Derrick: Folge 12 - Ein Koffer aus Salzburg

Moderator: jogiwan

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untot
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Derrick: Folge 12 - Ein Koffer aus Salzburg

Beitrag von untot »

Derrick: Folge 12 - Ein Koffer aus Salzburg
Erstausstrahlung 24.08.1975

Auf dem Münchner Bahnhofsgelände wird eine Putzfrau offensichtlich grundlos erschossen.
Die Fahndung nach dem Täter , der mit einem schweren Koffer auf der Flucht sein soll, bleibt ergebnislos.
Derrick ahnt, das ein gut organinsierter Schmugglerring hinter dem Verbrechen stecken muß.

Mit Ralf Schermuly, Max Eckard, Jacques Breuer, Eva Brumby, Liane Helscher, Kathrin Grimm...
Diese Folge erinnert mich von Milieu her fast ein wenig an die alten Kottan Folgen, alles grau, runtergekommen und trostlos. Allerdings ist die Jagd nach dem Mörder wieder recht temporeich, aufregend und kurzweilig.
Die Protagonisten sind mir, bis auf ein paar Gesicher relativ unbekannt.
Für mich ist "Ein Koffer aus Salzburg" ne eher mittelmäßige Episode, also 5 plus 1 Derrick Wohlfühlpunkt...
6/10
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Blap
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Registriert: Sa 19. Dez 2009, 14:21

Re: Derrick: Folge 12 - Ein Koffer aus Salzburg

Beitrag von Blap »


Derrick: Folge 12 - Ein Koffer aus Salzburg
(Deutschland 1975)

Abends auf dem Gelände der Deutschen Bundesbahn. Das Reinungspersonal hat die Züge gesäubert, eine Putzkraft hat ihre Handtasche in einem Wagen liegen gelassen. Die Frau wird erschossen, der Täter entkommt unerkannt, man sah ihn einen schweren Koffer mit sich schleppen. Dank sofort eingeleiteter Fahnung kann man den Kriminellen in die Enge treiben. Zwar wird der Mörder den Koffer noch rechtzeitig los, doch in einer Kneipe gelingt Derrick und Klein fast die Ergreifung des Flüchtigen. Dank einer zurückgelassenen Jacke samt Autoschlüssel, kann ein Kerl namens Scharwedder (Ralf Schermuly) ermittelt werden. Derrick zögert den Zugriff jedoch hinaus, denn man will die Hintermänner enttarnen, einen Schmugglerring sprengen. Keine leichte Aufgabe, denn Richard Hinz (Jacques Breuer), Sohn der getöteten Putzfrau, muss muss von diesem Anliegen überzeugt werden...

Eine stimmungsvolle Episode, die erneut die Bahn ins Spiel bringt (Man erinnere sich an die erstklassige Folge 5: "Tod am Bahngleis"). Ralf Schermuly gefällt als skrupelloser Gauner, der sich selbst überschätzt, seine Hintermänner und vor allem die Polizei unterschätzt. Jacques Breuer war damals noch sehr jung, doch man erkennt ihn sofort. Die übrige Besetzung agiert solide, es mangelt lediglich an ein paar Glanzlichtern. Günther Stoll grantelt sich als Helferlein durchs Szenario. Tappert wie immer souverän, Klein wie immer klein. Ein Nebendarsteller haut das Zitat des Monats raus: "Halt die Klappe, wenn du mit mir redest!"

Der Score mutet ein wenig belanglos an, es mangelt dem Verantwortlichen an zündenden Einfällen. Trotzdem tönt die musikalische Untermalung nett, nur leider eine Spur zu nett. Mit dem "Schwabylon" offenbaren sich grausige Bausünden, wie sie in den siebtziger Jahren in vielen Städten entstanden.

Gut = 7/10
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Die Kroete
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Re: Derrick: Folge 12 - Ein Koffer aus Salzburg

Beitrag von Die Kroete »

Wer sollte denn auf die Idee kommen, Heroin von Österrech in die Bundesrepublik zu schmuckeln? :roll:

Das wäre so, als würde man Wasser aus der Sahara in die Wüste Gobi transportieren. :kicher:

Abgesehen mal von dieser bizarren Anstrengung waren die Verfolgungsjagten, in denen der gesamtdeutsche Polizeiapparat involviert war, spannent in Szene gesetzt. Erinnerte mich irgendwie an US-amerikaniche Thriller und Krimis aus dieser Zeit.

Witzig außerdem, der Gastauftritt von Derricks Salzburger TATORT-Kollegen: Kurt Jaggberg als Bezirksinspektor Wirz. :thup:

7/10
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sid.vicious
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Re: Derrick: Folge 12 - Ein Koffer aus Salzburg

Beitrag von sid.vicious »

In einem Zug wird eine Reinigungsfrau erschossen. Der Täter flüchtet mit einem Koffer. Anstatt den Mörder, dessen Identität bekannt ist, zu verhaften, lässt Derrick den Mann, in der Hoffnung einem Schmugglerring zu zerschlagen, erst einmal observieren.

Eine äußerst untypische Derrick-Episode in der neben den Münchener Cops auch die Kollegen aus Salzburg zum Einsatz kommen. Die zahlreichen Charaktere und simultanen Spekulationen rund um die Schmugglerbande rücken den eigentlichen Mord deutlich in den Hintergrund. Alles sehr ungewöhnlich, streckenweise fühlte ich mich gar etwas an ans SONDERDEZERNAT K1 erinnert.
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