Deep Throat - Gerard Damiano (1972)

Moderator: jogiwan

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Onkel Joe
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Re: Deep Throat - Gerard Damiano

Beitrag von Onkel Joe »

totalschaden hat geschrieben:Da ich in der OFDb nicht als volljährig registriert bin, kann ich von dort leider keine Infos bzgl. der verschiedenen Fassungen dieses Films beziehen. Da es jedoch keinen deutschen Kinorelease gab, gehe ich mal davon aus, dass es keine synchronisierten Fassungen von DEEP THROAT gibt, richtig?
Es gibt natürlich eine deutsche 35mm Auswertung zu diesem Film ;) und es gibt auch eine deutsche DVD. Die ist zwar nicht High-End aber sie ist brrauchbar.
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Arkadin
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Re: Deep Throat - Gerard Damiano

Beitrag von Arkadin »

Von der Ami-DVD, die VCA herausgebracht hat, kann ich nur abraten. Die ist wirklich nicht besonders toll, was das Bild angeht. Extras gibt es natürlich auch nicht (war auch nicht zu erwarten) und der Ton ist naja.
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purgatorio
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Re: Deep Throat - Gerard Damiano

Beitrag von purgatorio »

Im Sport erfolgreich und gefragt, im Privatleben ist aber die Frau weggelaufen. Was bleibt dem Mann also übrig? Nun, SCHLAPPSCHUSS (SLAP SHOT, USA 1977, Regie: George Roy Hill) zeigt es im Hintergrund:
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jogiwan
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Re: Deep Throat - Gerard Damiano (1972)

Beitrag von jogiwan »

Ich wusste ja schon im Vorfeld, dass „Deep Throat“ kein wirklich guter Film ist, aber wie schlecht der dann tatsächlich daherkommt ist angesichts seines Rufs und Einspielergebnisses ja fast schon überraschend. Abgesehen von dem stets sympathischen Harry Reems und dem popkulturellen Aspekten gibt es ja nicht wirklich triftige Gründe, sich das Teil anzusehen. Die spärliche Handlung dürfte ja ohnehin bekannt sein und Gerard Damiano verbindet seine Fleischnummern-Revue mit ein paar humoristischen Momenten, die aber ebenfalls nicht so recht in den Film passen wollen. Auch die Darsteller wirken so, als hätten sie keinerlei Spaß an der Sache und vor allem Linda Lovelace müht sich so derart am Gerät, als ginge es darum, irgendwelche Rekorde aufzustellen. Nach 60 Minuten ist die ganze Sache dann auch irgendwann mal aus und losgelöst vom Hype seiner Entstehungszeit und der wesentlich spannenderen und tragikkomische Geschichte um die Entstehung bleibt selbst für Erwachsenenfilmverhältnisse ein unterdurchschnittlicher Film und die Erkenntnis, dass in der Kinogeschichte ein wirtschaftlicher Erfolg wie so oft nicht unbedingt etwas mit Qualität zu tun haben muss.

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Onkel Joe
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Re: Deep Throat - Gerard Damiano (1972)

Beitrag von Onkel Joe »

Er ist schlecht aber irgendwie versprüht er einen gewissen Charme und mir gefällt er 8-). Vor etwas mehr als einem Jahr war eine 35mm zu diesem Film in der Bucht gelistet und der Film hat die 600,- euro Grenze ganz knapp verfehlt.
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Blap
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Re: Deep Throat - Gerard Damiano (1972)

Beitrag von Blap »

Onkel Joe hat geschrieben:Er ist schlecht aber irgendwie versprüht er einen gewissen Charme und mir gefällt er 8-).
Mag ich so unterschreiben. Habe das Teil allerdings vor einer gefühlten Ewigkeit letztmalig gesehen. Mein Lieblingsfilm aus dem (späteren) Golden Age of Porn/der Porno Chic Ära, ist noch immer "Do You Wanna Be Loved?" (1978), angenehmerweise mit der rattenscharfen Rene Bond und der gut bestückten Anita Sands!

Dir altem Pornogeier -und den anderen anwesenden Lustzofen- möchte ich "Pretty Peaches" ans Herz legen. Die Hauptdame Desiree Cousteau ist eine Augenweide, nur selten werden die Grenzen des guten Geschmacks überschritten, die BD aus dem Hause Vinegar Syndrome ist phantastisch!
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Onkel Joe
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Re: Deep Throat - Gerard Damiano (1972)

Beitrag von Onkel Joe »

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purgatorio
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Re: Deep Throat - Gerard Damiano

Beitrag von purgatorio »

Onkel Joe hat geschrieben:
Arkadin hat geschrieben:Die Hundegeschichte war wohl vor "Deep Throat" und dabei soll es sich um einen Loop, also keinen Spielfilm, handeln. "Deep Throat" ist eigentlich ein schlechter Film mit einer ziemlich unattraktiven Hauptdarstellerin. (...)
-In Ihrem Buch hatte sie erzählt vor Deep Throat nichts im Porno bereich gemacht zu haben.Ich denke Sie war Zeitweise so breit das sie alles durcheinander brachte bzw. ne menge kram frei erfunden hat. (...)
Von welchem Buch sprichst du da, Onkel? Ich hab ja gestern erst "Ich packe aus" gelesen, dass offenbar einzige Buch, dass ihr nicht von Chuck diktiert wurde. Darin schildert sie eine recht ernidrigende Karriere im 8mm-Kurzporno-Bereich, lange vor Deep Throat. Und in dieser Zeit gab es dann auch diese Hundegeschichte, die sich später in der Playboy-Villa vor dem ollen Heffner noch wiederholen sollte, was aber nicht klappte. Heff stand wohl total auf Tiersex. Was da nun alles wahr ist und was nicht, werden wir wohl nie erfahren.
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Re: Deep Throat - Gerard Damiano (1972)

Beitrag von jogiwan »

Ohne das Buch und die Umstände zu kennen ist diese schriftliche "Abrechnung" wohl auch mit Vorsicht zu genießen und es ist ja nicht das erste Mal, dass in einer Mischung aus Enttäuschung, Zorn, finanzieller Not und sonstiger Umstände dann zu einem Rundumschlag ohne Rücksicht auf Verluste ausgeholt wird. Die Schuld alleine auf eine bestimmte Person zu schieben ist oftmals auch ein einfacher Weg von Leuten, die zeitlebens und rückblickend falsche Entscheidungen getroffen haben. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass es Anfang der Siebziger als weibliche Hauptdarstellerin in einem derartigen Werk gesellschaftlich auch nicht allzu einfach war – da noch die Kurve zu kriegen ist schwer und Linda Lovelace hat es wohl leider nie geschafft mit ihrer Vergangenheit Frieden zu schließen.
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purgatorio
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Re: Deep Throat - Gerard Damiano (1972)

Beitrag von purgatorio »

jogiwan hat geschrieben:Ohne das Buch und die Umstände zu kennen ist diese schriftliche "Abrechnung" wohl auch mit Vorsicht zu genießen und es ist ja nicht das erste Mal, dass in einer Mischung aus Enttäuschung, Zorn, finanzieller Not und sonstiger Umstände dann zu einem Rundumschlag ohne Rücksicht auf Verluste ausgeholt wird. Die Schuld alleine auf eine bestimmte Person zu schieben ist oftmals auch ein einfacher Weg von Leuten, die zeitlebens und rückblickend falsche Entscheidungen getroffen haben. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass es Anfang der Siebziger als weibliche Hauptdarstellerin in einem derartigen Werk gesellschaftlich auch nicht allzu einfach war – da noch die Kurve zu kriegen ist schwer und Linda Lovelace hat es wohl leider nie geschafft mit ihrer Vergangenheit Frieden zu schließen.
So sieht es wohl aus, zumal sie auf den letzten Seiten mehrmals sagt, dass das Buch aus Geldnot entsteht. Und der Onkel deutete ja mehrmals ihre Drogeneskapaden an. Im Buch schreibt sie recht häufig davon, wie sie sich ständig mit Hasch weggeschossen hat, um das alles irgendwie erträglich zu machen. Also die wird diese Jahre sicherlich bloß durch einen Nebelschleier mitgeschnitten haben...
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