Welchen Film habt ihr zuletzt gesehen?
Moderator: jogiwan
- fritzcarraldo
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Re: Welchen Film habt ihr zuletzt gesehen?
Die Klapperschlange
9/10
Equalizer 2
7/10
Phantom-Kommando
7/10
Holland
Mit Nicole Kidman.
Von Mimi Cave (Fresh).
Hatte etwas mehr erwartet.
War aber okay.
6/10
9/10
Equalizer 2
7/10
Phantom-Kommando
7/10
Holland
Mit Nicole Kidman.
Von Mimi Cave (Fresh).
Hatte etwas mehr erwartet.
War aber okay.
6/10
"Das ist nicht möglich!"
"Aber notwendig!"
(Interstellar)
"J&B straight and a Corona!"
(Patrick Bateman, American Psycho)
https://www.latenight-der-fussball-talk.de
"Aber notwendig!"
(Interstellar)
"J&B straight and a Corona!"
(Patrick Bateman, American Psycho)
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Re: Welchen Film habt ihr zuletzt gesehen?
Finden Sie Livingstone! - Die Suche nach dem verschollenen Forscher und Missionar - Unspektakulärer TV-Film von 1966 über die Suche von Stanley nach Livingstone. Hat etwas von Doku-Reenactment und Schulfernsehen. Immerhin an Schauplätzen in Südafrika gedreht. Die großen Highlights bleiben aus, eine Erzählstimme erklärt, was alles passiert ist, wenn mal wieder der Strich auf der Landkarte weiterwandert. Als Zeitdokument ganz interessant, aber sonst eher schläfrig.
Das Königreich der Katzen - Schöner Ghibli-Film. Diesmal nicht von Hayao Miyazaki sondern von Hiroyuki Morita. Wunderschön fantasiereicher, angenehm seltsamer Film. Nicht zu lang, vielleicht nicht auf einem Level wie Miyazakis poetische Meisterwerke, aber unterhaltsam und lädt zum Abtauchen in eine Märchenwelt ein.
Leichen pflastern seinen Weg - Wiedersehen in UHD. Wie jedes Mal hat der Film die Wucht eines ungebremsten Schlages in die Magengrube. Und auch, wenn man weiß, wie es ausgeht, so verliert der Film auch beim wiederholten Anschauen nichts von seiner emotionalen Härte. Diesmal fiel mir besonders auf, die zurückhaltend und kontrolliert Kinski spielt. Auch mal trügerisch charmant, intelligent und immer absolut skrupellos. Demgegenüber erscheint mir Silence nicht wirklich klug. Zu sehr von seinen Gefühlen geleitet, naiv und regelrecht hilflos, wenn sein One-Trick mit "ich provoziere, bis das Gegenüber als erstes zieht" nicht funktioniert. Da ist sein Gegner um einiges schlauer. Auch eine Umkehrung des üblichen Italo-Western-Klischees, wo sich die Anti-Helden oftmals durch eine besondere Gerissenheit auszeichnen. Spannend, den einmal unter dieser Prämisse zu schauen. Und die Kapitalismus-Kritik ist unheimlich aktuell.
Rosenthal - Sehr schöner und berührender TV-Film über Hans "Das war spitze!" Rosenthal. Ein überraschend leiser Film, der mich sehr mitgenommen hat. Nicht nur über Rosenthal, sondern auch sehr viel über die BRD in den 70ern. Den Muff, das Verdrängen und mittendrin Rosenthal, der selber seine schlimmen Erlebnisse im 3. Reichen unterdrückt und sich verschließt. Statt anzuklagen, hat er sich entschlossen, allen Menschen mit Freundlichkeit zu begegnen, um sie damit zu überzeugen, selber freundlich miteinander umzugehen. Dass er allerdings am 40. Jahrestag der Reichsprogromnacht seine 75. Sendung moderieren soll, erschüttert ihn und bringt ihn letztendlich dazu, sich seiner Vergangenheit und unterdrückten Erinnerungen zu stellen. Und das ist so wunderbar unaufdringlich, ohne Zeigefinger, subtil und vor allem menschlich gefilmt, dass ich oftmals Tränen in den Augen hatte Das wird auch alles nicht spektakulär ausgeschlachtet. Vieles muss man sich denken. Und Rosenthals Widerstand ist kein großer oder gar spektakulärer Akt der rebellion. Eher so ein kleines Innehalten, ein Luftholen und die Augen öffnen. Florian Lukas sieht Rosenthal zwar nicht besonders ähnlich, aber in allem - Sprache, Gesten, Körperhaltung - IST er Rosenthal. An zwei Stellen geht der Film von der Fiktion in Aufnahmen des echten Rosenthals über, aber das bringt dann keinen Bruch. Besonders der letzte Übergang hat mich unheimlich berührt. Toller Film. Danach sah ich noch eine halbstündige Doku über Rosenthal, welche das Bild noch einmal vervollständigte. Und eigentlich noch einmal klar macht, wie einschneidend dieses Ereignis für ihn und seinen Umgang mit seiner Vergangenheit war. Ich bin ja auch mit "Dalli Dalli" aufgewachsen, kannte Rosenthal daher. Er war nie mein Lieblingsmoderator (war eher Team Kulenkampff), aber hier war er mir so nah wie nie. Ganz häufig verspürte ich den großen Wunsch, diesen Mann einfach einmal in den Arm zu nehmen.
Kamikaze - Des Gendarmen Vorgesetzter dreht durch. Okay, das ist jetzt etwas oberflächlich. Aber die Show, die Michel Galabru als unsympathischer Menschenfeind da abzieht, ist schon ziemlich unglaublich. Am Drehbuch hat ein Luc Besson mitgearbeitet (und auch produziert) und irgendwie fühlt sich der Film auch an wie die Filme, die Besson gerade am Anfang seiner Karriere gemacht hat. Bzw. wie diese ganze "kalte" französische Welle ab "Diva" & Co. Der Film spielt in einer unbestimmten Zeit, sozusagen "5 Minutes into the future". Alles ist vertraut und doch etwas merkwürdig. Galabru wird gefeuert, durch übermäßigen TV-Konsum irre und entwickelt eine Maschine, mit der er auf den Bildschirm schießen und dann die Moderator*innen darauf töten kann. Warum? Weil sie ihn nerven. Der Film ist etwas unentschlossen, ob er nun eine bitterböse Satire oder doch eine spannender SF-Film oder gar Krimi sein möchte. Einiges wirkt nicht wirklich ausgearbeitet, manche Ideen erscheinen zu viel. Interessant ist er aber trotzdem, allein wegen Galabru. Wer diesen Frankreich-Chic Anfang/Mitte der 80er und die dafür typische Musik von Eric Serra mag, der kommt hier voll auf seine Kosten.
Das Königreich der Katzen - Schöner Ghibli-Film. Diesmal nicht von Hayao Miyazaki sondern von Hiroyuki Morita. Wunderschön fantasiereicher, angenehm seltsamer Film. Nicht zu lang, vielleicht nicht auf einem Level wie Miyazakis poetische Meisterwerke, aber unterhaltsam und lädt zum Abtauchen in eine Märchenwelt ein.
Leichen pflastern seinen Weg - Wiedersehen in UHD. Wie jedes Mal hat der Film die Wucht eines ungebremsten Schlages in die Magengrube. Und auch, wenn man weiß, wie es ausgeht, so verliert der Film auch beim wiederholten Anschauen nichts von seiner emotionalen Härte. Diesmal fiel mir besonders auf, die zurückhaltend und kontrolliert Kinski spielt. Auch mal trügerisch charmant, intelligent und immer absolut skrupellos. Demgegenüber erscheint mir Silence nicht wirklich klug. Zu sehr von seinen Gefühlen geleitet, naiv und regelrecht hilflos, wenn sein One-Trick mit "ich provoziere, bis das Gegenüber als erstes zieht" nicht funktioniert. Da ist sein Gegner um einiges schlauer. Auch eine Umkehrung des üblichen Italo-Western-Klischees, wo sich die Anti-Helden oftmals durch eine besondere Gerissenheit auszeichnen. Spannend, den einmal unter dieser Prämisse zu schauen. Und die Kapitalismus-Kritik ist unheimlich aktuell.
Rosenthal - Sehr schöner und berührender TV-Film über Hans "Das war spitze!" Rosenthal. Ein überraschend leiser Film, der mich sehr mitgenommen hat. Nicht nur über Rosenthal, sondern auch sehr viel über die BRD in den 70ern. Den Muff, das Verdrängen und mittendrin Rosenthal, der selber seine schlimmen Erlebnisse im 3. Reichen unterdrückt und sich verschließt. Statt anzuklagen, hat er sich entschlossen, allen Menschen mit Freundlichkeit zu begegnen, um sie damit zu überzeugen, selber freundlich miteinander umzugehen. Dass er allerdings am 40. Jahrestag der Reichsprogromnacht seine 75. Sendung moderieren soll, erschüttert ihn und bringt ihn letztendlich dazu, sich seiner Vergangenheit und unterdrückten Erinnerungen zu stellen. Und das ist so wunderbar unaufdringlich, ohne Zeigefinger, subtil und vor allem menschlich gefilmt, dass ich oftmals Tränen in den Augen hatte Das wird auch alles nicht spektakulär ausgeschlachtet. Vieles muss man sich denken. Und Rosenthals Widerstand ist kein großer oder gar spektakulärer Akt der rebellion. Eher so ein kleines Innehalten, ein Luftholen und die Augen öffnen. Florian Lukas sieht Rosenthal zwar nicht besonders ähnlich, aber in allem - Sprache, Gesten, Körperhaltung - IST er Rosenthal. An zwei Stellen geht der Film von der Fiktion in Aufnahmen des echten Rosenthals über, aber das bringt dann keinen Bruch. Besonders der letzte Übergang hat mich unheimlich berührt. Toller Film. Danach sah ich noch eine halbstündige Doku über Rosenthal, welche das Bild noch einmal vervollständigte. Und eigentlich noch einmal klar macht, wie einschneidend dieses Ereignis für ihn und seinen Umgang mit seiner Vergangenheit war. Ich bin ja auch mit "Dalli Dalli" aufgewachsen, kannte Rosenthal daher. Er war nie mein Lieblingsmoderator (war eher Team Kulenkampff), aber hier war er mir so nah wie nie. Ganz häufig verspürte ich den großen Wunsch, diesen Mann einfach einmal in den Arm zu nehmen.
Kamikaze - Des Gendarmen Vorgesetzter dreht durch. Okay, das ist jetzt etwas oberflächlich. Aber die Show, die Michel Galabru als unsympathischer Menschenfeind da abzieht, ist schon ziemlich unglaublich. Am Drehbuch hat ein Luc Besson mitgearbeitet (und auch produziert) und irgendwie fühlt sich der Film auch an wie die Filme, die Besson gerade am Anfang seiner Karriere gemacht hat. Bzw. wie diese ganze "kalte" französische Welle ab "Diva" & Co. Der Film spielt in einer unbestimmten Zeit, sozusagen "5 Minutes into the future". Alles ist vertraut und doch etwas merkwürdig. Galabru wird gefeuert, durch übermäßigen TV-Konsum irre und entwickelt eine Maschine, mit der er auf den Bildschirm schießen und dann die Moderator*innen darauf töten kann. Warum? Weil sie ihn nerven. Der Film ist etwas unentschlossen, ob er nun eine bitterböse Satire oder doch eine spannender SF-Film oder gar Krimi sein möchte. Einiges wirkt nicht wirklich ausgearbeitet, manche Ideen erscheinen zu viel. Interessant ist er aber trotzdem, allein wegen Galabru. Wer diesen Frankreich-Chic Anfang/Mitte der 80er und die dafür typische Musik von Eric Serra mag, der kommt hier voll auf seine Kosten.
Früher war mehr Lametta
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- Dick Cockboner
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Re: Welchen Film habt ihr zuletzt gesehen?
Hasch mich - Ich bin der Mörder
Ein sehr freudiges Wiedersehen!
Ich bin ja ziemlich schnell zufrieden zu stellen, mir reicht ja (fast) aus, LdF immer mal wieder quer durch Räume flitzen zu sehen um mich königlich zu beömmeln. Es gibt auch eine (frühere) englische Verfilmung und eine deutsche mit Tappert Horst unter dem Titel "Der Aussichtsturm"
Kennt den Jemand?
Der Film ist toll! Die Darsteller sind formidable gut aufgelegt und alles passt, außer Paul Préboist, der ist so doof wie immer.
Mein heimlicher Held ist Bernard Blier als Inspecteur Ducros, stocksteif & ernst - ein echter Brüller!
Liebe geht raus an den gehaschten Mörder!
Ein sehr freudiges Wiedersehen!

Ich bin ja ziemlich schnell zufrieden zu stellen, mir reicht ja (fast) aus, LdF immer mal wieder quer durch Räume flitzen zu sehen um mich königlich zu beömmeln. Es gibt auch eine (frühere) englische Verfilmung und eine deutsche mit Tappert Horst unter dem Titel "Der Aussichtsturm"

Kennt den Jemand?
Der Film ist toll! Die Darsteller sind formidable gut aufgelegt und alles passt, außer Paul Préboist, der ist so doof wie immer.
Mein heimlicher Held ist Bernard Blier als Inspecteur Ducros, stocksteif & ernst - ein echter Brüller!
Liebe geht raus an den gehaschten Mörder!
