Das Ding aus einer anderen Welt (1951) - C. Nyby, H. Hawks
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Das Ding aus einer anderen Welt (1951) - C. Nyby, H. Hawks
Das Ding aus einer anderen Welt
(The Thing)
mit Margaret Sheridan, Kenneth Tobey, Robert Cornthwaite, Douglas Spencer, James R. Young, Dewey Martin, Robert Nichols, William Self, Eduard Franz, Sally Creighton, James Arness
Regie : Christian Nyby / Howard Hawks
Drehbuch : John W. Campbell Jr. / Charles Lederer
Kamera : Russel Harlan
Musik : Dimitri Tiomkin
FSK 12
USA / 1951
Wissenschaftler einer Arktisstation entdecken eines Tages nach einem Einschlag ein in Eis eingeschlossenes Flugobjekt und bergen seinen eingefrorenne außerirdischen Piloten. Aufgrund eines dummen Fehlers wird das Wesen jedoch aufgetaut und tötet einige Männer und Schlittenhunde, so daß in der Station bald Furcht und Schrecken regieren. Das Wesen ist, wie man feststellt, trotz menschlicher Gestalt offenbar ein pflanzliches Wesen, daß auch Blut trinkt. In ihrer Notlage verfallen die Eingeschlossenen auf einen waghalsigen Plan...
Hier haben wir nun also das Original zum genialen Remake von 1982. Erst wenn man wirklich beide Versionen kennt, weiss man beide Filme so richtig zu schätzen. Das liegt mit Sicherheit zum größten Teil daran, das diese Originalvorlage von der Story her doch etwas vom Remake abweicht und das ist auch gut so. Hier beim Original handelt es sich beim "Ding" nämlich nicht um einen ausserirdischen Parasiten, der sich in menschlichen Wirtskörpern einnistet, sondern um einen ganz normalen ausserirdischen "Menschen".
In der Originalstory geht es natürlich in keinster Weise hart zur Sache, wie es doch teilweise im Remake von Carpenter der Fall ist. Deswegen ist dieser Film hier aber um keinen Deut schlechter, denn gerade in der damaligen Zeit war diese Art von SCI/Horror doch sicherlich etwas Besonderes, wobei das Wort Horror hier vielleicht nicht so ganz zutrifft. Dennoch ist der Film sehr spannend aufgebaut und man kann sich sehr gut vorstellen, das einem dieser Film vor fast 60 Jahren sicher den ein oder anderen Schauer über den Rücken gejagt hat.
Der Spannungsaufbau ist hier sehr gut gelungen und die Spannung kann sch den ganzen Film über auf einem konstant hohen Level halten, ohne irgendwelche Einbrüche zu erleiden. Die Atmosphäre ist sehr dicht gehalten und wird durch die s/w Optik noch zusätzlich unterstützt. Weiterhin ergibt sich durch die Tatsache, das die Protagonisten in der Arktisstation dem Ausserirdischen praktisch ausgeliefert sind, noch ein herrlich klaustrphobischer Touch, der beim Zuschauer durchaus ein Gefühl der Beklemmung auslöst.
Die Darsteller wissen durch ihre Leistungen vollauf zu überzeugen und spielen ihre Parts sehr glaubhaft und tragen so zu einem sehr hochklassigem Filmvergnügen bei. Abschließend sollte man noch einmal erwähnen, das es hier wirklich mehr als lohnenswert ist, wirklich beide Versionen des Films zu kennen, allein, um die die teilweise doch recht erheblichen Unterschiede in beiden Filmen zu kennen und auf sich wirken zu lassen.
9/10
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Re: Das Ding aus einer anderen Welt (1951) - C. Nyby, H. Hawks
Uralter UltrakurzkommentarTM:
Dieser unbestrittene Klassiker des frühen Sci-Fi-Kinos wirkt auch heute noch weit weniger trashig als erwartet und kann nicht nur durch die kultigen, stellenweise komödiantischen Dialoge und die gute deutsche Synchronisation punkten. Der Film erzeugt noch immer Spannung und was heute vielleicht an Grusel und Bedrohlichkeit fehlt, wird durch Charme und die in der heutigen Zeit fast schon ungewohnte flotte Erzählweise wettgemacht.
Ein schöner, charmanter Außerirdischen-Sci-Fi-Film der 50er, der zurecht Inspiration für Meister Carpenter war... aber das ist ein anderes Kapitel des fantastischen Films.
Positiv erwähnen möchte ich noch die Arthaus/Kinowelt-DVD, die uns "Das Ding" nicht nur endlich ungeschnitten präsentiert, sondern auch noch ein Booklet mit Hintergrund-Informationen beinhaltet.
7/10 Punkten
Dieser unbestrittene Klassiker des frühen Sci-Fi-Kinos wirkt auch heute noch weit weniger trashig als erwartet und kann nicht nur durch die kultigen, stellenweise komödiantischen Dialoge und die gute deutsche Synchronisation punkten. Der Film erzeugt noch immer Spannung und was heute vielleicht an Grusel und Bedrohlichkeit fehlt, wird durch Charme und die in der heutigen Zeit fast schon ungewohnte flotte Erzählweise wettgemacht.
Ein schöner, charmanter Außerirdischen-Sci-Fi-Film der 50er, der zurecht Inspiration für Meister Carpenter war... aber das ist ein anderes Kapitel des fantastischen Films.
Positiv erwähnen möchte ich noch die Arthaus/Kinowelt-DVD, die uns "Das Ding" nicht nur endlich ungeschnitten präsentiert, sondern auch noch ein Booklet mit Hintergrund-Informationen beinhaltet.
7/10 Punkten
Ein-Mann-Geschmacks-Armee gegen die eingefahrene Italo-Front (4/10 u. 9+)Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.
Diese Filme sind züchisch krank!
Re: Das Ding aus einer anderen Welt (1951) - C. Nyby, H. Haw
Die Kinowelt DVD hatte ich ja noch net und nun habe ich diese große X-Rated HB zu einem recht gutem preis bekommen:
Wer tanzen will, muss die Musik bezahlen!
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Re: Das Ding aus einer anderen Welt (1951) - C. Nyby, H. Haw
HET DING VAN EEN ANDERE WERELD
klingt holländisch...
klingt holländisch...
Im Prinzip funktioniere ich wie ein Gremlin:
- nicht nach Mitternacht füttern
- kein Wasser
- kein Sonnenlicht
- nicht nach Mitternacht füttern
- kein Wasser
- kein Sonnenlicht
Re: Das Ding aus einer anderen Welt (1951) - C. Nyby, H. Haw
Das Holland Plakat Motiv wurde vom großen X etwas umgebaut , in der Cover mitte steht dann das Ding.purgatorio hat geschrieben:HET DING VAN EEN ANDERE WERELD
klingt holländisch...
Warum dann nicht alles ins deutsche umgeschrieben worden ist bleibt mal wieder ein Rätsel.Man hätte auch andere tolle Motive zu diesem Klassiker verwenden können aber dieses ist mir auch recht.Der Film ansich zählt, der ist große klasse .Damals als kleiner Knirps immer in den 3. Programmen geschaut, einfach ein Klassiker.
Wer tanzen will, muss die Musik bezahlen!
Re: Das Ding aus einer anderen Welt (1951) - C. Nyby, H. Haw
Sehr starker Beitrag aus den fünfziger Jahren, der sich durch seine erstaunliche Ernsthaftigkeit vom üblichen Ufo-/Monstertrash dieser Zeit abhebt.
Pflicht!
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Re: Das Ding aus einer anderen Welt (1951) - C. Nyby, H. Hawks
Die Vorlage für diesen Film wie auch für das "Remake" von John Carpenter aus dem Jahre '82 ist die Kurzgeschichte von John W. Campbell "Who goes there" aus dem Jahre 1938.
Zwar ist Carpenters Film näher am Original, m. E. ist es aber der (etwas) "schwächere" Film. Mit schwächer meine ich nicht schlecht, natürlich ist Carpenters Film sehr gelungen und inzwischen auch ein Klassiker.
Allerdings gelang es Nyby/Hawks auch ohne Gore und Effekte mit geringen Mitteln eine unglaubliche Spannung aufzubauen und diese bis zum Ende des Films aufrechtzuerhalten.
Die beklemmende Atmo ist natürlich nicht nur ein Verdienst der gelungenen Inszenierung, sondern resultiert auch aus dem Ort des Geschehens und seinen fehlenden Fluchtmöglichkeiten, durch die im wahrsten Sinne des Wortes ein Kammerspiel aller erster Güte ermöglicht wird.
Dem Regie-Gespann gelingt es aber zusätzlich vortrefflich, durch die sorgfältige Charakterzeichnung der Mitglieder der zwei Gruppierungen (Militär und Wissenschaftler) in der Forschungsstation und deren unterschiedliche, aber nachvollziehbaren Ziele und Motivationen, die (vermeintliche) Ausweglosigkeit der Situation noch zu verstärken, da diese mehr gegeneinander als miteinander an der Lösung des Problems arbeiten.
Der geneigte Zuschauer wird unter Zuhilfeenahme der perfekten Kamerführung ins Geschehen hineingezogen und fiebert mit den Protagonisten, die aufgrund der Angst und der unterschiedlichen Interessen oftmals wie gelähmt sind; diese Hilflosigkeit überträgt sich letztendlich auch auf den Zuschauer.
Fazit:
Neben "Der Tag, an dem die Erde stillstand" imho DER überragende Si-Fi-Klassiker der 50er Jahre. Ansehen und staunen, wie man auch ohne viel Blut und SFX - oder gerade deswegen - große Spannung und eine beklemmende Atmosphäre erzeugen kann.
8/10
Zwar ist Carpenters Film näher am Original, m. E. ist es aber der (etwas) "schwächere" Film. Mit schwächer meine ich nicht schlecht, natürlich ist Carpenters Film sehr gelungen und inzwischen auch ein Klassiker.
Allerdings gelang es Nyby/Hawks auch ohne Gore und Effekte mit geringen Mitteln eine unglaubliche Spannung aufzubauen und diese bis zum Ende des Films aufrechtzuerhalten.
Die beklemmende Atmo ist natürlich nicht nur ein Verdienst der gelungenen Inszenierung, sondern resultiert auch aus dem Ort des Geschehens und seinen fehlenden Fluchtmöglichkeiten, durch die im wahrsten Sinne des Wortes ein Kammerspiel aller erster Güte ermöglicht wird.
Dem Regie-Gespann gelingt es aber zusätzlich vortrefflich, durch die sorgfältige Charakterzeichnung der Mitglieder der zwei Gruppierungen (Militär und Wissenschaftler) in der Forschungsstation und deren unterschiedliche, aber nachvollziehbaren Ziele und Motivationen, die (vermeintliche) Ausweglosigkeit der Situation noch zu verstärken, da diese mehr gegeneinander als miteinander an der Lösung des Problems arbeiten.
Der geneigte Zuschauer wird unter Zuhilfeenahme der perfekten Kamerführung ins Geschehen hineingezogen und fiebert mit den Protagonisten, die aufgrund der Angst und der unterschiedlichen Interessen oftmals wie gelähmt sind; diese Hilflosigkeit überträgt sich letztendlich auch auf den Zuschauer.
Fazit:
Neben "Der Tag, an dem die Erde stillstand" imho DER überragende Si-Fi-Klassiker der 50er Jahre. Ansehen und staunen, wie man auch ohne viel Blut und SFX - oder gerade deswegen - große Spannung und eine beklemmende Atmosphäre erzeugen kann.
8/10
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"Dressing well is a form of good manners." - Tom Ford
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Re: Das Ding aus einer anderen Welt (1951) - C. Nyby, H. Hawks
Erscheint voraussichtlich am 03.02.2023 bei Filmjuwelen auf Blu-ray und auch noch einmal auf DVD:
Extras:
- Booklet
- Kolorierte Fassung (SD, OmU und deutsche Synchro auswählbar) [Blu-ray-exklusiv]
- Audiokommentar von Rolf Giesen
- Audiokommentar von John Carpenter (OmU)
- Original-Kinoltrailer, deutscher Kinotrailer, weitere Highlights, Original-Pressefotos
- Schuber
- Wendecover
Quelle: OFDb-Shop
Extras:
- Booklet
- Kolorierte Fassung (SD, OmU und deutsche Synchro auswählbar) [Blu-ray-exklusiv]
- Audiokommentar von Rolf Giesen
- Audiokommentar von John Carpenter (OmU)
- Original-Kinoltrailer, deutscher Kinotrailer, weitere Highlights, Original-Pressefotos
- Schuber
- Wendecover
Quelle: OFDb-Shop
Ein-Mann-Geschmacks-Armee gegen die eingefahrene Italo-Front (4/10 u. 9+)Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.
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