USA 1972
D: Janet Leigh, Stuart Whitman, DeForest Kelley, Rory Calhoun
Die Farm von Cole Hillman (Rory Calhoun) wird von einer Kaninchenplage heimgesucht. Da übliche Giftstoffe nicht eingesetzt werden sollen, wird Hillman über den Collegepräsidenten Elgin Clark (DeForest "Pille McCoy" Kelley) an das Forscherehepaar Roy (Stuart Whitman) und Gerry Bennett (Janet "Psycho" Leigh) vermittelt. Die haben die grandiose Idee, der Plage durch Hormongabe Herr zu werden. Doch ein versehentlich freigelassenes Exemplar wächst rasch zu monströser Größe heran und da die Fruchtbarkeit der Karnickel legendär ist (männliche Kaninchen werden schließlich "Rammler" genannt!), hat man es sehr bald mit jeder Menge Riesenmümmelmänner zu tun, die Menschen angreifen und zerfleischen. Die Gefahr durch die Rabbits wird immer größer, die Stadt muss evakuiert werden, und die Armee wird gerufen, um den vierbeinigen Mutanten mit Starkstrom, Maschinengewehrsalven und Flammenwerfern den Garaus zu machen...
Was könnte besser zu Ostern passen als ein Film über mutierte Riesenkarnickel, die von Abhängen auf Menschen springen und ihnen die Kehle zerbeißen? Ein Film über mutierte Riesenkarnickel, die von Abhängen auf Menschen springen und ihnen die Kehle zerbeißen, und dies ernst nimmt! Zum Glück muss man als Zuschauer dies nicht unbedingt.
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Denn unfreiwilliger Humor ist hier gerne Gast. Und so fragt man sich schon, wie Janet Leigh und DeForest Kelley hier hereingerutscht sind. Und die MGM hat diesen Film herausgebracht??
In der Einleitung zur heutigen Kinoverführung wurde die Frage aufgeworfen, ob das Szenario nicht bedrohlicher gewirkt hätte, wenn die Kaninchen ihre normale Größe behalten hätten. Eine interessante Frage, denn wenn ich eine Tierart nicht mit Bedrohlichkeit assoziiere, dann ist es Meister Lampe. An Tagen wie heute für humorvolle Leute aber genau das richtige, wenn man die richtige Art von Humor sein Eigen nennt.
Sehr schön ja die Szene im Autokino, wo gerade "Tom und Jerry" als die Polizei per Megafon vor den Invasion der Killerkarnickel warnt. Natürlich würde jeder jetzt erwarten, dass die Leute im Kino (also im Autokino!) sich vor Lachen biegen. Tatsächlich leistet aber jeder brav der Aufforderung Folge und verlässt die Fläche. Folge: Gelächter im Kino, aber nun im echten Kinosaal.
Und warum
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können die Mümmlemänner über 1,50m weit springen und schaffen es dann nicht, die unter Starkstrom gesetzte Eisenbahnlinie zu überwinden?
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Und wenn stets immer die stärksten Exemplare überleben, wie der Film postuliert, warum sind dann zum Schluss keine mutierten, sondern nur noch normale Mümmelmänner am leben?
Ich hätte es ja eh lieber gesehen, wenn die Killerkarnickel die Armee plattgemacht hätten. Der Film spielt ja eh in Redneck County, wo man niemandem eine Träne hinterher weinen würde
"Ich hab dir nie einen Hasenbraten versprochen" (Christian Keßler)
BTW: Für morgen hab ich noch Lammfilet im Kühlschrank. Gibt es eigentlich Filme mit Killerschafen?