Welchen Film habt ihr zuletzt gesehen?
Moderator: jogiwan
- fritzcarraldo
- Beiträge: 5918
- Registriert: Sa 22. Okt 2016, 22:39
- Wohnort: Bremen
- Kontaktdaten:
Re: Welchen Film habt ihr zuletzt gesehen?
BAT-21 – Mitten im Feuer
DannY Glover muss im Vietnam Krieg Gene Hackman retten. Guter 80er Actioner.
"Das ist nicht möglich!"
"Aber notwendig!"
(Interstellar)
"J&B straight and a Corona!"
(Patrick Bateman, American Psycho)
https://www.latenight-der-fussball-talk.de
"Aber notwendig!"
(Interstellar)
"J&B straight and a Corona!"
(Patrick Bateman, American Psycho)
https://www.latenight-der-fussball-talk.de
- fritzcarraldo
- Beiträge: 5918
- Registriert: Sa 22. Okt 2016, 22:39
- Wohnort: Bremen
- Kontaktdaten:
Re: Welchen Film habt ihr zuletzt gesehen?
Train Dreams
Ein weiterer Grund Netflix zu lieben und gleichzeitig verdammen zu wollen.
Dieser Film ist ein verdammtes Meisterwerk.
Dieser Film ist ein verdammtes Meisterwerk.
"Das ist nicht möglich!"
"Aber notwendig!"
(Interstellar)
"J&B straight and a Corona!"
(Patrick Bateman, American Psycho)
https://www.latenight-der-fussball-talk.de
"Aber notwendig!"
(Interstellar)
"J&B straight and a Corona!"
(Patrick Bateman, American Psycho)
https://www.latenight-der-fussball-talk.de
- karlAbundzu
- Beiträge: 10431
- Registriert: Fr 2. Nov 2012, 20:28
- Kontaktdaten:
Re: Welchen Film habt ihr zuletzt gesehen?
Aus der sagenhaften Kiste:
Cannes Man (1996)
DVD
Im Grunde eine Pygmalion-Geschichte: Zwei Filmproduzenten wetten, dass der eine irgendjemand zufälliges zu den heißen Scheiß bei Cannes machen können.
Der Produzent ist Sy Lerner, der Glücksritter Frank Rhinovsky, aus dessen Sicht erzählt wird, rückblickend von Sys Beerdigung aus.
Sy quatscht Leute auf Cannes zu, ihm Geld zu geben, um das Drehbuch des neuen Hemingways zu verfilmen, Frank fällt im Partytrubel selbst auf die Story herein, obwohl es nicht mal ein Script gibt. So schafft es Sy, einen Hype Buzz zu kreieren.
Anscheinend vom Regisseur Richard Martini mit Seymour Cassel und Francesco Quinn im Guerilla Stil gedrehter Streifen. Die trieben sich in Cannes herum, und drehten mit Leuten, die sie trafen: Bekannte Schauspieler, Regisseure, Produzenten, Autoren. Mal längere Szenen mit Johnny Depp und Jim Jarmusch, natürlich auch mit der Troma-Crew, dann wieder ganz kurzes mit Dennis Hopper. Dazu gibt es zwischendurch immer „dokumentarische“ Szenen, Pseudo-Interviews mit Weggefährten von Sy oder andere, um Geld geprellte Geschäftskollegen.
Das ist natürlich satirisch vom Ansatz, nimmt den ganzen Film-Hype mit der ganzen heißen Luft auf den Arm, wird aber nie bösartig, oder auch nur bissig. Sehr Dialoglastig, aber Cassel und Quinn machen das gut, und es gibt eine schöne Film-im Film-im Film- Auflösung.
Insgesamt nette Unterhaltung.
Cannes Man (1996)
DVD
Im Grunde eine Pygmalion-Geschichte: Zwei Filmproduzenten wetten, dass der eine irgendjemand zufälliges zu den heißen Scheiß bei Cannes machen können.
Der Produzent ist Sy Lerner, der Glücksritter Frank Rhinovsky, aus dessen Sicht erzählt wird, rückblickend von Sys Beerdigung aus.
Sy quatscht Leute auf Cannes zu, ihm Geld zu geben, um das Drehbuch des neuen Hemingways zu verfilmen, Frank fällt im Partytrubel selbst auf die Story herein, obwohl es nicht mal ein Script gibt. So schafft es Sy, einen Hype Buzz zu kreieren.
Anscheinend vom Regisseur Richard Martini mit Seymour Cassel und Francesco Quinn im Guerilla Stil gedrehter Streifen. Die trieben sich in Cannes herum, und drehten mit Leuten, die sie trafen: Bekannte Schauspieler, Regisseure, Produzenten, Autoren. Mal längere Szenen mit Johnny Depp und Jim Jarmusch, natürlich auch mit der Troma-Crew, dann wieder ganz kurzes mit Dennis Hopper. Dazu gibt es zwischendurch immer „dokumentarische“ Szenen, Pseudo-Interviews mit Weggefährten von Sy oder andere, um Geld geprellte Geschäftskollegen.
Das ist natürlich satirisch vom Ansatz, nimmt den ganzen Film-Hype mit der ganzen heißen Luft auf den Arm, wird aber nie bösartig, oder auch nur bissig. Sehr Dialoglastig, aber Cassel und Quinn machen das gut, und es gibt eine schöne Film-im Film-im Film- Auflösung.
Insgesamt nette Unterhaltung.
jogiwan hat geschrieben: solange derartige Filme gedreht werden, ist die Welt noch nicht verloren.
- fritzcarraldo
- Beiträge: 5918
- Registriert: Sa 22. Okt 2016, 22:39
- Wohnort: Bremen
- Kontaktdaten:
Re: Welchen Film habt ihr zuletzt gesehen?
Nowhere
Weird Xperience.
Cinema Ostertor.
OV.
Hatte es endlich mal wieder zu WX geschafft.
In "Nowhere" von Gregg Araki gibt es so einiges zu entdecken. In erster Linie einige der damals kommenden oder schon angesagten Stars dieser Zeit, also der 90er / späten 90er. Der Film bietet dann eher fragmentarisch Szenen der L.A. Teens und Twens inklusive absurder Fantasie Episoden und queeren Anteilen. Ich gebe zu, dies war damals schon nicht "meins" und wird es auch nicht mehr werden. Interessant finde ich den generellen ikonischen Status Arakis dennoch, der ja aktuell sogar einen bekannt besetzten Film ("I want your Sex") am Start hat und dies u.a. sogar mit Charli XCX, die ja momentan einen globalen Superstar Status genießt, eine eigene Doku hat und alle Songs zu WUTHERING HEIGHTS beisteuerte.
Also gibt es viele Verbindungen und Bedeutungen bis heute.
Cinema Ostertor.
OV.
Hatte es endlich mal wieder zu WX geschafft.
In "Nowhere" von Gregg Araki gibt es so einiges zu entdecken. In erster Linie einige der damals kommenden oder schon angesagten Stars dieser Zeit, also der 90er / späten 90er. Der Film bietet dann eher fragmentarisch Szenen der L.A. Teens und Twens inklusive absurder Fantasie Episoden und queeren Anteilen. Ich gebe zu, dies war damals schon nicht "meins" und wird es auch nicht mehr werden. Interessant finde ich den generellen ikonischen Status Arakis dennoch, der ja aktuell sogar einen bekannt besetzten Film ("I want your Sex") am Start hat und dies u.a. sogar mit Charli XCX, die ja momentan einen globalen Superstar Status genießt, eine eigene Doku hat und alle Songs zu WUTHERING HEIGHTS beisteuerte.
Also gibt es viele Verbindungen und Bedeutungen bis heute.
"Das ist nicht möglich!"
"Aber notwendig!"
(Interstellar)
"J&B straight and a Corona!"
(Patrick Bateman, American Psycho)
https://www.latenight-der-fussball-talk.de
"Aber notwendig!"
(Interstellar)
"J&B straight and a Corona!"
(Patrick Bateman, American Psycho)
https://www.latenight-der-fussball-talk.de
- buxtebrawler
- Forum Admin
- Beiträge: 43481
- Registriert: Mo 14. Dez 2009, 23:13
- Wohnort: Wo der Hund mit dem Schwanz bellt.
- Kontaktdaten:
Re: Welchen Film habt ihr zuletzt gesehen?
Radieschen von unten (5/10)
Ein-Mann-Geschmacks-Armee gegen die eingefahrene Italo-Front (4/10 u. 9+)Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.
Diese Filme sind züchisch krank!
- karlAbundzu
- Beiträge: 10431
- Registriert: Fr 2. Nov 2012, 20:28
- Kontaktdaten:
Re: Welchen Film habt ihr zuletzt gesehen?
Nowhere (1997)
OV im Kino
Dark auf der Suche nach der einen Person, er lebt zwar in einer Art offenen Beziehung mit Mel, träumt von Monte, Mel hat was mit Lucifer und Zwillingen. Sex, Drogen, Hedonismus, und das Ende ist nah.
Hedonistisches Lebensgefühl, alle wollen das maximale an Spaß heraus holen, wollen was mit Video machen, viele nehmen Drogen, Sex ist die Ausdrucksweise. Im Grunde folgen wir Dark, der nicht nur von etwas bleibendem träumt, sondern der einzige, der sich über die Außerirdischen wundert, die immer wieder Menschen verschwinden lassen.
Dabei bleibt die Geschichte nicht so nah an ihn dran, verfolgt immer wieder kurz den einen oder die andere. Wir bekommen Fetzen aus deren Leben und deren Einstellung mit, die viel mit dem Ende und Tod zu tun hat.
Das ist wild und sehr bunt gefilmt, sehr artifiziell ausgestattet und passend mit vielen amerikanischen TV-Gesichtern besetzt.
Ich ging die Reise mit, mal amüsiert, mal angeekelt, und ein paar mal auch sehr unangenehm angefasst. Zog mit rein. Funktioniert anders als der Vorgänger Doom Generation, hier alles viel flüchtiger, Tiefe erahnt man nur bei einigen Charakteren. Insofern ein gutes Doppel (der erste Teil der Teen Apocalypse Trilogy , Totaly f***ed up, fehlt mir noch) und ein interessanter Abend.
OV im Kino
Dark auf der Suche nach der einen Person, er lebt zwar in einer Art offenen Beziehung mit Mel, träumt von Monte, Mel hat was mit Lucifer und Zwillingen. Sex, Drogen, Hedonismus, und das Ende ist nah.
Hedonistisches Lebensgefühl, alle wollen das maximale an Spaß heraus holen, wollen was mit Video machen, viele nehmen Drogen, Sex ist die Ausdrucksweise. Im Grunde folgen wir Dark, der nicht nur von etwas bleibendem träumt, sondern der einzige, der sich über die Außerirdischen wundert, die immer wieder Menschen verschwinden lassen.
Dabei bleibt die Geschichte nicht so nah an ihn dran, verfolgt immer wieder kurz den einen oder die andere. Wir bekommen Fetzen aus deren Leben und deren Einstellung mit, die viel mit dem Ende und Tod zu tun hat.
Das ist wild und sehr bunt gefilmt, sehr artifiziell ausgestattet und passend mit vielen amerikanischen TV-Gesichtern besetzt.
Ich ging die Reise mit, mal amüsiert, mal angeekelt, und ein paar mal auch sehr unangenehm angefasst. Zog mit rein. Funktioniert anders als der Vorgänger Doom Generation, hier alles viel flüchtiger, Tiefe erahnt man nur bei einigen Charakteren. Insofern ein gutes Doppel (der erste Teil der Teen Apocalypse Trilogy , Totaly f***ed up, fehlt mir noch) und ein interessanter Abend.
jogiwan hat geschrieben: solange derartige Filme gedreht werden, ist die Welt noch nicht verloren.
Re: Welchen Film habt ihr zuletzt gesehen?
Andy Warhols Dracula – Für mich eine Erstsichtung. Ich hatte den „Dracula“ immer als ernsthafteres, weniger spektakuläres Gegenstück zu „Andy Warhols Frankenstein“ im Kopf. Der Film ist auch deutlich ruhiger – bis auf das komplette Over-the-top-Finale. Aber auch ziemlich lustig. Udo als ausgezerrter, kränklicher Dracula, der eigentlich nur wieder nach Hause will, ist schon eine Schau. Joe Dallessandro als omnipotenter Gärtner mit Klassenkampf-Attitüde nicht unbedingt sympathisch und den Damen gegenüber übergriffig, aber zeigt auch, dass im Sozialismus nicht alles, was zu lachen haben, da das auch so ein toxisches Männerding ist. Irgendwie kriegen hier alle ordentlich was um die Ohren gehauen. Großartig auch Vittorio de Sica als weltfremder Aristokrat, der noch schnell eine Urinprobe des Grafen nach London bringen will und sich für den Klang rumänischer Namen begeistert. Die Damen des Hauses habe eine Menge auszuhalten (durch Stecher Joe und den bissigen Grafen) und ziehen häufig blank. Auch toll Arno Jürging, der hier wieder den Diener geben darf und diesen als faschistischen Mitläufer anlegt. Es gibt auch noch einen schönen Gastauftritt von Roman Polanski und tolle Kameraarbeit und Musik. Hat mir alles sehr gut gefallen und am Ende habe ich nur darauf gewartet, dass Udo zu Joe sagt: „Einigen wir uns auf Unentschieden“. Aber man kann ja nicht alles haben.
Der Trip – Hatte ich vor Jahren schon auf Blu-ray gesehen, konnte mich aber nichts mehr erinnern,. Was auch nicht verwundert, da der Film eigentlich keine wirkliche Handlung hat. Ein Regisseur (Fonda) wurde scheinbar von seiner Ehefrau betrogen, die nun die Scheidung will. Ohne recht zu wissen, was er eigentlich selber will, lässt er sich von seinem Kumpel (Dern) durch einen LSD-Trip führen. Dieser Trip wird dann genutzt, um einige Sets aus Roger-Corman-Filmen zu recyceln und ein wenig mit Farb- und Formspielereien zu experimentieren. Das wirkt alles sehr improvisiert, was aber auch seinen Charme hat und zu tollen Episoden führt, z.B. wenn der Regisseur es sich in einem Nachbarhaus vor dem Fernseher bequem macht. Der Film endet dann auch so abrupt, wie der Trip begonnen hat. Und das ist auch alles okay so. Fonda und Dern hatten im Vorjahr bereits den „Easy Rider“-Vorgänger „Die wilden Engel“ zusammen machen und Ober-„Easy Rider“ und Fonda treffen hier auch schon aufeinander. Vielleicht haben sie da schon ihr Opus Magnum ausgebrütet. Mit oder ohne Drogen. Wahrscheinlich aber eher mit.
Kommissar X – Drei gelbe Katzen – Der gemütlichste Teil der Kommissar-X-Reihe. Das Tempo ist ziemlich rausgenommen, die Übergriffe auf die Frauen seitens Tony Kendell dankenswerterweise auch. Dafür gibt es hübsch exotische Kulissen, ein paar nette Actionszenen mit Brad Harris und Dan Vadis – und das war’s eigentlich schon. Solide Unterhaltung der Sonntagnachmittag-Sorte. Man kann da auch ruhig mal ein wenig Wegdämmern (räusper), ohne dass man viel verpasst. Dass sich Regisseur Rudolf „Jimmi Bondi“ Zehetgruber noch selber eine komplett überflüssige Rolle ins Drehbuch schrieb – Schwamm drüber. Nett.
Rabbits – Dicke Überraschung. Erwartet wurde alberner Trash. Was es gab, war ein ganz klassisches Creature Feature, welches deutliche Anleihen an den Vorgängern aus den 50er Jahren nahm. Sehr prominent besetzt und trotz der etwas seltsam anmutenden Prämisse solide gespielt. Solide auch die Regie. Dass Kaninchen nun einmal nicht zu niedlich sind, um als blutrünstige Monster zu überzeugen – egal. Auch, dass man die süßen Langohren durch eine ganz offensichtliche Modelbaulandschaft hoppeln lässt – ist okay. Das steigert eigentlich nur den Charme dieses wirklich schönen Tierhorrorfilms. Wenn die Kannichen-Aktion zu lahm ist – was ich nicht nachvollziehen könnte – für den gibt es aber auch offensichtliche Menschen in Hasenkostümen, die sich blutig über ihre Opfer her machen. Alles ganz herrlich und von Leuten wie den immer zuverlässigen Rory Calhoun, Janet Leigh, Stuart Whitman und DeForest „Pille“ Kelley ernsthaft vorgetragen. Ich gebe es zu: Ich habe mich ein wenig in den Film verliebt.
Suspiria – Was soll man hier noch schreiben. Zum dritten Mal im Kino bewundern dürfen, das zweite Mal von 35mm. Immer wieder eine Offenbarung, bei der mir auch diesmal wieder neue Details aufgefallen sind Dazu wurde hier der Ton wie im Vorfeld versprochen, auf Anschlag gedreht. Ein Erlebnis – mal wieder.
Roboter der Sterne – Was für ein Quatsch. Perfekt für den Einstieg am sonntäglichen Nachmittag beim Mondo Bizarr Weekender. Der Film ist völlig zu Recht Kult. Und die unfassbare Synchro auch. Neue Lieblingsstelle: „Hast Du was abbekommen?!?“, „Wieso, hat jemand was ausgegeben?“. Klar, das ist alles nicht gut, macht einen höllischen Spaß, wenn man das Herz auf dem rechten Flecken hat. Leider gewann bei mir die Müdigkeit in den letzten fünf Minuten die Oberhand und ich schreckte erst beim Klatschen des Publikums wieder auf. Kann man sich jede Woche anschauen. Auch, weil man bei dem ganzen Blödsinn eine halbe Stunde nach dem Film schon wieder vergessenen hat, worum es geht. Ach ja, darum sie „fettich“ zu machen. Großer Spaß!
Hammerhead – Eine schöne Überraschung. Im Zuge der Welle von Bond-Filmen entstanden, ist das hier sowohl bondmäßig (Bösewicht mit Gespielin, Bande und Yacht), andererseits ganz un-bondmäßig (Bösewicht packt mit an, Held ist nicht unbesiegbar, es geht nicht primär um Weltherrschaft). Dass der Held Agent ist, kommt auch erst relativ spät raus. Bis dahin könnte er tatsächlich auch Kunsthändler, Trickdieb oder ähnliches sein, der zufällig in die ganze Chose reinrutscht. Das macht den etwas blassen, aber gerade deshalb perfekt in die Rolle passenden, Vince Edwards sympathisch. Judy Geeson gibt eine selbstbewusste, ja vielleicht auch etwas nervige, aber auch süße, Co-Heldin. Abgeschmeckt wird das Ganze mit schönen Kulissen, Witz und Swinging-London-Kolorit. Hat mir sehr gut gefallen.
Spezialkommando Feuervogel – Holla, die Waldfee! Was für ein wildes Spektakel! Vom Oben-ohne-Tennis in Zeitlupe, zu Prügeleien im bewährten Bruce-Le(e)-Stil, zahlreiche Unfassbarkeiten, Kamera mal eben einfach da aufgestellt, wo Promis vorbeilaufen, hin zu dem unfassbaren Schnauzer und Brusthaaren (in denen auch verzückt gekrault wird) von Richard Harrison. Auch dabei: Brad Harris, der scheinbar die die ganze Zeit zwischen Kommissar X und diesem Film hier in der Muckie—Bude war. Muss man alles gesehen haben, um es zu glauben. Und schnell das Hirn ausschalten, bevor man sich fragt, weshalb z.B. der Vietcong-Agent ständig seine eigenen Leute umbringt. In großer Runde und am Ende eines wochenendlichen Filmmarathons genau die richtige Medizin.
Akelarre – Im 17. Jahrhundert im spanischen Baskenland. Der Herr über das Dorf ruft den Inquisitor, auch um seine Macht zu festigen. Denn im Dorf werden durchaus alte Traditionen ausgelebt, die nicht mehr der Kirche im Einklang stehen. Hier gibt es starke Frauen, die diese vorchristlichen Traditionen pflegen. Natürlich nutzen auch Dorfbewohner die Inquisition, um Leute, die ihnen eh nie ganz geheuer waren, zu denunzieren. Darunter die junge Garazi und die alte Amunia. Beide treten stark und selbstbewusst auf, werden aber von der Inquisition gebrochen. Den Chef-Inquisitor gibt José Luis López Vázquez, den man aus dem tollen Kurzfilm „La Cabina“ kennt. Und er spielt den Inquisitor wahrhaft beängstigend. Da sitzt jede kleine Nuance. Gedreht wurde an den Plätzen, wo im 17. Jahrhundert tatsächlich Hexenprozesse stattfanden. Das alles ist sehr realistisch und nüchtern gehalten, und das setzt einem dann doch mehr zu als die Witchploitator der frühen 70er. Gerade in den Szenen, in denen der Wille der Garazi schließlich gebrochen wird. Das Herz ist klar auf der Seite derjenigen, die einfach ihre alten Traditionen ausleben oder mit Kräuterkunde anderen helfen. Die „Bösen“ sind einfach eiskalt berechnend oder durch ihren „Glauben“ komplett blind. Oder sie erhoffen sich Vorteile. Das hat alles einen sehr unangenehm aktuellen Geschmack. Guter Film. Weniger Spektakel mehr Drama,
Nowhere – Gregg Arkins Abschluss seiner Teenage-Apocalypse-Trilogy. Der Mittelteil „The Doom Generation” hatte mich ja schon ziemlich umgehauen, als wir ihn vor zwei Jahren bei Weird Xperience gezeigt haben. „Nowhere“ ist nicht ganz so düster, sondern wird von Arakin auch als seine Komödie bezeichnet. Nun, darauf sollte man sich aber nicht verlassen. Auch hier baut er aus dem Nichts kommend einige sehr harte und bittere Momente ein, die einen dann wirklich schockieren. „Nowhere“ ist auch nicht so gradlinig wie „Doom Generation“, zersplittert der Film doch in dutzende Nebenplots, sodass immer wieder nach wenigen Minuten zu einem anderen faden der Erzählung gesprungen wird. Die aber dann doch auch alle zusammengehören und ein großes Bild von Teenage-Angst, Isolation, Vereinsamung in der Masse und die Suche nach Liebe in einer feindseligen Welt, die man nicht versteht. Und dann ist da auch dieses nicht genau wissen, wer man ist, was man will und wie man es bekommt. Dieses irgendwie ziellose Gleiten als Teenie kenne ich irgendwie, auch wenn nicht in diesen Zusammenhängen. Vielleicht hat mich der Film deshalb auch erreicht. Durch die Figur des Dark wird das ja auch geankert. James Duvall ist – wie schon in „Doom Generation“ das Herz des Filmes, und ich mag ihn da total. Dazu die Musik, der ganze Look, die Figuren, surrealen Ereignisse, die Schocks, dieses „EINMAL ALLES ALLES“, was ja auch für die 90er kennzeichnend war. Je mehr ich jetzt drüber nachdenke, umso mehr bekomme ich Lust, mir den Film noch einmal anzusehen. Ach ja, Abschlussbemerkung: Christina Applegate ist eine echt tolle Schauspielerin. Schade, dass sie vor allem nur als „Dumpfbacke“ aus „Eine schrecklich nette Familie“ in Erinnerung geblieben ist.
Der Trip – Hatte ich vor Jahren schon auf Blu-ray gesehen, konnte mich aber nichts mehr erinnern,. Was auch nicht verwundert, da der Film eigentlich keine wirkliche Handlung hat. Ein Regisseur (Fonda) wurde scheinbar von seiner Ehefrau betrogen, die nun die Scheidung will. Ohne recht zu wissen, was er eigentlich selber will, lässt er sich von seinem Kumpel (Dern) durch einen LSD-Trip führen. Dieser Trip wird dann genutzt, um einige Sets aus Roger-Corman-Filmen zu recyceln und ein wenig mit Farb- und Formspielereien zu experimentieren. Das wirkt alles sehr improvisiert, was aber auch seinen Charme hat und zu tollen Episoden führt, z.B. wenn der Regisseur es sich in einem Nachbarhaus vor dem Fernseher bequem macht. Der Film endet dann auch so abrupt, wie der Trip begonnen hat. Und das ist auch alles okay so. Fonda und Dern hatten im Vorjahr bereits den „Easy Rider“-Vorgänger „Die wilden Engel“ zusammen machen und Ober-„Easy Rider“ und Fonda treffen hier auch schon aufeinander. Vielleicht haben sie da schon ihr Opus Magnum ausgebrütet. Mit oder ohne Drogen. Wahrscheinlich aber eher mit.
Kommissar X – Drei gelbe Katzen – Der gemütlichste Teil der Kommissar-X-Reihe. Das Tempo ist ziemlich rausgenommen, die Übergriffe auf die Frauen seitens Tony Kendell dankenswerterweise auch. Dafür gibt es hübsch exotische Kulissen, ein paar nette Actionszenen mit Brad Harris und Dan Vadis – und das war’s eigentlich schon. Solide Unterhaltung der Sonntagnachmittag-Sorte. Man kann da auch ruhig mal ein wenig Wegdämmern (räusper), ohne dass man viel verpasst. Dass sich Regisseur Rudolf „Jimmi Bondi“ Zehetgruber noch selber eine komplett überflüssige Rolle ins Drehbuch schrieb – Schwamm drüber. Nett.
Rabbits – Dicke Überraschung. Erwartet wurde alberner Trash. Was es gab, war ein ganz klassisches Creature Feature, welches deutliche Anleihen an den Vorgängern aus den 50er Jahren nahm. Sehr prominent besetzt und trotz der etwas seltsam anmutenden Prämisse solide gespielt. Solide auch die Regie. Dass Kaninchen nun einmal nicht zu niedlich sind, um als blutrünstige Monster zu überzeugen – egal. Auch, dass man die süßen Langohren durch eine ganz offensichtliche Modelbaulandschaft hoppeln lässt – ist okay. Das steigert eigentlich nur den Charme dieses wirklich schönen Tierhorrorfilms. Wenn die Kannichen-Aktion zu lahm ist – was ich nicht nachvollziehen könnte – für den gibt es aber auch offensichtliche Menschen in Hasenkostümen, die sich blutig über ihre Opfer her machen. Alles ganz herrlich und von Leuten wie den immer zuverlässigen Rory Calhoun, Janet Leigh, Stuart Whitman und DeForest „Pille“ Kelley ernsthaft vorgetragen. Ich gebe es zu: Ich habe mich ein wenig in den Film verliebt.
Suspiria – Was soll man hier noch schreiben. Zum dritten Mal im Kino bewundern dürfen, das zweite Mal von 35mm. Immer wieder eine Offenbarung, bei der mir auch diesmal wieder neue Details aufgefallen sind Dazu wurde hier der Ton wie im Vorfeld versprochen, auf Anschlag gedreht. Ein Erlebnis – mal wieder.
Roboter der Sterne – Was für ein Quatsch. Perfekt für den Einstieg am sonntäglichen Nachmittag beim Mondo Bizarr Weekender. Der Film ist völlig zu Recht Kult. Und die unfassbare Synchro auch. Neue Lieblingsstelle: „Hast Du was abbekommen?!?“, „Wieso, hat jemand was ausgegeben?“. Klar, das ist alles nicht gut, macht einen höllischen Spaß, wenn man das Herz auf dem rechten Flecken hat. Leider gewann bei mir die Müdigkeit in den letzten fünf Minuten die Oberhand und ich schreckte erst beim Klatschen des Publikums wieder auf. Kann man sich jede Woche anschauen. Auch, weil man bei dem ganzen Blödsinn eine halbe Stunde nach dem Film schon wieder vergessenen hat, worum es geht. Ach ja, darum sie „fettich“ zu machen. Großer Spaß!
Hammerhead – Eine schöne Überraschung. Im Zuge der Welle von Bond-Filmen entstanden, ist das hier sowohl bondmäßig (Bösewicht mit Gespielin, Bande und Yacht), andererseits ganz un-bondmäßig (Bösewicht packt mit an, Held ist nicht unbesiegbar, es geht nicht primär um Weltherrschaft). Dass der Held Agent ist, kommt auch erst relativ spät raus. Bis dahin könnte er tatsächlich auch Kunsthändler, Trickdieb oder ähnliches sein, der zufällig in die ganze Chose reinrutscht. Das macht den etwas blassen, aber gerade deshalb perfekt in die Rolle passenden, Vince Edwards sympathisch. Judy Geeson gibt eine selbstbewusste, ja vielleicht auch etwas nervige, aber auch süße, Co-Heldin. Abgeschmeckt wird das Ganze mit schönen Kulissen, Witz und Swinging-London-Kolorit. Hat mir sehr gut gefallen.
Spezialkommando Feuervogel – Holla, die Waldfee! Was für ein wildes Spektakel! Vom Oben-ohne-Tennis in Zeitlupe, zu Prügeleien im bewährten Bruce-Le(e)-Stil, zahlreiche Unfassbarkeiten, Kamera mal eben einfach da aufgestellt, wo Promis vorbeilaufen, hin zu dem unfassbaren Schnauzer und Brusthaaren (in denen auch verzückt gekrault wird) von Richard Harrison. Auch dabei: Brad Harris, der scheinbar die die ganze Zeit zwischen Kommissar X und diesem Film hier in der Muckie—Bude war. Muss man alles gesehen haben, um es zu glauben. Und schnell das Hirn ausschalten, bevor man sich fragt, weshalb z.B. der Vietcong-Agent ständig seine eigenen Leute umbringt. In großer Runde und am Ende eines wochenendlichen Filmmarathons genau die richtige Medizin.
Akelarre – Im 17. Jahrhundert im spanischen Baskenland. Der Herr über das Dorf ruft den Inquisitor, auch um seine Macht zu festigen. Denn im Dorf werden durchaus alte Traditionen ausgelebt, die nicht mehr der Kirche im Einklang stehen. Hier gibt es starke Frauen, die diese vorchristlichen Traditionen pflegen. Natürlich nutzen auch Dorfbewohner die Inquisition, um Leute, die ihnen eh nie ganz geheuer waren, zu denunzieren. Darunter die junge Garazi und die alte Amunia. Beide treten stark und selbstbewusst auf, werden aber von der Inquisition gebrochen. Den Chef-Inquisitor gibt José Luis López Vázquez, den man aus dem tollen Kurzfilm „La Cabina“ kennt. Und er spielt den Inquisitor wahrhaft beängstigend. Da sitzt jede kleine Nuance. Gedreht wurde an den Plätzen, wo im 17. Jahrhundert tatsächlich Hexenprozesse stattfanden. Das alles ist sehr realistisch und nüchtern gehalten, und das setzt einem dann doch mehr zu als die Witchploitator der frühen 70er. Gerade in den Szenen, in denen der Wille der Garazi schließlich gebrochen wird. Das Herz ist klar auf der Seite derjenigen, die einfach ihre alten Traditionen ausleben oder mit Kräuterkunde anderen helfen. Die „Bösen“ sind einfach eiskalt berechnend oder durch ihren „Glauben“ komplett blind. Oder sie erhoffen sich Vorteile. Das hat alles einen sehr unangenehm aktuellen Geschmack. Guter Film. Weniger Spektakel mehr Drama,
Nowhere – Gregg Arkins Abschluss seiner Teenage-Apocalypse-Trilogy. Der Mittelteil „The Doom Generation” hatte mich ja schon ziemlich umgehauen, als wir ihn vor zwei Jahren bei Weird Xperience gezeigt haben. „Nowhere“ ist nicht ganz so düster, sondern wird von Arakin auch als seine Komödie bezeichnet. Nun, darauf sollte man sich aber nicht verlassen. Auch hier baut er aus dem Nichts kommend einige sehr harte und bittere Momente ein, die einen dann wirklich schockieren. „Nowhere“ ist auch nicht so gradlinig wie „Doom Generation“, zersplittert der Film doch in dutzende Nebenplots, sodass immer wieder nach wenigen Minuten zu einem anderen faden der Erzählung gesprungen wird. Die aber dann doch auch alle zusammengehören und ein großes Bild von Teenage-Angst, Isolation, Vereinsamung in der Masse und die Suche nach Liebe in einer feindseligen Welt, die man nicht versteht. Und dann ist da auch dieses nicht genau wissen, wer man ist, was man will und wie man es bekommt. Dieses irgendwie ziellose Gleiten als Teenie kenne ich irgendwie, auch wenn nicht in diesen Zusammenhängen. Vielleicht hat mich der Film deshalb auch erreicht. Durch die Figur des Dark wird das ja auch geankert. James Duvall ist – wie schon in „Doom Generation“ das Herz des Filmes, und ich mag ihn da total. Dazu die Musik, der ganze Look, die Figuren, surrealen Ereignisse, die Schocks, dieses „EINMAL ALLES ALLES“, was ja auch für die 90er kennzeichnend war. Je mehr ich jetzt drüber nachdenke, umso mehr bekomme ich Lust, mir den Film noch einmal anzusehen. Ach ja, Abschlussbemerkung: Christina Applegate ist eine echt tolle Schauspielerin. Schade, dass sie vor allem nur als „Dumpfbacke“ aus „Eine schrecklich nette Familie“ in Erinnerung geblieben ist.
Früher war mehr Lametta
***************************************************************************************
Filmforum Bremen
Weird Xperience
***************************************************************************************
Filmforum Bremen
Weird Xperience
- Dick Cockboner
- Beiträge: 3822
- Registriert: Sa 30. Mai 2015, 18:30
- Wohnort: Downtown Uranus
Re: Welchen Film habt ihr zuletzt gesehen?
Ulta Force - Teil 2 aka "In the Line of Duty 2"
Gestern gesehen. Keine Ahnung, ob der hier schon eingetragen ist, denn mit den Filmtiteln aus HK ist das ja zuweilen eine etwas komplizierte Angelegenheit.
Ich war begeistert! Toll!
Neben der fantastischen Michelle Yeoh agiert hierbei, laut OFDb in ihrer ersten Rolle, die ebenfalls sehr sympathische Cynthia Rothrock.
Die Story ist völlig in Ordnung, die Fights wirklich sensationell und ich war komplett geflasht. Ich will mehr davon! Jetzt! Tipp!
Gestern gesehen. Keine Ahnung, ob der hier schon eingetragen ist, denn mit den Filmtiteln aus HK ist das ja zuweilen eine etwas komplizierte Angelegenheit.
Ich war begeistert! Toll!
Neben der fantastischen Michelle Yeoh agiert hierbei, laut OFDb in ihrer ersten Rolle, die ebenfalls sehr sympathische Cynthia Rothrock.
Die Story ist völlig in Ordnung, die Fights wirklich sensationell und ich war komplett geflasht. Ich will mehr davon! Jetzt! Tipp!
“It’s hard to see things when you’re too close. Take a step back and look.”
Bob Ross
Bob Ross