Welchen Film habt ihr zuletzt gesehen?

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Moderator: jogiwan

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Re: Welchen Film habt ihr zuletzt gesehen?

Beitrag von Lobbykiller »

15. Teutonen-Woche Pt. 1:

Gleichzeitig die 2. TV-Film-Woche.

7 Filme von den Pidax Krimi Boxen, alles TV-Filme.

Tod auf der Themse (GER 1973) R: Oswald Döpke

→ Top Star-Aufgebot hier: Charles Regnier, Hannelore Elsner, Volker Kraeft, Jochen Busse, Gerd Baltus, Lina Carstens und Ulrich Gressieker, den man auch als prägnante Synchronstimme u.a. von Joe Penny aus "Trio mit vier Fäusten" kennt, leider schon verstorben und darüber hinaus auch ein sehr guter Krimi. (4,5/5)
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Beitrag von Lobbykiller »

15. Teutonen-Woche Pt. 2:

Immer nur Mordgeschichten (GER 1968) R: Wilhelm Semmelroth
→Schwarzweiss Psychothriller mit Sieghardt Rupp aka Kressin und Krista Keller. Sehr gut. (4,5/5)
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Re: Welchen Film habt ihr zuletzt gesehen?

Beitrag von Lobbykiller »

15. Teutonen-Woche Pt. 3:

Tragödie in einer Wohnwagenstadt (GER 1967) R: Günter Gräwert
→Sehr gut gespieltes Milieu-Drama, dass im Endeffekt zeigt wie krass dumm die AFD denkt. Und das bereits 1967. Dementsprechend schwarzweiß und mit starken Performances von Friedrich G. Beckhaus, bekannt als die Synchronstimme von Roboter Greg aus CAPTAIN FUTURE und Peter Kuiper, hier ähnlich gut wie später im Finke-Tatort KURZSCHLUSS. (5/5)
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Re: Welchen Film habt ihr zuletzt gesehen?

Beitrag von Lobbykiller »

15. Teutonen-Woche Pt. 4:

Der Tod aus dem Computer (GER 1984) R: Dieter Finnern
→Scary Shit! In der Tat einer der unheimlichsten Filme, die ich je sah. Und zugleich ein Lehrfilm. Bspw. lernt man hier, dass Geburt ein Anagramm von Betrug ist und auch von Erbgut 😂 Aber auch starke Auftritte von Klaus Schwarzkopf aka Kommissar Finke sowie Bernd Herzsprung aka Less aus SOKO 5113, Susanne Uhlen, Alexander Kerst und erneut Friedrich G. Beckhaus. Soundtrack von Clara Mondshine, leider unreleased. (5/5)
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Re: Welchen Film habt ihr zuletzt gesehen?

Beitrag von Lobbykiller »

15. Teutonen-Woche Pt. 5:

Das Haus der Vergeltung (ÖST 1964) R: Rudolph Cartier
→Vigilante Gaslicht Style Thriller mit der sehr dragonischen Ingrid Andree. Schwarz-weiß. (4/5)

Im Zuge dieser Dragonie dann noch eine Derrick Folge hinterher geschoben, wo sie mitspielt:

Derrick 134 - Die Tänzerin (GER 1985) R: Zbynek Brynych
→Und ja, die Dragonie besteht auch 21 Jahre später noch. Und auch ihrem Haarschnitt ist sie treu geblieben 😄 Ferner mit Heinz Bennent, def auch eine Atmosphäre bildende Stimme, Dieter Eppler, bekannt als Tatort Kommissar Liersdahl und Manfred Seipold, der Synchronstimme des frühen Chuck Norris, ebenfalls atmosphärebildend.
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Re: Welchen Film habt ihr zuletzt gesehen?

Beitrag von Lobbykiller »

15. Teutonen-Woche Pt. 6:

Yester - Der Name stimmt doch? (GER 1971) R: Karl-Heinz Bieber
→Schwarzweiss-Thriller von 1971 (!) mit Horst Tappert, Doris Kunstmann, Martin Hirthe, bekannt als Tatort Kommissar Schmidt, Wolfgang Lukschy und dem hier grandios auftretenden Friedrich W. Bauschulte, bekannt als die Stimme von Karl Malden in DIE STRASSEN VON SAN FRANCISCO. (4,5/5)
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Re: Welchen Film habt ihr zuletzt gesehen?

Beitrag von Lobbykiller »

15. Teutonen-Woche Pt. 7:

Räuber und Gendarm (GER 1978) R: Hans-Jürgen Tögel
→Und zum Abschluss der funkigste Film der Boxen. Grandioser Cinematic Funk Score von Hans Hammerschmid, dem Groovegeber von Hildegard Knefs Kulthit IM ACHTZIGSTEN STOCKWERK. Und dieses Funk Niveau überträgt sich auch auf Eddi Arent, hier mit Robbe und in seltener ernster Rolle als Bankräuber begriffen, seiner mit Abstand besten Rolle würde ich sagen. Der Film ein Heist Film, der in Karlsruhe und Mannheim spielt und das Kuriose ist dass sich der Ernste Eddi hier für die Überfälle in Xavier Naidoo verwandelt, optisch, welcher ja aus Mannheim stammt 😂 Definitive Empfehlung. (5/5)
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Arkadin
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Re: Welchen Film habt ihr zuletzt gesehen?

Beitrag von Arkadin »

Mal schnell den Januar und Anfang Februar bis zum Mondo Bizarr nachholen:

Der Horror-Alligator – Wieder ein großer Spaß. Klar, irgendwie ein Jaws-Rip-Off, aber wie Piranhas von Dante, hat auch dieser Film das Herz am rechten Fleck. Was neben dem Kroko auch und vor allem Robert Foster zu verdanken ist, der – wie der ganze Film – genau die Balance zwischen Ernsthaftigkeit und Spaß meistert. Und wenn dann noch Großwildjäger Henry Silva auftaucht, macht das Herz einen kleinen Hüpfer. Schön auch die Effekte, die nicht perfekt, aber ausgesprochen charmant sind. Kann man sich immer wieder mal ansehen.

Die nackten Vampire – Ein seltsamer, sehr traumartiger Film, in dem vieles nicht zusammenpasst, aber der gerade dadurch eine ganz besondere, schlafwandlerische Qualität bekommt. Ich hatte ein wenig Angst, dass das doch recht zahlreiche und auch junge Publikum mit Rollins doch sehr speziellen Stil nichts anfangen kann. Gerade in der doch etwas deplatzierten und überflüssigen Szene mit dem Maler und seinem schwarzen Modell. Doch ich hatte das Gefühl, dass der Film recht gut ankam. Einziger Wermutstropfen bei unserem Screening war, dass die Untertitel irgendwann dem gesprochen Wort doch arg hinterher hangen.

The Sparks Brothers – Musik-Doku von Sparks-Fan Edgar Wright. Schon recht interessant, wenn man die beiden Mael-Brüder und ihre Musik mag, sich mit ihnen aber noch nicht so viel beschäftigt hat. Natürlich auch ganz viel Lobhuddelei. Die Brüder sind aber so humorvoll und vor allem uneitel, dass man darüber hinwegsehen kann und die Beiden am liebsten Knuddeln würde. Schattenseiten (wie die Tendenz ihre Band gerne mal kommentarlos zu feuern) werden angesprochen, aber auch sofort von allen verziehen. Persönlich und privat erfährt man so gut wie gar nichts. Alles konzentriert sich auf die Brüder als Musiker. Ist aber auch okay. Muss mehr Sparks haben!

The Being – Hatte ich mich drauf gefreut, als ich ihn irgendwann mal aus der legendären KISTE in Düsseldorf gezogen hatte. War aber eine ziemliche Enttäuschung. Ich fand ihn arg langweilig und schlecht gemacht. Bei Jackie Kongs „Blood Diner” brauchte ich auch Anlauf, aber hier werde dem wohl keine nächste Chance geben. Das Monster ist ganz nett, aber der Hauptdarsteller (=Produzent und Ehemann der Regisseurin) killt den Film für mich. Völlig ohne irgendwelches Charisma und hölzern ohne Ende. Und die Idee ihn plötzlich und unmotiviert mal eine Art Voice-over (zumindest in der O-Fassung) unterzujubeln war ebenso hilflos, wie der – sagen wir mal eigenwillige – Filmschnitt. Neee, das war nichts.

The Monkey – Und noch eine Gurke. Hier hatte ich mir sehr viel versprochen. Stephen King, Osgood Perkins – beide mag ich. Den Film hier leider nicht. Woran liegt es? Vor allem daran, dass er sich nicht entscheiden kann, will er Drama oder Funsplatter sein. Und so pendelt er irgendwie lustlos zwischen diesen beiden Polen hin und her. Dazu kommt, dass der „Held“ mich einfach nur nervt. Unsympathisch und in seinen ganzen Aktionen einfach nur blöd. Ständig greift man sich an den Kopf, was er nun schon wieder anstellt. Sollte das lustig sein? Dazu wird das aber dann doch alles viel zu ernst genommen, wenn es nicht gerade lustigen Splatter gibt. Meine Güte, ich hätte dem gerne öfter mal in den Hintern getreten und sein Schicksal war mir auch komplett egal. Immerhin habe ich erst ganz am Schluss bemerkt, dass der Hauptdarsteller sowohl guten (naja, oder doofen) und bösen (naja, auch irgendwie doofen) Bruder spielt. Drehbuch machte auch eher weniger Sinn. Schade. Wirklich schade.

Litan – Ein höchst merkwürdiger Film, der sich mehr, wie ein wirrer Traum als wie ein Horrorfilm anfühlt. Was hier allerdings positiv zu verstehen ist. In einem abgelegenen französischen Städtchen wir der Litan-Tag gefeiert, an dem die Bewohner mit Masken herumlaufen und die Kinder „den Wolf“ jagen. Die von außerhalb kommende Frau eines Geologen will ihren Mann an seiner Grabungsstelle besuchen, nachdem sie seltsame Visionen von seinem Tod hatte. Überall ist es neblig, die Bewohner von Litan benehmen sich höchst merkwürdig. Da ist es in See indem seltsame Lichter zucken. Tote scheinen zurückzukommen. Leute verschwinden. Und, und, und… Inszeniert wurde das Ganze von Jean-Pierre Mocky, der auch die Rolle des Geologen spielt. Empfehlung!

Blood Tea and Red String – Stop-Motion-Puppenfilm von Christiane Cegavske, die 13 Jahre allein an dem Film arbeitete. Die Handlung ist ebenso kryptisch wie simple. Die aristokratsich gekleideten Ratten beauftragen die Vogelwesen (die sehen aus wie braune Mäuse mit Schnäbeln und Schweineohren) ihnen einen Puppe zu schneidern. Die Vogelwesen finden die Puppe aber so gut, dass sie sie nicht mehr hergeben wollen. Woraufhin die Ratten die Puppe stehlen und drei der Vogelwesen sich aufmachen, sie zurückzuholen. Dabei erleben sie viele seltsame Dinge und treffen eine Kröte, die wie ein Guru auftritt und eine Spinne, die großen Hunger hat. Das ist alles schwer zu beschreiben und muss man mal gesehen haben. Auch, weil der Film eine ganz eigene Stimmung hat.

Men & Chicken – WAS WAR DAS DENN? Himmel Herrgott! Der Film hat mich wirklich aus der Kurve getragen. Was hier alles an Tabu-Themen thematisiert wird, ist schon beachtlich für einen dänischen Film, der die bekanntesten Darsteller des Landes versammelt. Vorweg Mads Mikkelsen als Bruder mit mangelnder Impulskontrolle und Mastrubationszwang. Aber auch die anderen Figuren sind mit „schräg“ noch harmlos umschrieben. Ja, wie immer bei Anders Thomas Jensen (Flickering Lights, Dänische Delikatessen, Adams Äpfel) gibt es auch eine gewisse Wärme und Liebe zu den Figuren, aber ob die letzte Szene nun Happy End oder Albtraum ist, darf jeder selber entscheiden. Ein un-fass-barer Film. Holla, die Waldfee.

Die wilden Engel – Klassiker. Ohne diesen Film hätte es wohl keinen „Easy Rider“ gegeben und die Geschichte des New Hollywood wäre wohl auch anders geschrieben worden. Eine typische Corman-Produktion, wo wohl auch einiges am Set improvisiert wurde. Aber Roger weiß halt auch immer genau, wo der die Kamera hinstellen muss und wie man das Publikum unterhält. Mich wunderte die hohe Dichte an Hakenkreuzen, die auch in der deutschen Fassung zu bewundern ist. Während Nancy Sinatra relativ blass bleibt, darf Diane Ladd ordentlich aufdrehen – und bekommt die verstörendste Szene des ganzen Films, die selbst mich ziemlich schockiert hat. Ihr Freund heißt „Loser“, wird von Bruce Dern gespielt und endet so, wie der Name es verspricht. Die beiden (Ladd und Dern) kamen sich auch privat näher und zeugten während der Dreharbeiten die wunderbare Laura Dern. Ein merkwürdiger, vielschichtiger Film, der definitiv keine Werbung für die Hell’s Angels und dessen Held ein ziemliches Arschloch ist.

Nazareno Cruz y el lobo – Ein argentinischer Film von 1975 über einen Jungen, dem vorhergesagt wird, dass er sich des Nächtens in einen Wolf verwandeln wird, wenn er sich denn im Mannesalter verlieben würde. Was er natürlich tut – und so nimmt die Tragödie ihren Lauf. Eher langsam und sehr arthaus-mäßig inszeniert. Voller symbolischer Bilder und auf der Tonspur kommt gerade in den erotischen Liebesszenen immer wieder „Soleado“ von Zacar zum Einsatz. Das kennt man in Deutschland als „Tränen lügen nicht“ von Michael Holm. War mir gar nicht klar, dass das eine Coverversion war. Das gibt den Szenen dann schon einen etwas humorvollen Anstrich, der so natürlich nicht gemeint war. Bis zum tragischen Finale zieht sich das etwas, kann man sich aber gut mal anschauen. So viele Filme aus Argentinien bekommt man ja auch nicht zu Gesicht.
Früher war mehr Lametta
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Weird Xperience
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Dick Cockboner
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Beitrag von Dick Cockboner »

The Visitor

Otto, or up with dead People

Ich fand beide Filme, entstanden unter der Regie von Bruce La Bruce, sehr sehenswert. Wohl nicht für jedermann geeignet, aber hey:
Tipp!
“It’s hard to see things when you’re too close. Take a step back and look.”
Bob Ross
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fritzcarraldo
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Re: Welchen Film habt ihr zuletzt gesehen?

Beitrag von fritzcarraldo »

Shadow und der Fluch des Chan
Shadow Chase - Im Netz der Diebe
(2025)
Jackie Chan als Cop Rentner, der nochmal gegen Cyber Diebe antritt, angeführt von einem weiteren Veteranen
Tony Leung Ka-fai. Beide geben so etwas wie den Gegenentwurf zu den KI Methoden der Polizei und Gangster.
Dabei grast der Film aber in erster Linie alles ab, was man so aus Hongkong Filmen kennt. Wilde Action, Martial Arts, Thriller und auch Drama, wobei ich die Thriller Anteile fast am besten fand. Jackie Chan macht seine Sache sehr gut, Tony Leung Ka-fai fällt dabei etwas ab, was ich schade fand. Lag aber auch an seiner Rolle. Gerade die Motivation des Villains war etwas wirr. Insgesamt sehr gut. Danke für den Tipp Onkel Joe.
"Das ist nicht möglich!"
"Aber notwendig!"

(Interstellar)

"J&B straight and a Corona!"
(Patrick Bateman, American Psycho)

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