Un gioco per Eveline - Marcello Avallone (1972)

Bava, Argento, Martino & Co.: Schwarze Handschuhe, Skalpelle & Thrills

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Nello Pazzafini
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Un gioco per Eveline - Marcello Avallone (1972)

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Un gioco per Eveline

aka

A Game for Eveline

I 1972

R: Marcello Avallone

D: Erna Schürer, Adriana Bogdan, Wolfgang Hillinger, Marco Guglielmi, Rita Calderoni

M: Marcello Giombini

Nathalie (Erna Schürer) und ihr Freund Pierre (Wolfgang Hillinger) rasen auf einer Küstenstraße entlang und bauen einen Unfall wobei sie fast über die Klippen stürzen. Gleich bei ihrer Unfallstelle ist ein Toreingang zu einem Grundstück und die beiden suchen um Hilfe an.
In dem Anwesen ist das Paar Phillipe (Marco Guglielmi) und Minou (Adriana Bogdan) zu Hause wovon sich Philipe sehr freundlich und entgegenkommend verhält, Minou dafür aber relativ seltsam. Nachdem Pierre in der ersten Nacht eine Kinderstimme vernimmt und eine Puppe bemerkt, Nathalie aber nicht, berichtet er davon am nächsten Morgen den Gastgebern.
Die beklagen den Tod ihrer Tochter, Phillipe spricht von einem Geist dieser, Minou meint aber im Verlauf der Geschichte, das sie glaubt das diese noch lebt und ihr vorenthalten wird. Alles etwas undurchsichtig und es geschehen weitere seltsame Dinge…..

Stimmiger, kleiner Film der auf Korsika spielt und nicht aus Italien raus kam - dadurch blieb das Werk leider völlig unbekannt. Marcello Avallones zweiter Film als Regisseur, er war davor Assistent für u.a. Riccardo Freda, macht hier eigentlich alles richtig. Schöne Villa, stimmige Bilder, mysteriöse Geschichte und interessanter Cast sowie ein feiner Score von Marcello Giombini. Grob kann man das Werk zu den Giallos zählen obwohl er eigentlich keiner ist. Handschuh Killer gibts hier natürlich keinen und wie sich die Geschichte entwickelt will ich hier nicht verraten. Für Freunde des italienischen Thrillers definitiv zu empfehlen. Ich bin mir sicher das der Film in einer guten Bildqualität, meine Kopie ist ok aber schwach in Farben und Schärfe, sicher noch besser wirkt.
Erwähnen will ich hier noch Wolfgang Hillinger welcher aus München stammt. In Italien eher ein Fotoromanzi „Star“ schaffte er nie so wirklich eine Karriere beim Film. Kleine Auftritte und Cameos (teils ohne Credit) bei namhaften Filmen zwar, Modesty Blaze, Das 10. Opfer, Der Chef schickt seinen besten Mann, ja sogar Diabolik, Die Verdammten und Fellinis Satyricon, startet seine Karriere als Schauspieler dann leider doch nicht. Wer weiß, welches Schicksal seinen Weg bestimmt hat, schade um den Feschak allemal.
Bild

"Ein Grab im K-Gebiet wünscht dir Dein Ugo"
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