All the Boys Love Mandy Lane - Jonathan Levine

Moderator: jogiwan

Antworten
Benutzeravatar
horror1966
Beiträge: 5596
Registriert: Mo 7. Jun 2010, 01:46
Wohnort: Hildesheim

All the Boys Love Mandy Lane - Jonathan Levine

Beitrag von horror1966 »

Bild




All the Boys Love Mandy Lane
(All the Boys Love Mandy Lane)
mit Amber Heard, Anson Mount, Whitney Able, Michael Welch, Edwin Hodge, Aaron Himelstein, Luke Grimes, Melissa Price, Adam Powell, Peyton Hayslip, Brooke Bloom, Robert Earl Keen
Regie : Jonathan Levine
Drehbuch : Jacob Forman
Kamera : Darren Genet
Musik : Mark Schulz
Keine Jugendfreigabe
USA / 2006

Mandy Lane: So süß, so attraktiv, so sympathisch – nicht eine Sekunde kommen Zweifel auf. Und jeder Junge aus der Highschool hat irgendwann schon von ihr geträumt, wenn sie auftaucht spielen alle verrückt. Als sich das It-Girl zu einem Ausflug aufs Land überreden lässt, denken Red und seine Kumpels den Jackpot geknackt zu haben. Nur leider gibt es einen Psycho-Killer unter ihnen, der nicht bereit ist Mandy Lane mit anderen zu teilen. Let the games begin…


Zuerst einmal sollte man wirklich anmerken, das Amber Heard in der Rolle der Mandy Lane wohl wirklich so ziemlich das Heißeste ist, was in der letzten Zeit über den heimischen Bildschirm gelaufen ist. Die Frau hat eine Ausstrahlung, die allein schon ausreichend ist, um das Interesse des Betrachters zu wecken. Gerade die Tatsache, das sie unnahbar und eher schüchtern wirkt, kommt sehr gut zum Ausdruck und man kann sich gut vorstellen, das die Jungs nach ihr verrückt sind. So ist es dann auch, jeder will sie haben, aber es scheint sie keiner zu bekommen.

Regisseur Jonathan Levine hat in der ersten Filmhälfte eine vielleicht etwas zu langsame Erzählweise gewählt, denn diese Zeitspanne zieht sich doch etwas in die Länge, bevor eigentlich wirklich etwas passiert. Ich möchte nicht behaupten, das der Film in dieser zeit langweilig ist, aber man hat nicht unbedingt das Gefühl, das man einen Horrorfilm sieht. Dieser Zustand ändert sich dann aber doch ziemlich schlagartig und man bekommt auch auf einmal eine vollkommen andere Atmosphäre präsentiert. Was in den ersten 30-45 Minuten noch eher an einen eher belanglosen Teenie-Film erinnerte, der eine Party-Stimmung verbreitet hat, wird schlagartig und urplötzlich zu einem Horror-Thriller, der sich durch eine sehr dichte und vor allem bedrohliche Atmosphäre auszeichnet. Nichts ist mehr zu spüren von der losgelösten Stimmung, viel eher geht auf einmal die pure Angst um.

Gerade dieser fast ansatzlose Übergang ist es, der meiner Meinung nach diesen Film auszeichnet, die Spannungsschraube wird innerhalb kürzester Zeit mit einem Ruck festgezogen, so das man kaum eine Chance hatte, sich als Betrachter darauf einzustellen. Man wird aus einer ziemlich gelösten Sichtweise der Geschichte mit ungeheurer Wucht in ein Horror-Szenario gedrängt, dass durchaus überzeugend in Szene gesetzt wurde. Vergessen ist der erste, etwas lockere Teil des Films, von nun an herrscht eine beklemmende Stimmung, die jedenfalls auf mich übergesprungen ist und mich nicht mehr losgelassen hat.

Auch der Härtegrad steigt rasant an, ohne das der Film dabei unnötig hart wirkt. Die vorhandenen Effekte sind nicht übermäßig vorhanden, besitzen aber eine gute Qualität und sind teilweise ziemlich hart ausgefallen. Ich finde, hier wurde genau die richtige Mischung gefunden, was ja in vielen Filmen nicht immer der Fall ist. Und dann ist da noch das doch überraschende Ende, das man nicht unbedingt vorhersehen konnte, jedenfalls habe ich nicht unbedingt Anhaltspunkte für diesen Schluss des Films gesehen. Dennoch ist er passend gewählt und im nachhinein hätte man es durchaus erahnen können, vielleicht wollte ich es auch nur nicht wahrhaben.

So kann man zu dem Fazit kommen, das hier ein guter Horrorfilm entstanden ist, der zwar keineswegs perfekt ist und auch nicht besonders innovativ. Aber man wird mit einem Wechselbad der Gefühle konfrontiert, das sehr gut inszeniert wurde und zu überraschen weiß. Horror-Fans dürften hier auf ihre Kosten kommen und allein schon Amber Heard ist es wert, das man sich dieses Werk wenigstens einmal ansieht.


7/10
Big Brother is watching you
untot
Beiträge: 6906
Registriert: Do 16. Sep 2010, 16:53

Re: All the Boys Love Mandy Lane - Jonathan Levine

Beitrag von untot »

Mir war der einfach zu mainstreamig, für einmaligen Gebrauch, ex und hopp, das wars, was bleibt is nothing!
Bild
purgatorio
Beiträge: 15641
Registriert: Mo 25. Apr 2011, 19:35
Wohnort: Dresden

Re: All the Boys Love Mandy Lane - Jonathan Levine

Beitrag von purgatorio »

der ursprünglich angekündigte oldschool-Streifen ist es leider nicht geworden (ein kecker Soundtrack reicht da nicht!) - und zur Mitte hin gibt's so massive Längen, dass der Film selbst bei der Erstsichtung kaum Spannung, dafür aber hohes Einschlafpotenzial bereithält. Ich kann mich aber dunkel an eins-zwei blutige Szenen erinnern, die mir ein Lächeln abringen konnten
Im Prinzip funktioniere ich wie ein Gremlin:
- nicht nach Mitternacht füttern
- kein Wasser
- kein Sonnenlicht
Benutzeravatar
Santini
Beiträge: 5634
Registriert: Do 26. Nov 2009, 16:48

Re: All the Boys Love Mandy Lane - Jonathan Levine

Beitrag von Santini »

"Es wurde aber auch höchste Zeit. Nach all den postmodernen SCREAM-Übungen, dem reanimierten 70er-Horror, dem Abtauchen in die Untiefen des Torture Porns. Nun ist er wieder da: der lupenreine Slasherfilm, wie er in den achtziger Jahren unzählige Kinoabende versüßte. Dabei ist Jonathan Levine nicht nur ein knochentrockener, effektiver und saumäßig spannender Schocker gelungen. Sein ALL THE BOYS LOVE MANDY LANE ist obendrein auch noch ein unbedingt überzeugender, sehr moderner und erstklassig inszenierter Teenagerfilm, mit Figuren so witzig und frech, wie es Jugendliche nun einmal sind. Und mittendrin Mandy Lane: so süß, so attraktiv, so herzensgut und sympathisch - nicht eine Sekunde kommt Zweifel auf, dass irgendein Junge nicht immer schon von ihr geträumt haben könnte."

Auf irgend einer DVD hatte ich mal den Trailer gesehen, und mir daher den Film zugelegt.

[center][BBvideo 425,350][/BBvideo][/center]

Zur Handlung: Eine Gruppe von Teenagern, jeder geplagt von seinem Hormonhaushalt (Ausnahme: Mandy Lane ;)) , verbringt ein Wochenende zusammen auf einer einsamen, abgelegenen Ranch. Es dauert nicht lange, und die Gruppe wird einer nach dem anderen dezimiert...

All the Boys Love Mandy Lane zeigt sich in der ersten Hälfte als eine Art "Teenager-Film" mit einigen durchaus interessanten Ansätzen. Dann wechselt der Film über in das Horror-Thriller- / Slasher-Genre.

Neben interessanten Ansätzen bietet All the Boys Love Mandy Lane aber auch manch Länge, bereits tausendfach Gesehenes, und insbesondere dieses ganze "Teenie-Gequatsche" war dieses mal für mich eine kleine Geduldsprobe.

Ja: Die Plotwendung zum Ende hin mag alles andere als 08/15 sein, hängt gar einen Augenblick im Gedächtnis
nach, rettet den Film aber m. M. nach nicht vor der Durchschnittlichkeit.
Bild
Benutzeravatar
buxtebrawler
Forum Admin
Beiträge: 40949
Registriert: Mo 14. Dez 2009, 23:13
Wohnort: Wo der Hund mit dem Schwanz bellt.
Kontaktdaten:

Re: All the Boys Love Mandy Lane - Jonathan Levine

Beitrag von buxtebrawler »

Ist mutmaßlich am 20.12.2019 bei Infinity Pictures noch einmal als Blu-ray/DVD-Kombination in verschiedenen Mediabooks erschienen:

Bild
Cover A, limitiert auf 333 Exemplare

Bild
Cover B, limitiert auf 222 Exemplare

Extras:
12-Seitiges Booklet von Thomas Trierweiler
Trailer
Interview mit Amber Heard
Titelsong
Filmtips

Quelle: OFDb-Shop
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.
Ein-Mann-Geschmacks-Armee gegen die eingefahrene Italo-Front (4/10 u. 9+)
Diese Filme sind züchisch krank!
Antworten