Jennifer's Body - Karyn Kusama (2009)

Moderator: jogiwan

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horror1966
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Jennifer's Body - Karyn Kusama (2009)

Beitrag von horror1966 »

Jennifer's Body

Bild


Jennifer's Body - Jungs nach ihrem Geschmack
(Jennifer's Body)
mit Megan Fox, Amanda Seyfried, Johnny Simmons, Adam Brody, Sal Cortez, Ryan Levine, Juan Riedinger, Colin Askey, Chris Pratt, Juno Ruddell, Kyle Gallner, Josh Emerson, J.K Simmons, Amy Sedaris, Cynthia Stevenson
Regie: Karyn Kusama
Drehbuch: Diablo Cody
Kamera: M. David Mullen
Musik: Stephen Barton / Theodore Shapiro
Keine Jugendfreigabe
USA / 2009

Obwohl die aufreizende, erotische Cheerleaderin Jennifer und die graue Maus Needy unterschiedlicher nicht sein könnten, sind die beiden Kleinstadt-Teenager von Kindesbeinen an beste Freundinnen. Needy lässt sich widerstrebend von Jennifer überreden, in einem verruchten Club ein Konzert ihrer Lieblingsband Low Shoulder zu besuchen. Danach verschwindet Jennifer mit der Band. Als sie am nächsten Tag wieder auftaucht, hat sie sich nicht nur verändert, sondern nach und nach sterben die Jungs aus der Highschool, die mit ausgeweideten Leichen gefunden werden. Die Stadt steht unter Schock. Und Needy befällt ein Verdacht...


Ich hatte mich wirklich sehr auf diesen Film gefreut, da ich ein bekennender Fan von Teenie-Horrorfilmen bin, doch nach der Sichtung dieses Werkes bin ich ehrlich gesagt mehr als enttäuscht. Zugegeben, Hauptdarstellerin Megan Fox ist wohl rein optisch gesehen der heisseste Feger, den man sich hier vorstellen kann und so mancher männliche Horrorfan wird sich die DVD allein schon wegen ihrer Mitwirkung und dem äusserst leckeren DVD-Cover kaufen, um dann später enttäuscht feststellen zu müssen, das es sich um eine Mogelpackung handelt. Das liegt ganz einfach darin begründet, das die äusseren Reize von Megan Fox auch schon das einzig Positive an diesem ansonsten wirklich schlechten Horrorfilm sind, der wirklich auf der ganzen Linie versagt und so noch nicht einmal ganzzeitig kurzweilige Unterhaltung darbietet.

So versucht sich "Jennifer's Body" selbst als Horror-Komödie zu definieren, was nach der Sichtung der Geschichte viel eher wie ein misslungener Scherz klingt. Zwar haben die Macher des Films offensichtlich versucht, dem Geschehen eine humorige Seite beizufügen, jedoch hat man als Zuschauer vielmehr das gefühl, das es sich dabei lediglich um eine Art Pseudo-Humor handelt, denn lachen kann man im Prinzip zu keiner Zeit, da hier ganz einfach nicht eine einzige Szene auch nur annähernd lustig erscheint. Stattdessen wird man in einigen Phasen mit extrem platten Wortwitz konfrontiert und die scheinbar gewollte Situationskomik in einigen Passagen wirkt seltsam künstlich und aufgesetzt. Man wird das Gefühl nicht los, das selbst die Darsteller den Humor der einzelnen Szenen nicht erkennen konnten, denn anders ist ihr teilweise grausam schlechtes Schauspiel kaum zu erklären. Nun erwartet man in einem Tennie-Horrorfilm nicht unbedingt orcarreife Darstellungen, doch das hier gebotene Schauspiel ist größtenteils schon unter aller Kanone und hinterlässt nicht selten einen eher lustlosen und vollkommen unmotivierten Eindruck.

Hierbei stellt sich insbesondere Megan Fox in den Vordergrund, denn sie bietet ein Paradebeispiel dafür, das ein hinreissendes Äusseres nicht gleichzeitig mit darstellerischem Talent gleichzusetzen ist. Sie bleibt während der gesamten Laufzeit das gutaussehende Luder, das aber in schauspielerischer Hinsicht viel eher wie eine ziemlich talentbefreite Zone erscheint. Allerdings passt sie sich mit ihrem miserablen Schauspiel lediglich dem Niveau des gesamten Films an, das sich nicht gerade auf einem hohen Level bewegt. Denn die erzählte Story ist extrem dünn geraten und wird dazu auch noch äusserst belanglos und nicht gerade sehr interessant erzählt. Phasenweise hinterlässt sie dabei beim Zuschauer noch einen sehr uninspirierten Eindruck, was sich nicht gerade positiv auf das entstehende Gesamtbild auswirkt. So verfolgt man als Zuschauer das Geschehen eher gelangweilt als interessiert und freut sich fast ausschließlich auf die Szenen, in denen die Hauptdarstellerin einmal wieder zu sehen ist. Doch wie schon erwähnt, liegt das keineswegs an ihrem (nicht) vorhandenem Talent, sondern einzig und allein an ihrer Optik. Das allein sagt schon alles über die Qualität dieses Werkes aus, denn es ist doch eher traurig, wenn man einen Horrorfilm auf die Optik einer Darstellerin reduzieren muss, da ansonsten keinerlei Highlights zu verzeichnen sind.

Es mangelt ganz einfach an den grundlegendsten Elementen, die ein solcher Film beinhalten sollte, es entwickelt sich zu keiner Zeit so etwas wie ein einigermaßen konstanter Spannungsbogen und auch in atmosphärischer Hinsicht bekommt der geneigte Horrorfan so gut wie überhaupt nichts geboten. So entsteht beispielsweise zu keiner Zeit so etwas wie eine bedrohliche Grundstimmung, die Geschichte ist viel zu vorhersehbar und die Spannung hält sich in einem extrem überschaubaren Rahmen. Wenn es wenigstens einige Überraschungsmomente geben würde, oder zumindest ein ansehnlicher Härtegrad vorhanden wäre, dann könnte man noch über einige andere zu offensichtliche Schwächen hinwegsehen und dem Film einen gewissen Unterhaltungswert zuschreiben, doch selbst in dieser Beziehung bekommt man im Prinzip nichts geboten. Im Endeffekt dürfte es dann auch nicht weiter verwunderlich erscheinen, das wirklich nur die optische Erscheinung der weiblichen Hauptdarstellerin als äusserst positiv zu bewerten ist, sich der gesamte Rest des Films noch nicht einmal im Durchschnittsbereich des täglichen Einheitsbreis etablieren kann.


Fazit:


"Jennifer's Body" ist rein filmisch gesehen eine ziemliche Katastrophe, da dieses Werk in keiner Beziehung wirklich überzeugen kann. Statt Horror bekommt der Zuschauer sinnbefreites "Teenie-Gepoppe" zu sehen, das keinen interessiert. Schlechte Darsteller, eine vollkommen belanglose Geschichte und eine Art von Humor, über die man nicht lachen kann, lassen hier letztendlich ein Gesamtbild entstehen, das sich selbst eingefleischte Fans von Teenie-Horrorfilmen besser ersparen sollten, denn eine heisse Hauptdarstellerin macht noch längst keinen guten Film aus, wie man an diesem Beispiel sehen kann.


3/10
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buxtebrawler
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Re: Jennifer's Body - Karyn Kusama

Beitrag von buxtebrawler »

Dieser moderne Teenie-Horrorfilm beginnt eigentlich recht vielversprechend und liefert gleich im ersten Drittel einige sehr gelungene, gruselige Bilder und eine Geschichte, die Lust darauf macht, ihre Hintergründe zu erfahren. Leider verflacht „Jennifer’s Body“ dann aber in eine unglaubwürdige, alberne Horror-Komödie, mitsamt des ärgerlichen Soundtracks zugeschnitten auf junges pubertätsgebeuteltes MTV-Publikum und voller Anzüglichkeiten, die sich nicht einmal zu schade ist, ein angebliches Mauerblümchen durch eine neben Megan Fox weitere (Möchtegern-)Sexbombe darzustellen, der man einfach eine unvorteilhafte Brille aufsetzte. Trotz einiger ziemlich heftiger Blut- und Ekeleffekte bleibt so nur ein weiteres Flickwerk von der Stange voller Klischees, aber ohne Tiefgang.

Dann lieber den xten Teenie-Slasher der Marke „Freitag, der 13.“.
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.
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Re: Jennifer's Body - Karyn Kusama

Beitrag von dr. freudstein »

Ja, den gabs ja im Rahmen der Buxtehuder Horrornacht im Kino.
Verschwendete Zeit, hätte es wie der santini machen sollen und währenddessen lieber Kette rauchen und am Tresen stehen sollen ;)
Das gewonnene Film-Poster kann auch vor sich hinmodern, mir doch egal :thdown:
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CamperVan.Helsing
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Re: Jennifer's Body - Karyn Kusama

Beitrag von CamperVan.Helsing »

Och, ich fand den gar nicht so verkehrt. Ich hätte es zwar vorgezogen, wenn man den Dämonenquatsch weggelassen und meinetwegen durch mehr Slash-Einlagen ersetzt hätte, und es wäre auch ganz schön gewesen, wenn
► Text zeigen
Aber um sich endlich mal wieder eine Tüte Flips und ein paar extra starke Vitamalz reinzukippen, ist der Film gut geeignet. Außerdem hat er Megan Fox 8-) , Megan Fox :sabber: und, äh, Megan Fox. :wix:
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Re: Jennifer's Body - Karyn Kusama

Beitrag von dr. freudstein »

Wen hat der, ich hab das jetzt nicht ganz verstanden ;)

Hast du ein oben-ohne Foto?
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CamperVan.Helsing
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Re: Jennifer's Body - Karyn Kusama

Beitrag von CamperVan.Helsing »

dr. freudstein hat geschrieben: Hast du ein oben-ohne Foto?
Chauvi!
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(Fred Olen Ray)
purgatorio
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Re: Jennifer's Body - Karyn Kusama

Beitrag von purgatorio »

JENNIFER’S BODY – JUNGS NACH IHREM GESCHMACK (JENNIFER’S BODY, USA 2009, Regie: Karyn Kusama)

Oh weh… so arm an Höhepunkten und Spannung, dass findet man selten. Sicherlich, Megan Fox ist schon echt zum anbeißen und Amanda Seyfried macht ihre Sache gut, aber trotzdem kommt der Film bei expliziter Thematik unglaublich prüde und steif daher. Ein Film ganz eindeutig für ein Teenie-Publikum, der versehentlich etwas brutaler ausfiel und so den Eindruck erweckt, als könnte er auch für Erwachsene interessieren… ist er aber nicht. Enttäuschend.
Im Prinzip funktioniere ich wie ein Gremlin:
- nicht nach Mitternacht füttern
- kein Wasser
- kein Sonnenlicht
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horror1966
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Re: Jennifer's Body - Karyn Kusama (2009)

Beitrag von horror1966 »

Habe den Film neulich mal wieder gesichtet, aber dadurch wurde der Gesamteindruck auch nicht gerade aufgewertet. Das Beste an der ganzen Chose ist und bleibt die Optik von Megan Fox.
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jogiwan
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Re: Jennifer's Body - Karyn Kusama (2009)

Beitrag von jogiwan »

Ich kann die ganzen schlechten Kritiken ja nicht so ganz nachvollziehen und als Horrorfilm würde ich „Jennifer’s Body“ auch nicht unbedingt sehen. Viel mehr ist er für mich eine Satire auf Coming-of-Age- und Teenie-Filme, Indie-Bands und Kleinstadtbefindlichkeiten, der nur auf den ersten Blick als Horrorfilm daherkommt. Vielleicht liegt es am Director’s Cut, oder auch an mir, aber ich fand die ganze Stimmung des Streifens immer angenehm entrückt, das Verhalten der Figuren seltsam und die Ereignisse herrlich absurd. Hier wirkt ja auch alles trotz der üblichen Stereotype stark überzeichnet und augenzwinkernd, nur um dann wieder hübsch die Zuschauererwartungen zu untergraben und diesen im Unklaren zu lassen. Man(n) weiß ja auch nie, ob sich die Ereignisse tatsächlich so abspielen, oder nur in der wirren Gedankenwelt eines Teenagers entstanden sind. Das Spiel mit Oberflächlichkeiten, Sexualität und Klischees fand ich jedenfalls sehr spannend und mich persönlich hat „Jennifer’s Body“ auch stark an die Filme von Gregg Araki erinnert, der ebenfalls aus ähnlichen Zutaten sein eigenes Süppchen kocht. Ein unterhaltsamer, schräger und origineller Film, der bestimmte Erwartungen weckt, nur um diese dann hübsch zu untergraben.
it´s fun to stay at the YMCA!!!



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