Die beiden Brüder Aaron (Moorhead) und Justin (Benson) leben zusammen in einer Wohnung und führen
ein einfaches Leben. Beide befinden sich in psychologischer Behandlung aufgrund traumatischer Kindheitserfahrungen.
Damals entkamen sie einem sektenählichen Selbstmordkult, der sie nach dem angeblichen Unfalltod der
Eltern aufgenommen hatte. Eines Tages landet ein mysteriöses Video, offenbar auf dem Sektengelände gedreht
bei den Brüdern im Briefkasten. Die beiden beschließen, zur Traumabewältigung dem Camp noch einmal einen
Besuch abzustatten. Dort werden sie mit offenen Armen in einer scheinbar heilen Welt empfangen.
Während Justin nach kurzer Zeit genug gesehen hat, überlegt sich Aaron ernsthaft, im Camp zu bleiben.
Nach und nach werden den beiden kleine Hinweise zugespielt. Alles deutet darauf hin, daß im
Camp elementare Naturgesetze nicht gelten. Die beiden Brüder müssen eine Entscheidung treffen,
bevor es möglicherweise kein Zurück mehr gibt.....
Das Duo Benson und Moorhead kehrte mit "The Endless" an die Schauplätze ihres Erstlings
"Resolution - Cabin of Death" zurück. "The Endless" ist aufwendiger produziert, hatte aber dennoch
kein allzu großes Budget. Deshalb übernahmen Benson und Moorhead auch möglichst viele
Aufgaben, in dem Fall neben Regie, Drehbuch, Kamera und Schnitt auch die Hauptrollen.
Auch die immer wieder kehrende Melodie von "House Of The Rising Sun" wurde gewählt,
da sie lizenzfrei ist. Und "The Endless" sieht zuallererst auch sehr gut aus. Neben
stimmungsvollen Landschaftsaufnahmen (oftmals per Drohne) wissen auch die Tricksequenzen
zu überzeugen.
Und dann die Story. Unsere Brüder suchen Antworten auf die mysteriösen Vorkommnisse im Camp,
wie der Zuschauer ebenfalls. Hinweise gibt es immer bruchstückhaft, man fragt sich,
was ist real, was Einbildung. Auch gelingt es dem Film erstaunlicherweise, sich diese Frage auch den
Zuschauer konkret stellen zu lassen; ein paarmal dachte ich "Habe ich das jetzt wirklich gesehen?".
Ob man zu Antworten gelangt, bleibt jedem selbst überlassen. Die Gemengelage zwischen
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Zeitschleifen, Zeit-Raum-Anomalien, einem klassischen Gottwesen, Wiedergeburt, Einbildung und Realität (aber was ist
eigentlich Realität)
hält einen fasziniert vor der Leinwand.
Ich glaube, bei tausend Zuschauern gäbe es hinterher tausend verschiedene Meinungen,
was man denn gerade gesehen habe; und das spricht eindeutig für den Film!
8,5/10