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Resident Evil: Extinction
(Resident Evil: Extinction)
mit Milla Jovovich, Oded Fehr, Ali Larter, Iain Glen, Mike Epps, Spencer Locke, Ashanti, Gary Hudson, Matthew Marsden, Jason O'Mara, Christopher Egan, Linden Ashby, Kirk B.R. Woller
Regie: Russell Mulcahy
Drehbuch: Paul W.S. Anderson
Kamera: David Johnson
Musik: Charlie Clouser
Keine Jugendfreigabe
Australien / USA /GB / Frankreich / Deutschland / 2007
Fast 99 Prozent der Erdbevölkerung sind mittlerweile durch das todbringende T-Virus der "Umbrella Corporation" infiziert. Bis an die Zähne bewaffnet, treten Carlos, LJ, Claire und Nurse Betty die Flucht aus den zerstörten Städten an, in der Hoffnung noch weitere nicht infizierte Überlebende zu finden. Alice folgt dem Convoy, bereit an der Seite ihrer Mitstreiter gegen die lauernden Untoten und düsteren Machenschaften der "Umbrella Corporation" zu kämpfen. Doch dies ist nicht Alices einziger Kampf: Genetisch manipuliert von Dr. Isaacs Experimenten, kann sie sich selbst nicht mehr trauen. Ihr einziger Ausweg ist die "Umbrella Corporation" endgültig zu vernichten...
Der mittlerweile dritte Streich der Resident Evil-Reihe konfrontiert den Zuschauer mit einer Grundstimmung, die doch ganz stark an die Mad Max-Filme mit Mel Gibson erinnern. Einerseits präsentiert sich so eine herrliche Endzeit-Stimmung die dem Geschehen auch recht gut zu Gesicht steht, aber andererseits fehlt dadurch die düstere-und bedrohliche Atmosphäre, die insbesondere den Vorgänger "Apocalypse" noch so sehr ausgezeichnet hat. Dennoch bekommt man auch hier wieder ein größtenteils rasantes-und temporeiches Szenario geboten das mit etlichen Action-Passagen angereichert wurde, allerdings kommt trotz der etlichen Untoten nie so recht ein echtes Horror-Feeling auf, wie es in den ersten beiden Teilen zu spüren war. Das macht den Film zwar nicht unbedingt schlechter, ist jedoch ein wenig gewöhnungsbedürftig und trifft eventuell nicht jedermanns Geschmack.
Wenn man sich allerdings auf das Geschehen einlassen kann kommt man durchaus auf seine Kosten und wird mit einem sehr kurzweiligen Filmerlebnis belohnt. Frau Jovovich ist wie immer in absoluter Bestform und stellt fast selbstredend einmal mehr den Höhepunkt des Geschehens dar, was insbesondere in den Action-Sequenzen besonders zum Ausdruck kommt. Es gibt jede Menge Fights zu sehen und auch der Blutgehalt des Filmes ist recht ansehnlich. Auch hier ist gerade bei den vorhandenen Kämpfen die offensichtliche Ähnlichkeit zur "Matrix-Trilogie" zu beobachten, was bei vielen Fans auf Begeisterung stößt, anderen aber wiederum ein echter Dorn im Auge ist. Was mir persönlich in diesem dritten Teil ein wenig abhanden gekommen ist, ist ein wirklich konstanter Spannungsaufbau der Ereignisse. Vieles scheint doch sehr vorhersehbar, so das es letztendlich an echten Überraschungsmomenten mangelt.
Dennoch handelt es sich aber immer noch um einen absolut sehenswerten Teil der Reihe, in dem auch die darstellerischen Leistungen zumindest solide Kost darbietet. Es gibt zwar außer der Hauptdarstellerin wie gewohnt niemanden der sich sonderlich in den Vordergrund spielen kann, aber wirklichen Grund zur Beanstandung bietet das Schauspiel auch nicht. In der Reihenfolge der erschienenen Filme rangiert "Resident Evil: Extinction" für mich auch an dritter Stelle, denn die beiden Vorgänger waren in ihrer Gesamtheit doch noch ein wenig stärker, wobei das selbstverständlich immer im Auge des jeweiligen Betrachters und somit dem eigenen Geschmack unterliegt. Atmosphärisch gesehen ist vorliegender Film jedenfalls der Ungewöhnlichste, erinnert das Szenario doch allein schon durch die Optik vielmehr als ein Endzeitfilm a la "Mad Max", als das hier eine echte Horror-Atmosphäre aufkommen würde.
So lässt einen das Werk von Regisseur Russell Mulcahy mit teilweise zwiespältigen Eindrücken zurück und stellenweise fällt es dabei schwer, die Geschichte so richtig einzuordnen. Im Bezug auf Action-und Härte gibt es dabei jedoch rein gar nichts zu bemängeln, denn in dieser Beziehung schöpft man einmal mehr aus den Vollen. Lediglich die vorhandene Grundstimmung und der dadurch entstehende Look einer Wüstenlandschaft erscheint teilweise wie ein komischer Fremdkörper, an den man sich erst einmal gewöhnen muss. Dennoch mag ich auch diesen Film, wie im Prinzip eigentlich die gesamte Reihe, die immer wieder kurzweilige-und actiongeladene Unterhaltung bietet, die man sich auch gern mehrmals anschauen kann.
Fazit:
Mit Russell Mulcahy saß nun schon der dritte Regisseur auf dem dementsprechenden Stuhl und hat dieser Verfilmung seinen ganz eigenen Stempel aufgedrückt. Dieser mag eventuell nicht jeden Geschmack treffen, kann aber auch andererseits ein Beispiel für die Vielfalt der gesamten Reihe sprechen, die von Beginn an die Meinungen der Fans in verschiedene Lager gespalten hat.
7/10