Crawl - Alexandre Aja (2019)

Moderator: jogiwan

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jogiwan
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Crawl - Alexandre Aja (2019)

Beitrag von jogiwan »

Crawl

Bild

Originaltitel: Crawl

Herstellungsland: USA, Frankreich, Serbien / 2019

Regie: Alexandre Aja

Darsteller: Kaya Scodelario, Barry Pepper, Morfydd Clark, Ross Anderson

Story:

Vater, Tochter, Sturm, Alligatoren!
it´s fun to stay at the YMCA!!!



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jogiwan
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Re: Crawl - Alexandre Aja (2019)

Beitrag von jogiwan »

Anscheinend macht der Streifen großen Spaß und ist wohl ein B-Movie für große Kinder. Ab heute im Kino!

:arrow: https://orf.at/stories/3134198/
it´s fun to stay at the YMCA!!!



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Blap
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Re: Crawl - Alexandre Aja (2019)

Beitrag von Blap »

Der Trailer sieht gut aus!
Das Blap™ behandelt Filme wie Frauen
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jogiwan
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Re: Crawl - Alexandre Aja (2019)

Beitrag von jogiwan »

Entgegen jeglicher Vernunft und allen Warnungen der örtlichen Polizei macht sich die junge Studentin Haley während der höchsten Hurrikan-Warnstufe in Florida auf die Suche nach ihrem Vater, den sie telefonisch seit längerer Zeit nicht mehr erreicht hat. Wenig später findet sie diesen auch schwer verletzt im Keller ihres Elternhauses, während die Stadt in der sich das Gebäude befindet bereits zur Gänze evakuiert wurde. Doch Haley und ihr Vater sind nicht alleine in dem Keller, da aus einer nahen Alligator-Farm riesige Tiere im Sturm entkommen sind, die nun auch die Gegend unsicher machen. Während Haley versucht Hilfe zu holen und das Wasser auf bedrohliche Weise immer weiter steigt, entpuppt sich auch der Keller als Todesfalle, aus dem es scheinbar kein Entrinnen gibt.

Hmm… auf „Crawl“ hatte ich mich ja eigentlich aufgrund der ganzen Lobeshymnen im Vorfeld ja schon gefreut. Leider entpuppt sich Alexandre Ajas Streifen aber als die übliche Mischung aus Tierhorror und Katastrophenfilm mit einer Prise Familiendrama, der zwar technisch ansprechend gemacht ist, aber ansonsten nicht aus der Masse vergleichbarer Filme herausragt. Die Figuren sind oberflächlich gezeichnet, das Szenario ziemlich übertrieben und auch sonst ist „Crawl“ leider immer nur sehr, sehr durchschnittlich. Da hilft es auch wenig, dass der Film sehr temporeich und die Angriffe der Alligatoren wirklich sehr gut getrickst sind. Das ganze Drumherum ist irgendwie mau und so schnell wie „Crawl“ mit seinen 84 Minuten geguckt ist, so schnell ist er wohl auch wieder vergessen. Zwar geht Tierhorror irgendwie immer, aber etwas mehr Innovation und Originalität hätte ich mir vom Regisseur von „High Tension“ dann irgendwie doch erwartet.
it´s fun to stay at the YMCA!!!



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purgatorio
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Re: Crawl - Alexandre Aja (2019)

Beitrag von purgatorio »

Ist ja witzig! Den habe ich gestern auch laufen gehabt.

Der Film guckt sich zwar gut weg, ist aber insgesamt wenig überzeugend. Irgendwie belanglos. Hat man ihn nicht gesehen, hat man nichts verpasst. Sieht man ihn doch, gibt es keinerlei Zugewinn. Man hat eben nur ein paar mehr oder weniger gut getrickste CGI-Alligatoren gesehen. Spannung kommt zwar hier und da ordentlich auf, deftig und blutig wird es auch, im Großen und Ganzen ist es aber eben auch nur viel Ignoranz und Dummheit, die in einen Keller voller Alligatoren führt, in dem das Wasser steigt, Hilfe ausbleibt und zur Selbsthilfe animiert und letztlich alles nach Plan und Schema verläuft. Ich war, als mit der Aufblende des Abspanns plötzlich "see you later, Alligator" ertönte, sogar kurz enttäuscht. Immerhin biss sich (hahaha) dieser Wortwitz doch recht derb mit dem zuvor etablierten (und unnötigen) Ernst. Kein Muss, nur Mittelmaß!
Im Prinzip funktioniere ich wie ein Gremlin:
- nicht nach Mitternacht füttern
- kein Wasser
- kein Sonnenlicht
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jogiwan
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Re: Crawl - Alexandre Aja (2019)

Beitrag von jogiwan »

purgatorio hat geschrieben:Ist ja witzig! Den habe ich gestern auch laufen gehabt.
purgatorio hat geschrieben:Kein Muss, nur Mittelmaß!
Purgschi, mein Seelenverwandter! :knutsch:
it´s fun to stay at the YMCA!!!



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karlAbundzu
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Re: Crawl - Alexandre Aja (2019)

Beitrag von karlAbundzu »

BR
Im Kino leider verpasst, dabei bin ich ja (und nicht ganz allein im Haus) ein großer Freund des Monsterfilms.
HIer: Tierhorror, Abteilung Alligatoren, nicht monstermäßig aufgepuscht, nur durch die Verbindung mit dem Hurricane wirds halt übel.
Wir haben hier aber kein Partyfilm ala Sharknado (dann hiesse der auch Alligacane oder so), der Titel weißt schon darauf hin: Der Crawl ist bei amerikanischen häufig vorkommende Raum zwischen Fußboden und Erdboden, halt nur kriechend zu erreichen, voller Rohre, Kabel und Ratten. (siehe auch Beginn The Visite).
Und wir haben hier Aja, es geht also todernst zu und es gibt eine psychologische Eben. Die menschliche Geschichte ist eben diese: Vater-Tochter-Probleme, er trainiert sie zu einer Auswahlschwimmerin mit ordentlich Druch und in späteren Zusammenhang eines doffen Spruchs, sie entfernt sich von ihm, und zweifelt an sich selbst. Nun sind die beiden gefangen, erst und lange in einem sich immer mehr überfluteten hüfthohen Kelleraum, beide mehr oder weniger angeschlagen, zusammen mit zwei großen Alligatoren. Mißlich. Klar gibt es auch eine Schwester und eine Frau/Mutter, die sind aber nur Referenzfiguren.
Wasser steigt, die beiden müssen gleichzeitig ihre Probleme klären, sie kommen immer höher ins Haus (wobei sie, Obacht, Freud!, den Dachboden überspringt um aufs Dach zu kommen). Das Wasser und mit ihnen die Alligatoren auch.
Spannung, blutig, mit Ernst Schwung und rechten Mass an Jump Scares gefilmt. Die Enge, das Kammerspielhafte kommt sehr gut rüber. Im Kino hätte es mich noch mehr weggeblasen, so finde ich es einen guten Tierhorrorfilm. Meiner Mitbeobachterin war es ein bißchen zu wenig Monster, und die Bezüge zur Schwimmkarriere wurden zu sehr ausgewalzt, das kann ich sogar nachvollziehen, da es dann relativ zu simpel angelegt wurde.
Achja, die beiden Darsteller*innen tragen das natürlich, und sind beide sehr gut.

Die Specials und sogar das Making of sind ausnahmsweise bei neuen Filmen auch interessant.

PS zu meinen Vorkommentatoren
► Text zeigen
und ich denke, dass der Tierhorror inzwischen ein albernes Image durch die Shark- und -opus - Filme bekomen haben. Komischerweise durch den ansonsten ja eher knallernsten Aja durch Piranha 99 oder so. Dieser komt ernst und straight daher, was Tierhorrorfreunde wie ich schon mal günstig stimmt.
jogiwan hat geschrieben: solange derartige Filme gedreht werden, ist die Welt noch nicht verloren.
purgatorio
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Re: Crawl - Alexandre Aja (2019)

Beitrag von purgatorio »

karlAbundzu hat geschrieben: und ich denke, dass der Tierhorror inzwischen ein albernes Image durch die Shark- und -opus - Filme bekomen haben. Komischerweise durch den ansonsten ja eher knallernsten Aja durch Piranha 99 oder so. Dieser komt ernst und straight daher, was Tierhorrorfreunde wie ich schon mal günstig stimmt.
Der Ernst stört mich nicht - im Gegenteil. Aber störend war dann schon, dass der Abspann mit dem heiteren "see you later, Alligator" startete. Da fragte ich mich dann schon, ob ich das hätte witzig finden sollen?
Im Prinzip funktioniere ich wie ein Gremlin:
- nicht nach Mitternacht füttern
- kein Wasser
- kein Sonnenlicht
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McBrewer
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Re: Crawl - Alexandre Aja (2019)

Beitrag von McBrewer »

Ich hatte den CRAWL ähnlich wie Jogi & Purgschi in Erinnerung. Den empfand ich als ganz nett, aber jetzt nicht so Nervenaufreibend wie (was aktuelles aus der Tierhorror Kiste) The Shallows zum Beispiel. der macht vieles richtig und ist auch verdammt spannend für ein mehrmaliges Filmvergnügen.
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karlAbundzu
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Re: Crawl - Alexandre Aja (2019)

Beitrag von karlAbundzu »

McBrewer hat geschrieben:Ich hatte den CRAWL ähnlich wie Jogi & Purgschi in Erinnerung. Den empfand ich als ganz nett, aber jetzt nicht so Nervenaufreibend wie (was aktuelles aus der Tierhorror Kiste) The Shallows zum Beispiel. der macht vieles richtig und ist auch verdammt spannend für ein mehrmaliges Filmvergnügen.
Danke für den Tipp.
jogiwan hat geschrieben: solange derartige Filme gedreht werden, ist die Welt noch nicht verloren.
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