Arkadin hat geschrieben: "Kill Bill" Vol. 2 bietet alles, was ich an Filmen so liebe. Das fängt an bei dem kongenialen Einsatz fremder Musik (hier muss ich Herrn Morricone vehement widersprechen, die "geklaute" Musik passt hervorragend in den neuen Kontext und Bild/Ton befruchten sich gegenseitig) und dann nimmt er sich einfach mal Zeit. Da wird nicht wild hin und her geschnitten und mit der Kamera gerüttelt. Alles ist in einem ruhigen Fluss, wie man ihn heute bei populären Filmen nicht mehr findet. Ja, es wird viel geredet und das ist hier auch gut so.Neben Madsen-Charakter gibt es noch andere Dinge, die QT einfach richtig macht. Allein dem blutgeilen Publikum das Finale vorzuenthalten ist meiner Meinung nach genau der richtige schritt. Statt eines blutigen, spektakulären Kampfes zwischen Der Braut und Bill, sitzen sie sich gegenüber, wissen genau, dass sie am Ende des Weges angekommen sind und können das akzeptieren. Nichts aufgeregtes, nein, Erwachsene Menschen tun erwachsene Dinge. Punkt.
Ähnliches gilt für Daniel Brühl in "Bastereds". Großartig, wie eine faschistische, herrenmenschliche Figur so sympathisch gezeichnet wird und damit klar macht: Lasst Euch nicht von Äußerlichkeiten blenden. Der Faschismus kann auch ein hübsch-lächelndes Gesicht haben. Und das Ende von "Basterds" ist auch großartig. Klar, da gibt es die Szene mit dem toten Hitler und dem brennenden Kino (gerade das brennede Kino - die reinigende Kraft des Films/der Fantasie über die schlechte Welt) finde ich großartig.
Schöne Dinge die du da ansprichst Arkadin, du gehst in die Tiefe, große Klasse.
Kommen wir mal zum Ende von KB 2, für mich das BESTE vom ganzen Film.Er hätte aber Kill Bill insgesamt auf 160 minuten bringen sollen.Hier wäre das noch OK gewesen aber nein er bekommt es nicht gebacken weil es einfach zuviel an Story ist die er erzählen möchte und er ist es aufgrund von nicht vorhandenem Verständnis der Materie nicht gebacken bekommt.Etwas weniger Bla/Bla und einiges an Zeitstraffen wäre hier deutlich, ich betone deutlich mehr gewesen.Da die Schnupfnase aber ein Egoist sondergleichen ist haben sie Ihn nochmals gewähren lassen.Bei IB haben sie Ihm gleich mal vorne weg die Federn gestuzt, keine 2 Teile und keine 200 Minuten oder mehr Film.
Basterds mag zeitweise tolle momente haben das gebe ich zu, welche die Emotional aufrütteln aber dann kommt wieder diese verkackte Coolness zum vorschein und macht einem alles Kaputt.Alles was einem so toll an großartigen Szenen gefällt, ist in der nächsten Sekunde weg weil er es mit irgendeinem Käse niederreißt.Bei IB ist das bisher am deutlichsten für mich gewesen.Ein wirklich guter Director behält die Grundstimmung des Film in einem bei.Ein Magier (oder auch Blender) versucht immer etwas neues und da wir nicht im Zirkus sind geht das hier einfach vollends in die HOSE!!
Auch ich stehe hier hinter Morricone, der ganz deutlich aufzeigt was für ein Problem QT hat.
Springst du nicht nach QTs Nase, dann läßt er dich fallen wie eine heiße Kartoffel.
Hallo, wenn Morricone sagt das ein Song von heute auf morgen nicht geht, wo liegt dein Problem?!
Gibt dem Herren Zeit, nein QT will es so wie er es möchte.
Vaffanculo QT, Vaffanculo !
Das ist es was Morricone gesagt haben wird und genau so schaut es aus, ein dickes Vaffanculo auch von mir.
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