Klammer - Chasing the Line - Andreas Schmied (2021)

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jogiwan
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Klammer - Chasing the Line - Andreas Schmied (2021)

Beitrag von jogiwan »

Klammer - Chasing the Line

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01.jpg (33.26 KiB) 67 mal betrachtet
Originaltitel: Klammer

Herstellungsland: Österreich / 2021

Regie: Andreas Schmied

DarstellerInnen: Julian Waldner, Valerie Huber, Wolfgang Oliver, Harry Lampl

Story:

Im Jahr 1976 ist der Abfahrer Franz Klammer ganz klar der große Medaillen-Favorit für die olympischen Winterspiele, die in Innsbruck ausgetragen werden. Das ganze Land ist im Ausnahmezustand und der Sportler und sein Umfeld in dieser Woche auch sehr stark unter Druck. Franz versucht dem ganzen Trubel gelassen gegenüber zu stehen, was aber nicht so wirklich funktioniert. Halt geben ihm neben seinen Team-Kollegen und seiner Familie aber auch seine neue Freundin Eva, die in Wien studiert und ihn aus der Ferne unterstützt. Als die Trainingszeiten, die Wetterbedingungen und auch die Startnummervergabe nicht so wirklich passen und auch sein Ausstatter möchte, dass Franz werbewirksam mit einem neuen Schi zu Olympia antritt ziehen kurzfristig dunkle Wolken am Sportlerhimmel auf, ehe diese am wichtigsten Tag seiner Karriere mit einer Spitzenzeit von 1:45,73 und der olympischen Goldmedaille wieder vom Firmament gefegt werden und der bescheidene Abfahrer österreichische Sportgeschichte schreibt.
it´s fun to stay at the YMCA!!!



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jogiwan
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Re: Klammer - Chasing the Line - Andreas Schmied (2021)

Beitrag von jogiwan »

Biopics boomen ja derzeit und offensichtlich ist das Interesse der Zuschauer an dieser Art von Biografien mit viel Zeit- und Lokalkolorit ungebrochen. Ich hätte mir „Klammer“ vermutlich nicht angesehen, da ich mich ja nicht wirklich für Schifahren interessieren und die Ereignisse im Jahr 1976 auch nicht selber mitbekommen habe. Das Publikum im Kinosaal war auch eher mit fortgeschrittenem Alter und der Film selbst entpuppte sich als sympathische Zeitreise in die Siebziger mit der Extraportion Retro-Flair. „Klammer“ zeigt die Ereignisse in der Olympiawoche 1976 und präsentieren den Sportler als bescheidenen Charakter, der dem Druck nicht ganz gewachsen scheint und dennoch die Nerven behält. Statt Spannung und dynamischen Sport-Sequenzen ist der Streifen aber überraschend oldskoolig und fast schon etwas sentimental. Dennoch hat „Klammer“ das Herz auf der richtigen Stelle und auch wenn es manche Ereignisse und Figuren etwas überzeichnet wirken, bleibt alles sympathisch und herzlich. Besondere Mühe hat man sich neben dem Soundtrack auch bei der Ausstattung gegeben und der Streifen ist mit jeder Sekunde so Siebziger, dass man irgendwie permanent schmunzeln muss. Ein Sportlerfilm als Feelgood-Movie und wenn der Franzl am Ende mit der Olympia-Goldmedaille belohnt wird, hat man nach 100 Minuten Vintage-Flair auch die Bestimmtheit, dass er diese auch verdient hat.
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