High Fidelity - Stephen Frears (2000)

Moderator: jogiwan

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jogiwan
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High Fidelity - Stephen Frears (2000)

Beitrag von jogiwan »

High Fidelity

Bild

Originaltitel: High Fidelity

Herstellungsland: USA, Großbritannien / 2000

Regie: Stephen Frears

Darsteller: John Cusack, Iben Hjejle, Todd Louiso, Jack Black, Lisa Bonet

Story:

Der etwas selbstherrliche, aber durchaus sympathische Musikfreak Rob ist wie seine beiden Angestellten zwar ein popkulturelles Lexikon, steckt aber nach dem wiederholten Scheitern seiner Beziehung aber in der schweren Krise. Sein Plattenladen in Chicago läuft mäßig, die Wohnung gleicht einer Lagerhalle für Vinyl, sein soziales Leben nicht existent und seine Ex-Freundin Laura ist dabei auszuziehen, sodass er dieses zum Anlass nimmt, seine vergangenen Beziehungen aufzuarbeiten. Diese scheiterten zumeist an kleinen Dingen, unterschiedlichen Perspektiven und anderen Missverständnissen des Lebens, hinterließen jedoch trotzdem Wunden und Rob beginnt sich erstmals ernsthaft mit seinem Leben auseinanderzusetzen, was in seinem Fall zu durchaus unerwarteten wie unpopulären Erkenntnissen führen.
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jogiwan
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Re: High Fidelity - Stephen Frears (2000)

Beitrag von jogiwan »

Ein ganz wunderbarer Film voller liebenswert schräger Charaktere, den Stephen Frears hier nach einem Roman von Nick Hornby und jeder Menge bekannter Schauspieler geschaffen hat. Hier geht es um Popkultur, Musik, Sammelleidenschaft genauso wie um den Ernst des Lebens und die Schwierigkeit zwecks Erwachsenwerdens aus bestimmten Schubladen herauszukommen. Wer kennt nicht den Moment, wo man voller vermeintlich ansteckender Freude über eine bestimmte Leidenschaften referiert, nur um dann eher fassungslos festzustellen, dass dem Gegenüber das überhaupt nichts oder nur wenig bedeutet. Im Falle von „High Fidelity“ ist es ein Vinyl-Freak, der seine eigentlich verständnisvolle Freundin verliert, weil er lieber mit anderen Freaks fachsimpelt, Compilations und Top 5-Listen von Songs erstellt, als sich um andere Dinge des Lebens zu kümmern. Der Film ist dabei vollgepackt mit guter Musik, sympathischen Figuren und nachvollziehbaren Ereignissen lustiger und dramatischer Natur, die wohl jeder hier ab einem gewissen Alter nachvollziehen kann. Lange Rede kurzer Sinn: das Feuer der Leidenschaft muss ja nicht gänzlich klein gehalten werden, aber ab und an kann etwas Input von außen und eine andere Sichtweise auf eine bestimmte Sache ja nicht schaden. Und genau das ist meines Erachtens auch die Botschaft von „High Fidelity“ seine eigene Wohlfühl-Blase auch einmal zu verlassen um andere Sichtweisen zuzulassen oder andere Menschen zu verstehen um im Leben nicht als verschrobener Einzelgänger zu enden.
it´s fun to stay at the YMCA!!!



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buxtebrawler
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Re: High Fidelity - Stephen Frears (2000)

Beitrag von buxtebrawler »

Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers von Nick Hornby.

Romantische Nerd-Komödie, für die die Handlung des Buches etwas gestrafft und hier und da leicht abgewandelt wurde. Wirkt auf mich homogener als das Buch, da man die teilweise doch arg selbstmitleidigen und egozentrischen Passagen des Buches, die eine Identifikation mit dem Erzähler erschwerten, einfach strich.

Macht großen Spaß!
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.
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