auch wenn die Begeisterung bei dir noch nicht ganz geweckt scheint. Vielleicht ergibt es sich ja mal, dass du dir Strange Circus anschaust, der hat mich wirklich ziemlich umgehauen. Ist aber genretechnisch ähnlich unberechenbar wie Exte oder noch weniger berechenbar.
Abgeneigt bin ich nicht ;)
So richtig neugierig momentan aber auch (noch) nicht. Aber kommt Zeit, kommt Unrat :D
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.
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Maulwurf
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Re: Exte: Hair Extensions - Shion Sono (2007)

Beitrag von Maulwurf »

Japan-Horror mit Haaren? Ja, auch, aber noch viel mehr. Sion Sono wäre nicht er selbst, wenn er nicht auch noch ein Drama und ein Coming-of-Age einbauen, Kindesmisshandlung und Fetischismus thematisieren, und das ganze mit einer dünnen Schicht grimmigen Humors übergießen würde. Eine Tote, Opfer einer Organverpflanzung, die an einen Haarfetischisten gerät der sich in sie verliebt, und mit dessen Hilfe sie sich an der Menschheit rächen kann. Ihre Haare, als Extensions an die Köpfe junger Mädchen gebracht, töten ihre Trägerinnen auf grausame Art. Die angehende Stylistin Yuko heftet ihrer kleinen Nichte eine Extension an, ohne zu ahnen, wieviel Bosheit und Hass in so einer Haarsträhne stecken kann.
Nicht so abgefahren und Over-the-Top wie die anderen Filme von Sono, die bislang gesehen habe. Erzählerisch wesentlich gradliniger und filmisch näher am Mainstream, steckt hier der Wahnsinn dicht unter der vertraut wirkenden Oberfläche. Sono dekonstruiert die Horrorfilme seiner Kollegen und macht seine eigene sehenswerte Show daraus.

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