Jen Ko - In seinen Fäusten brennt die Rache - J.L. Pascual

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Arkadin
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Jen Ko - In seinen Fäusten brennt die Rache - J.L. Pascual

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Originaltitel: Chu ba
Herstellungsland: Hongkong/Taiwan 1973
Regie: Jimmy L. Pascual

Darsteller: Yung Henry Yu, Ofelia Yu, Chung-Hsin Huang, Ching Chen

Als Jen Ko (Henry Yu Yung) seine Ausbildung an der Militärakademie beendet hat, wird er von seinen Vorgesetzten sogleich mit einer geheimen Mission betraut. Er soll in der Stadt Lung Tau den Bandenchef Fong gefangenen nehmen. Dieser beherrscht nicht nur die Gegend dort, sondern ist auch für den Tod von Jen Kos Vater verantwortlich. Jen Ko macht sich auf den Weg. Allerdings hat Fong schon von Jen Kos Auftrag erfahren und sieben beinharte Kung-Fu-Kämpfer angeheuert, die ihn und seine schmutzigen Geschäfte beschützen sollen…

Mit „Jen Ko – In seinen Fäusten brennt die Rache“ hat filmArt wieder einmal einen Film aus der Versenkung geholt, der nicht besonders bekannt ist, scheinbar aber noch alten Videozeiten doch so einige Fans hat, wenn man sich so einmal die einschlägigen Internetforen anschaut. Was durchaus verständlich ist. Zwar zeichnet sich „Jen Ko“ nicht unbedingt durch besondere Originalität oder Tiefgang aus, aber er unterhält über seine Laufzeit von 86 Minuten ohne große Durchhänger. Was daran liegt, dass der Film im Großen und Ganzen eine Abfolge von gut, und überraschend hart, inszenierten Kämpfen ist. Die dünne Rahmenhandlung dient dann auch lediglich dazu, den Film nicht zu einer reinen Action-Clip-Parade verkommen zu lassen. Natürlich kann man sich denken, dass unser Held sich an den sieben Kämpfer, die der Bösewicht zur Unterstützung hat kommen lassen, abarbeiten muss. Und so kommt es dann auch. Alles Drumherum ist Zierrat, welches man aber gerne mitnimmt, damit der Film nicht allzu monoton daher kommt.

Da gibt es beispielsweise das blinde Mädchen und ihren scheinbar geistig arg zurückgeblieben Begleiter. Diese sind nicht unbedingt wichtig für die Handlung, lassen den Helden aber in einem guten, edlen Licht dastehen und sorgen für ein wenig Gefühl. Zudem kann das blinde Mädchen natürlich hervorragend entführt und/oder bedroht werden, was dem Helden eine zusätzliche Motivation gibt, gegen die Bande zu kämpfen – und in eine Falle gelockt zu werden. Typischerweise haben die sieben bösen Söldner (eigentlich nur fünf, da zwei reines Kanonenfutter darstellen) unterschiedliche Fähigkeiten und Kräfte. Am Interessantesten ist natürlich der Kämpfer mit der hageren, blassen – beinahe vampirähnlichen – Gestalt, der einen langen Zopf trägt, welcher mit Messern gespickt ist und als tödliche Waffe eingesetzt werden kann. Warum er in der deutschen Kino-Synchronisation „Schweineschwanz“ genannt wird, bleibt ein Rätsel, dem man lieber nicht näher auf den Grund gehen möchte.

Überhaupt muss die deutsche Kino-Synchronisation gesondert erwähnt werden, handelt es sich hierbei doch um einer Erzeugnis der Deutschen Synchron Filmgesellschaft des berühmt-berüchtigten Karlheinz Brunnemann, welcher einst zusammen mit Synchron-Guru Rainer Brandt Roger Moore und Tony Curtis in der Kult-Serie „Die 2“, die coolen Sprüche in den Mund legte. Auch solo macht Brunnemanns Synchronisation keine Gefangenen, auch wenn ihr die Berliner Schnodderigkeit der Brandtschen Texte abgeht. Dafür ist hier selbst die kleinste Nebenrolle mit einer berühmten Stimme besetzt. Das reicht dann von Thomas Danneberg über Arnold Marquis bis Arne Elsholz. Dabei entfernt sich allerdings der Text weit vom Original, wie man anhand der Video-Synchronisation, welche ebenfalls auf der DVD zu finden ist, und die sich enger ans Original hält, feststellen kann. Trotz aller inhaltlichen Freiheiten macht die Kino-Synchro aber sehr viel mehr Spaß und klingt auch weitaus lebendiger.

Als Regieassistent fungierte bei dieser Hongkong-Taiwan-Co-Produktion ein junger John Woo, der seine ersten Schritte im Filmgeschäft unternahm. Allerdings konnte er hier noch keine der später für ihn typischen Markenzeichen einbringen. An der Stunt-Arbeit war ebenfalls jemand beteiligt, der einige Jahre später groß durchstarten sollte: Jackie Chan. Wer genau aufpasst, kann ihn auch einmal kurz erspähen, wenn er als einer der Wächter des bösen Fong von der Seite – und noch vor seiner Augenvergrößerung – zu sehen ist. Die überaus dynamischen und kraftvoll inszenierten Kämpfe, sind dann auch die Höhepunkte des Filmes und wurden in der alten deutschen Kinofassung – obwohl relativ unblutig – noch entschärft. Insbesondere im Finale beweisen Regisseur Jimmy L. Pascual und sein Stunt-Team, viel Sinn für mitreißende Kampf-Choreographie.

Neben dem bereits oben erwähnten Jackie Chan, gehören noch weitere bekannte Namen zu denjenigen, die sich um die Actionszenen kümmerten. So Jackie Chans Schulkamerad Yuen Wah, der sich später vor allem als Filmbösewicht mit Sammo Hung einige der spektakulärsten Filmkämpfe der frühen 80er Jahre liefern sollte. Auch Mars, bis heute ein treuer Begleiter Jackie Chans, ist ist dabei. Als Action Coordinator zeichnet Woo-ping Yuen verantwortlich. Dieser dürfte spätestens nach seiner Arbeit als Action-Choreograph bei Ang Lees „Tiger & Dragon“, den beiden „Kill Bill“-Filmen und der „Matrix“-Trilogie einer der größten Namen auf seinem Gebiet sein. Regisseur Jimmy L. Pascual war vor allem bis 1976 Produzent und gelegentlicher Drehbuchautor. Auf dem Regiestuhl saß er nur zweimal. Einmal hier und dann noch zwei Jahre später als Co-Regisseur bei einem obskuren philippinischen Film namens „Sleeping Dragon“. Hauptdarsteller Henry Yu Yung war zwar noch bis 2008 als Darsteller aktiv, allerdings nur noch in Neben- und Kleinstrollen. Immerhin spielte er aber 1974 noch eine der Hauptrollen in John Woos Regiedebüt „The Young Dragons“.

Mit „Jen Ko – In seinen Fäusten brennt die Rache“ hat filmArt wieder einmal einen höchst unterhaltsamen Kung-Fu-Klopper ausgegraben, der zwar lediglich eine dünne Geschichte, wie man sie schon unzählige Male gesehen hat, bietet, dafür aber mit dynamischen und mitreißenden Kampfszenen punkten kann. Für diese waren einige jungen Männer verantwortlich, die in den kommenden Jahrzehnten noch eine wichtige Rolle im, nicht nur im asiatischen, Actionkino spielen sollten.

Screenshots & DVD-Details: http://www.filmforum-bremen.de/2014/12/ ... die-rache/
Früher war mehr Lametta
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buxtebrawler
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Re: Jen Ko - In seinen Fäusten brennt die Rache - J.L. Pascual

Beitrag von buxtebrawler »

Erscheint voraussichtlich am 28.08.2020 bei Film Art noch einmal innerhalb der "Karate Killer Triple Feature"-3-DVD-Box:

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Bemerkungen:
- Set mit 3 DVDs
- Limitierte Auflage von 400 Exemplare
- Wendecover
- Ungeschnittene Fassungen

3 harte Knochenbrecher in einer Edition:
JEN KO - IN SEINEN FÄUSTEN BRENNT DIE RACHE
DER GELBE TEUFEL MIT DEM SUPERSCHLAG
SHAOLIN – WARTELISTE DES TODES

Quelle: https://ssl.ofdb.de/view.php?page=fassu ... vid=104753
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.
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