Eskimo Limon - Eis am Stiel: Von Siegern und Verlierern - Eric Friedler (2018) [Doku]

Moderator: jogiwan

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Eskimo Limon - Eis am Stiel: Von Siegern und Verlierern - Eric Friedler (2018) [Doku]

Beitrag von buxtebrawler »

Eskimo Limon - Eis am Stiel - Von Siegern und Verlierern.jpg
Eskimo Limon - Eis am Stiel - Von Siegern und Verlierern.jpg (240.58 KiB) 275 mal betrachtet

Originaltitel: Eskimo Limon - Eis am Stiel: Von Siegern und Verlierern

Herstellungsland: Deutschland / 2018

Regie: Eric Friedler

Mitwirkende: Yftach Katzur, Zachi Noy, Avi Hadash, Anat Atzmon, Boaz Davidson, Eli Tavor, Alain Jakubowicz, Adam Greenberg, Sibylle Rauch, Tami Mor, Rachel Steiner, Ariella Rabinovich u. A.

1978 eroberte die Pubertätsgeschichte "Eis am Stiel" (Originaltitel: "Eskimo Limon") ein internationales Publikum und befeuerte die erotischen Fantasien einer ganzen Generation. Auch in Deutschland. Der erste Film lief sogar im Wettbewerb der Berlinale und erhielt eine "Golden Globe"-Nominierung. Nur wenigen Zuschauern war klar, dass der Film und seine sieben Fortsetzungen aus Israel kamen. "Eis am Stiel" katapultierte die Produzenten Yoram Globus und Menahem Golan sowie Regisseur Boaz Davidson nach Hollywood und machte die Schauspieler Yftach Katzur, Anat Atzmon und Zachi Noy weltbekannt.
Eine ganz andere Wahrheit hinter dem Erfolg entdeckt der Dokumentarfilm "Eskimo Limon: Eis am Stiel - Von Siegern und Verlierern". Eric Friedler, mehrfacher Gewinner von Grimme- und Deutschem Fernsehpreis, begleitet die Akteure von damals auf einer Reise in ihre Vergangenheit. In intensiven Begegnungen und Interviews fördert er schmerzhafte Geständnisse und unterdrückte Schuldgefühle zutage und zeigt, wie nahe Ruhm und Elend, Aufstieg und Fall beieinander liegen.

Quelle: https://programm.ard.de/TV/daserste/esk ... 6644866429
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Re: Eskimo Limon - Eis am Stiel: Von Siegern und Verlierern - Eric Friedler (2018) [Doku]

Beitrag von buxtebrawler »

„Es ist wie die Geschichte einer hoffnungsvollen Reise mit einem schönen Schiff, das aber wie die Titanic untergegangen ist – und wir nun mit den Überlebenden der Katastrophe sprechen. […] All diese Menschen kommen mir vor wie Überlebende, Überlebende dieser schrecklichen Sache – Überlebende von ,Eis am Stiel‘.“ – „Eis am Stiel“-Regisseur Boaz Davidson

Der deutsche, Grimme-Preis-dekorierte Dokumentarfilmer Eric Friedler („Nichts als die Wahrheit – 30 Jahre Die Toten Hosen“) widmet sich in seinem im Jahre 2018 im öffentlich-rechtlichen Fernsehen ausgestrahlten Film der „Eis am Stiel“-Reihe, jener israelisch-deutschen, achtteiligen Mischung aus Teenie-Erotikkomödie, Liebesfilm und Coming-of-Age-Drama, die zwischen 1978 und 1988 von den späteren „Cannon“-Chefs produziert wurde und nach den ersten beiden Teilen zusehends verflachte. Sein Hauptaugenmerk richtet Friedler jedoch auf die Werdegänge der Beteiligten und wie sie heute über die Filme und die damaligen Produktionsbedingungen denken.

„Der lustige Dicke von ,Eis am Stiel‘!“

Schon der Beginn des Films verbreitet eine düstere Stimmung, ausgehend vom obigen Zitat des „Eis am Stiel“-Regisseurs Boaz Davidson. Wir bekommen einen sichtlich gealterten Zachi Noy, einen der Hauptdarsteller der Reihe, zu sehen, der sich in einer Garderobe für einen seiner Gesangsauftritte frisieren lässt. Er scheint mit seinem Leben zu hadern und wirkt naiv, wenn er sagt, er sehne sich noch immer nach seinem Durchbruch. Sibylle Rauch, ehemalige Schauspielerin und Pornodarstellerin und in Teil 3 zur Reihe gestoßen, ist ebenfalls ein bisschen in die Jahre gekommen und wird in einem Wiener Bordell gezeigt – notgedrungen arbeite sie heute als Prostituierte. Auch der Darsteller des Benny, Yftach Katzur, ist natürlich kein junger Hüpfer mehr. Momo-Darsteller Jonathan Sagall lässt sich entschuldigen, er habe sich nicht am Film beteiligen wollen. Es wird suggeriert, der offen homosexuell lebende Mann habe mit der Filmreihe ein für alle Mal abgeschlossen und äußere sich grundsätzlich nicht mehr zu ihr. Dies scheint jedoch nicht zu stimmen, wie offenbar diverse jüngere TV-Auftritte und Interviews belegen.

Über die Genannten hinaus konnten die Produzenten Yoram Globus und Menahem Golan (kurz vor dessen Tod) sowie weitere Beteiligte, allen voran Kostümbildnerin Tami Mor, für den Dokumentarfilm gewonnen werden. Auch Nili-Darstellerin Anat Atzmon tritt noch einmal vor die Kamera – und überrascht damit, wie erstaunlich gut sie sich gehalten hat. Alle auch im O-Ton noch vernehmbaren Aussagen wurden mit einer deutschen Synchronisation belegt, die Doku schließlich mit etlichen Filmausschnitten und Archivmaterial gespickt. Nach Friedlers herunterziehendem Auftakt geht es zunächst deutlich fröhlicher zu: Für Regisseur und Autor Davidson sei der autobiographisch geprägte „Eis am Stiel“ eine Art Therapie gewesen und aufgrund des Identifikationspotentials mit dem ungleichen Hauptrollentrio avancierte der Film zu einem Riesenerfolg in ganz Europa. Schwarzweißbilder von der Berlinale, zu der der Originalfilm seinerzeit überraschend eingeladen wurde, illustrieren Regina Zieglers und Michael Weinerts Statements zu den damaligen Ereignissen – sie waren Mitglieder des Auswahlgremiums. Ein für Israel ungewöhnlicher Film sei er in seiner Emanzipation von Israelklischees und dem Holocaust gewesen. Es handelte sich um eine der ersten israelischen Produktionen, die für den internationalen Markt gedacht waren, sogar in Japan wurde „Eis am Stiel“ ein großer Erfolg.

Bereits die erste Fortsetzung wurde als israelisch-deutsche Koproduktion angelegt, die Produzenten engagierten deutsche Schauspielerinnen und richteten die Filme auf den deutschen Markt aus. Sally-Darstellerin Ariella Rabinovich kommt ebenso zu Wort wie Sibylle Rauch, die zugibt, größenwahnsinnig gewesen zu sein. Doch anstatt sich innerhalb der Filmereihe nun chronologisch weiter vorzubewegen, geht Friedler zurück zum ersten Film und lässt Autor und Regisseur Davidson nachzeichnen, wie er Katzur und Sagall gecastet und was sie als Schauspieler für ihre Rollen prädestiniert hatte – unterlegt mit Ausschnitten von den Dreharbeiten. Er erläutert, wie sehr die Handlung von seinen eigenen Erfahrungen geprägt gewesen sei. Martha-Darstellerin Rachel Steiner und Victor-Darsteller Avi Hadash geben weitere Interna preis. Doch bald offenbaren sich wieder Konflikte: Kameramann Adam Greenberg schimpft auf die Produzenten, die ihn jedoch als Freund bezeichnen, Katzurs Mutter klagt über die damaligen miesen Drehbedingungen des gering budgetierten Films und die Produzenten hätten irre viel Geld gemacht, das Team aber leer ausgehen lassen. Zachi Noy empfindet die Rolle des dicken Johnny als Fluch, tritt aber trotzdem in dieser in einem Ballermann-Club auf – wie ein verstörender Ausschnitt zeigt. Laut Kostümbildnerin Tami Mor sei er am Set sogar gefoltert worden. Und Davidson habe ihn geschlagen.

Katzur hadert mit den Nachwirkungen der Filmreihe auf sein persönlichen Leben und mit den Inhalten der Filme. In der Film-Softsexszene mit Stella (Ophelia Shtruhl) hätten sich Noy und Katzur missbraucht und erniedrigt gefühlt, auch Mor haben so ihre Probleme mit ihr gehabt. Nun tritt Shtruhl höchstpersönlich vor die Kamera und klagt, diese Szene habe ihre Schauspielkarriere zerstört. Seltsamerweise listen die Filmdatenbanken nach „Eis am Stiel“ jedoch mehr Produktionen mit Shtruhls Beteiligung als vor „Eis am Stiel“ auf. Dies erwähnt Friedler jedoch nicht. Sein Film kommt ohne jeden eigenen Kommentar aus; bei den geführten Interviews wurden die Fragen weggeschnitten, was die Antworten wie Statements erscheinen lässt – an die leider nicht anknüpfend nachgehakt wurde. So bleibt es rätselhaft, weshalb sich das Stammschauspieler-Trio nach derart schlechten Erfahrungen beim Dreh des ersten Teils für solch zahlreiche Fortsetzungen verpflichten ließ, weshalb Noy immer und immer wieder neue Verträge unterschrieb, mit denen er im Nachhinein so unzufrieden ist, weshalb er glaubt, die Johnny-Rolle ablegen zu können, indem er bis heute immer wieder in sie schlüpft.

Bilder aus Cannes 1986 und Los Angeles leiten zur skizzierten Erfolgsgeschichte der Produzenten über, die in Hollywood die „Cannon“-Filmproduktion übernahmen und mit ihr einige Zeit große Erfolge verbuchen konnten, bevor nach der Trennung des Duos der Pleitegang folgte. Im direkten Anschluss an dieses – vom Pleite-Ende einmal abgesehen – Musterbeispiel für den „amerikanischen Traum“ montiert Friedler eine weinende Sibylle Rauch, die von ihren Misserfolgen und Selbstmordabsichten berichtet. Das ist ein starker Kontrast, der, würde man Böses vermuten, einen Zusammenhang mit den „Eis am Stiel“-Filmen suggerieren könnte, der jedoch unausgesprochen und diffus bleibt. Katzur sorgt sich, dass „Eis am Stiel“ sexistisch sei und bezeichnet dessen Humor als roh, primitiv und herabwürdigend, seine Mutter empfindet die Filme als chauvinistisch und flach und ausschließlich auf ihre Sexszenen zugeschnitten, Atzmon vermisst Tiefgang und Mor schämt sich, naive Komparsinnen zu Oben-ohne-Szenen überredet zu haben. Dem Regisseur tue im Nachhinein vieles leid, Friedler schließt seinen Film mit selbstkritischen Worten Davidsons.

Der erste „Eis am Stiel“, ja, vielleicht die ersten beiden Teile, müssen eigentlich losgelöst vom arg durchwachsenen Rest der Reihe betrachtet werden. Das Original war etwas Besonderes, die Gründe dafür lassen sich dieser Doku entnehmen. Und es war, auch verglichen mit anderen Fummelkomödien der 1970er, harmlos. Ja, der Humor war alles andere als subtil, passte jedoch zu den pubertären Figuren, die im Mittelpunkt standen. Und sein relativ dominanter Coming-of-Age-Drama-Anteil konnte sich durchaus sehen lassen. Die Teile 1 und 2 waren alles andere als stumpfsinnige Sexklamotten. Natürlich sind sie Kinder ihrer Zeit, was es umso schwieriger macht, mit heutigen Moralvorstellungen auf sie zurückzublicken. Die von den Beteiligten geäußerten Kritikpunkte treffen eher auf die späteren Fortsetzungen zu.

„Eskimo Limon – Eis am Stiel: Von Siegern und Verlierern“ erweckt auf den ersten Blick den Eindruck eines außergewöhnlich differenzierten Dokumentarfilms, lässt jedoch in vielen Momenten die nötige Differenzierung vermissen. Sein Verzicht auf kritisches Nachhaken, insbesondere bei all den vernichtenden Statements auf der Strecke gebliebener oder sich dafür haltender ehemaliger Beteiligter, droht die Doku tendenziös in eine bestimmte Richtung zu leiten und die Botschaft zu transportieren, raffgierige Produzenten hätten sich mit frauenverachtenden Filmen eines skrupellosen Autors und Regisseurs die Taschen vollgemacht und ihre Schauspielerinnen und Schauspieler systematisch ausgebeutet. Schaut man genauer hin, klingen jedoch vielmehr persönliche Enttäuschungen, Identitätskrisen, falsche Entscheidungen und Hadern mit den eigenen Lebensentwürfen durch, wofür nur schwerlich die „Eis am Stiel“-Macher verantwortlich gemacht werden können.

Zweifelsohne liefert Friedlers Film spannende und aufschlussreiche Einblicke in die Entstehung der „Eis am Stiel“-Reihe und hört man Katzur & Co. gern zu, wenn sie alte Drehorte abklappern und Anekdoten vom Set zum Besten geben. Es ist auch keinesfalls verkehrt, in diesem Kontext Kritik zu üben, möglicherweise lange unterdrückten Scham- und Schuldgefühle Ausdruck zu verleihen und auf die tragische Entwicklung einzugehen, die der/die eine oder andere Darsteller(in) genommen hat. Jedoch sollte der Film mit dem Bewusstsein rezipiert werden, es mit von Friedler arrangierten und montierten, subjektiven Aussagen mit einem zeitlichen Abstand von bis zu 40 Jahren zu tun haben. Somit gilt es, auch auf Widersprüche und Ungereimtheiten zu achten, möchte man sich anhand dieses Dokumentarfilms ein Urteil über „Eis am Stiel“ sowie dessen Produktionsumstände und geschäftliche Seite bilden.
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.
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jogiwan
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Re: Eskimo Limon - Eis am Stiel: Von Siegern und Verlierern - Eric Friedler (2018) [Doku]

Beitrag von jogiwan »

Ich frage mich ja immer auch, warum man sich solche Dokumentationen anschauen soll. Die Filme wurden in einer anderen Zeit gemacht und gesehen hat man sie auch in einem völlig anderen Lebensabschnitt. Ich empfinde solche "Dekonstruktionen" von Filmmythen ja immer als sehr ernüchternd und hinterher tut es mir oftmals leid, sie gesehen zu haben. Will man wirklich erfahren, dass die Menschen hinter den Figuren, mit denen man sich ein Stück weit identifiziert hat, im Grunde ganz anders sind und nicht jeder von ihnen in weiterer Folge auf die Butterseite gefallen ist. Klar soll eine Doku auch ausgewogen sein, aber will man bei Filmen, die man vielleicht mag, unbedingt hinter die Fassade blicken, oder ist das einfach nur ein Stück weit Sensationsgier, die hier bedient wird? Vor allem wenn man dann auch noch den Eindruck hat, dass manche Leute wieder ins Rampenlicht gezerrt und vorgeführt werden, die offensichtlich nicht damit umgehen können oder das aus finanzieller Verzweiflung machen? Sollte man gewisse Jugenderinnerungen nicht einfach nur so belassen, wie man sie in Erinnerung hat, selbst wenn diese verzerrt oder falsch sind?
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Re: Eskimo Limon - Eis am Stiel: Von Siegern und Verlierern - Eric Friedler (2018) [Doku]

Beitrag von buxtebrawler »

jogiwan hat geschrieben:
Do 17. Jun 2021, 15:31
Ich frage mich ja immer auch, warum man sich solche Dokumentationen anschauen soll. Die Filme wurden in einer anderen Zeit gemacht und gesehen hat man sie auch in einem völlig anderen Lebensabschnitt. Ich empfinde solche "Dekonstruktionen" von Filmmythen ja immer als sehr ernüchternd und hinterher tut es mir oftmals leid, sie gesehen zu haben. Will man wirklich erfahren, dass die Menschen hinter den Figuren, mit denen man sich ein Stück weit identifiziert hat, im Grunde ganz anders sind und nicht jeder von ihnen in weiterer Folge auf die Butterseite gefallen ist. Klar soll eine Doku auch ausgewogen sein, aber will man bei Filmen, die man vielleicht mag, unbedingt hinter die Fassade blicken, oder ist das einfach nur ein Stück weit Sensationsgier, die hier bedient wird? Vor allem wenn man dann auch noch den Eindruck hat, dass manche Leute wieder ins Rampenlicht gezerrt und vorgeführt werden, die offensichtlich nicht damit umgehen können oder das aus finanzieller Verzweiflung machen? Sollte man gewisse Jugenderinnerungen nicht einfach nur so belassen, wie man sie in Erinnerung hat, selbst wenn diese verzerrt oder falsch sind?
Da ist auf jeden Fall was dran. Einen Blick auf die Produktionsbedingungen finde ich grundsätzlich schon interessant, bei der Beurteilung persönlicher Schicksale und Weiterentwicklungen sollte man jedoch vorsichtig damit sein, vorschnell Verbindungen zu einem bestimmten Film oder eine Filmreihe zu konstruieren. Ich fürchte, damit würde man es sich in vielen Fällen zu leicht machen. Sensationsgier würde ich speziell dieser Doku nicht unterstellen. Ob Noy und Rauch tatsächlich nach jedem Strohhalm in Form einer Filmkamera greifen, kann ich nicht beurteilen, aber angesichts ihrer Teilnahme an Trash-TV-Formaten u.ä. drängt sich ein solcher Eindruck tatsächlich irgendwie auf... Schadenfreude empfinde ich dabei keine, finde es eher traurig.
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.
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Re: Eskimo Limon - Eis am Stiel: Von Siegern und Verlierern - Eric Friedler (2018) [Doku]

Beitrag von Onkel Joe »

Gibt es irgendwo ne Liste zu dem Soundtrack von der Dokumentation?
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Re: Eskimo Limon - Eis am Stiel: Von Siegern und Verlierern - Eric Friedler (2018) [Doku]

Beitrag von buxtebrawler »

Onkel Joe hat geschrieben:
So 20. Jun 2021, 13:25
Gibt es irgendwo ne Liste zu dem Soundtrack von der Dokumentation?
Dergleichen ist mir nicht bekannt. Evtl. im Abspann? Soll ich mal gucken oder liegt dir der Film selbst vor?
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.
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Re: Eskimo Limon - Eis am Stiel: Von Siegern und Verlierern - Eric Friedler (2018) [Doku]

Beitrag von Onkel Joe »

buxtebrawler hat geschrieben:
So 20. Jun 2021, 16:19
Onkel Joe hat geschrieben:
So 20. Jun 2021, 13:25
Gibt es irgendwo ne Liste zu dem Soundtrack von der Dokumentation?
Dergleichen ist mir nicht bekannt. Evtl. im Abspann? Soll ich mal gucken oder liegt dir der Film selbst vor?
Der Film ist ja auf Youtube zu sehen und da findet sich im Abspann nichts. Ich such den Titel des ersten Tracks?
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Re: Eskimo Limon - Eis am Stiel: Von Siegern und Verlierern - Eric Friedler (2018) [Doku]

Beitrag von buxtebrawler »

Onkel Joe hat geschrieben:
So 20. Jun 2021, 17:02
Der Film ist ja auf Youtube zu sehen und da findet sich im Abspann nichts. Ich such den Titel des ersten Tracks?
Ihmchen?

Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.
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Re: Eskimo Limon - Eis am Stiel: Von Siegern und Verlierern - Eric Friedler (2018) [Doku]

Beitrag von Onkel Joe »

buxtebrawler hat geschrieben:
So 20. Jun 2021, 18:04
Onkel Joe hat geschrieben:
So 20. Jun 2021, 17:02
Der Film ist ja auf Youtube zu sehen und da findet sich im Abspann nichts. Ich such den Titel des ersten Tracks?
Ihmchen?

Danke!

Das war furchtbar, ich kenne den Track schon ewig aber stand jetzt auf dem Schlauch.. mir wollte weder Titel noch Interpret einfallen :roll:.
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Re: Eskimo Limon - Eis am Stiel: Von Siegern und Verlierern - Eric Friedler (2018) [Doku]

Beitrag von Onkel Joe »

Zachi Noy beschwert sich seit Jahren über alles!
Gibst du ihm 200,- Euro für einen Auftritt oder auch 2000,- Euro, es ist immer zu wenig. Und die Rauch.. Entschuldigung aber die hat für "Born for Love" damals 500.000 Mark bekommen. Das gab es in Deutschland wohl nie mehr als Gage für eine Porno Darstellerin. Wenn man dann alles aus dem Fenster wirft.... Pardon aber selbst schuld! Die komplette Reihe war eine Geld druck Maschine. Im Kino habe die Teile eine unglaubliche Kohle eingespielt und da Zachi und Co. einfach keine anderen Filmangebote bekommen haben wurde munter weiter gedreht. Jetzt zu sagen... alles sieht mich nur noch als der dicke Johnny, selbst schuld! Die Go-Go Boys haben mit dem Geld was sie mit Teil 1 verdient haben das Cannon Ding gebastelt. Leider war der eine Wahnsinnig und der andere.. nicht weit davon entfernt. Teil 1 finde ich großartig... der ist ganz anders als der Rest. Die Doku hat mir gut gefallen, vielleicht etwas traurig aber so ist das halt im Leben.
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