Talk to me - Danny Philippou & Michael Philippou (2022)

Moderator: jogiwan

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jogiwan
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Talk to me - Danny Philippou & Michael Philippou (2022)

Beitrag von jogiwan »

Talk to me

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01.jpg (23.54 KiB) 277 mal betrachtet
Originaltitel: Talk to me

Herstellungsland: Australien / 2022

Regie: Danny Philippou & Michael Philippou

Darsteller:innen: Sophie Wild, Joe Bird, Alexandra Jensen, Miranda Otto

Story:

Nach dem Tod ihrer Mutter fühlt sich die junge Mia einsam und findet eine Art Ersatzfamilie bei ihrer Freundin Jade und dessen Bruder Riley. Trotzdem tut sich die junge Schülerin schwer mit sozialen Kontakten und gilt in der Schule eher als Freak. Als im Internet Videos die Runde machen, in dem junge Leute mittels einer Keramik-Hand Kontakt für neunzig Sekunden mit Verstorbenen aufnehmen sollen, landen auch Mia und Jade auf so einer Party und Mia beschließt spontan die Sache selbst auszuprobieren. Der angebliche Party-Gag entpuppt sich aber durchaus als realer Horror und der sensiblen Mia sitzt auf einmal tatsächlich ein toter Körper gegenüber. Nach diesem Erlebnis will auch Riley unbedingt die Sache ausprobieren, wobei dessen Seance völlig eskaliert. Als Mia auch noch vermutet, dass ihre tote Mutter aus dem Jenseits Kontakt zu ihr aufnehmen möchte, laufen die Dinge zunehmend aus dem Ruder…
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jogiwan
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Re: Talk to me - Danny Philippou & Michael Philippou (2022)

Beitrag von jogiwan »

Überraschend stimmiger und vor allem wirklich unheimlicher Horrorstreifen aus Australien, von zwei Brüdern, die wohl mit Youtube-Videos ihre Karriere gestartet und Aufmerksamkeit erlangt haben. Das Spielfilm-Debüt „Talk to me“ nutzt zwar ebenfalls moderne Medien wie Handy-Videos und erfindet das Rad sicher auch nicht neu, ist aber erfrischend originell und erzählt von Einsamkeit, Trauer, dem Gefühl nicht dazu zu gehören und der Suche nach dem nächsten Kick, der von der tristen Alltagssituation ablenken soll. Verpackt mit einer modernen Quija-Board-Variante mit Kontakt zu den Toten und interessanten Figuren entwickelt sich eher gemächlich eine mehr als kreuzunheimliche Geschichte, die einem gleich mehrmals eiskalt am falschen Fuß erwischt. Ich will ja nicht zu viel verraten, aber was hier in der abgeht ist trotz der FSK16-Freigabe teils schon wirklich heavy und fällt auch eher die die Kategorie nachhaltig verstörend. Erinnerungen an den Indie-Hit „It follows“ aber auch „Hereditary“ werden wach und „Talk to me“ zählt auch für mich jetzt schon zu den Top-Entdeckungen des heurigen Jahres, den man sich nicht entgehen lassen sollte. Tipp!
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fritzcarraldo
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Re: Talk to me - Danny Philippou & Michael Philippou (2022)

Beitrag von fritzcarraldo »

Reich mir die Hand ✋
Talk to me
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Bei aktuellen Horrorfilmen bin ich ja oft raus.
Es sei denn sie haben irgendwie dann doch etwas interessantes zu bieten, so wie neulich der dänische Beitrag SPEAK NO EVIL, an dem ich zwar viel zu kritisieren hatte, der aber auf seine Art und Weise nachdenklich machte.
Bei TALK TO ME wird schon so einiges Bekanntes miteinander verwoben. FLATLINERS, DER EXORZIST oder neuere Horrorfilme, in denen es um Okkultismus oder Flüche geht. Eine Prise SILENT HILL, sogar in Bezug auf das neueste Spiel (SILENT HILL: SHORT MESSAGE) gilt es auch noch zu erwähnen. Dazu noch das Thema Trauer und dass die Sessions mit der Geisterhand auch für Drogenkonsum stehen könnten, das alles macht TALK TO ME auf jeden Fall interessanter als die üblichen Durchschnittshorrorfilme, die sonst so präsentiert werden. Guter Genrebeitrag aus Australien.
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sergio petroni
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Re: Talk to me - Danny Philippou & Michael Philippou (2022)

Beitrag von sergio petroni »

fritzcarraldo hat geschrieben: Di 13. Feb 2024, 10:30 Reich mir die Hand ✋
Talk to me
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Bei aktuellen Horrorfilmen bin ich ja oft raus.
Es sei denn sie haben irgendwie dann doch etwas interessantes zu bieten, so wie neulich der dänische Beitrag SPEAK NO EVIL, an dem ich zwar viel zu kritisieren hatte, der aber auf seine Art und Weise nachdenklich machte.
Bei TALK TO ME wird schon so einiges Bekanntes miteinander verwoben. FLATLINERS, DER EXORZIST oder neuere Horrorfilme, in denen es um Okkultismus oder Flüche geht. Eine Prise SILENT HILL, sogar in Bezug auf das neueste Spiel (SILENT HILL: SHORT MESSAGE) gilt es auch noch zu erwähnen. Dazu noch das Thema Trauer und dass die Sessions mit der Geisterhand auch für Drogenkonsum stehen könnten, das alles macht TALK TO ME auf jeden Fall interessanter als die üblichen Durchschnittshorrorfilme, die sonst so präsentiert werden. Guter Genrebeitrag aus Australien.
Den habe ich vor zwei Tagen gesehen. Hat mir sehr gut gefallen. Nach einem starken Auftakt bietet der Streifen immer wieder
genug Interessantes, um einen bei der Stange zu halten. Zudem fand ich den Ansatz ganz erfrischend,
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DrDjangoMD hat geschrieben:„Wohl steht das Haus gezimmert und gefügt, doch ach – es wankt der Grund auf dem wir bauten.“
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McBrewer
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Re: Talk to me - Danny Philippou & Michael Philippou (2022)

Beitrag von McBrewer »

Angesichts der lobende Worte hier habe ich dann (natürlich am helllichten Tage :angst: ) auch mal eine Blick in Talk to me gewagt.
Gottseidank verzichtet der Film weitestgehend auf nervige Jump-Scares und serviert eine solide Teenager-Horror Geschichte, die gar nach einer Fortsetzung schreit.
Interessant fand ich dabei, das für jugendliche Filmzuschauer_innen gerade dem 15-Jährige Bruder (als Identifikationsfigur) ja am übelsten mitgespielt wird. Zielgruppe erreicht, würde ich meinen :prost:
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