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Grizzly Park
(Grizzly Park)
mit Glenn Morshower, Randy Wayne, Zulay Henao, Emily Foxler, Shedrack Anderson III, Julie Skon, Kavan Reece, Jelynn Rodriguez, Trevor Peterson, Ryan Culver, Rance Howard, Jerry Sword, Jeff Watson
Regie: Tom Skull
Drehbuch: Tom Skull
Kamera: Matt Cantrell / James Gelet
Musik: Anthony Marinelli
Keine Jugendfreigabe
USA / 2008
Acht jugendliche Straftäter werden zu sechs Tagen gemeinnütziger Arbeit im California State-Forrest "Grizzly Park" verurteilt. Unter der Aufsicht von Ranger Bob soll der Gruppe während ihres Aufenthalts in den Wäldern die Möglichkeit zur Rehabilitation gegeben werden, um so wieder zurück auf den Pfad der Tugend zu gelangen. Was sie jedoch nicht ahnen: zur gleichen Zeit durchkreuzt ein bestialischer, flüchtiger Massenmörder den Park, der in seinem Blutrausch vor niemanden halt macht. Doch schnell wird klar, dass er nicht der einzige blutrünstige Schlächter in diesem Park ist...
Auf der Rückseite des DVD-Covers wird einem reißerischer Tierhorror oder gar eine Massenmörder-Orgie angekündigt, allerdings bleibt es nach Sichtung des Films auch lediglich bei der Ankündigung. Sicherlich werden viele Leute von "Grizzly Park" eher enttäuscht sein, da sie sich ganz einfach mehr von diesem Werk versprochen haben. Auch ich persönlich hatte mir ehrlich gesagt etwas mehr vorgestellt, doch gänzlich enttäuscht worden bin ich nicht. Man sollte den Film vielleicht nicht ganz so ernst nehmen, denn das tut er selbst schließlich auch nicht. In gewissen Phasen ist dafür ganz einfach zuviel Humor vorhanden, der insbesondere von einigen der hier vorhandenen Charaktere ausgeht.
Da ist auf der einen Seite der manchmal schon etwas überzogen dargestellte Ranger Bob, der einerseits extrem autoritär wirken will, um die Jugendlichen zu beeindrucken. Allerdings nehmen ihn diese oft genug auf die Schippe und versuchen ihn teilweise sogar als Witzfigur darzustellen. Auf der anderen Seite ist dann da eben die achtköpfige Gruppe von Teenagern, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Am meisten sticht hier die Figur der Bebe heraus, deren Naivität schwerlich zu überbieten ist, was sich ganz besonders in einigen witzigen Dialogen herauskristallisiert. Man kann eigentlich keine der Personen so richtig ernst nehmen, denn die Verhaltensweisen, Dialoge und auch die reaktionen sind zumeist vollkommen unglaubwürdig. Doch diese Tatsache verleiht der Geschichte eine sehr humorige und auch unterhaltsame Note, was "Grizzly Park" manchmal viel eher wie eine Komödie wirken lässt.
Wer hier aufgrund des Textes auf dem DVD-Cover einen eher hohen Härtegrad erwartet, der wird mit Sicherheit etwas enttäuscht sein, denn dieser bewegt sich doch in einem äußerst überschaubaren Rahmen. Zwar gibt es einige ganz nette Szenen zu beobachten, aber insgesamt gesehen passiert in dieser Beziehung doch verhältnismässig wenig. Die vorhandenen etwas härteren Sequenzen sind allerdings nicht schlecht, man sollte nur nicht zuviel erwarten. Echte Gorehounds dürften hier jedenfalls nicht unbedingt auf ihre Kosten kommen, denn dafür wird einfach nicht genug geboten.
Letztendlich ist "Grizzly Park" ein Film, der viel mehr verspricht, als er im Endeffekt halten kann. Dennoch handelt es sich in meinen Augen durchaus um kurzweilige und phasenweise sehr witzige Unterhaltung, die man sich ruhig einmal zu Gemüte führen sollte. Allerdings sollte man die Erwartungen nicht zu hoch ansetzen, um einer Enttäuschung vorzubeugen. Wer allerdings einen klischeebehafteten Film mit etwas dümmlichen Teenagern zu schätzen wei? und der mit einigen wenigen, etwas härteren passagen garniert ist, der ist bei diesem Werk bestens aufgehoben, ich wurde jedenfalls gut unterhalten.
Die DVD:
Vertrieb: Splendid
Sprache / Ton: Deutsch / Englisch DD 5.1
Untertitel: Deutsch
Bild: 1,78:1 (16:9)
Laufzeit: 91 Minuten
6/10