FarfallaInsanguinata hat geschrieben: ↑Fr 18. Jul 2025, 21:51Joy Division – Closer
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Jahrzehnte nicht gehört, und ich hatte tatsächlich vergessen, wie toll dieses Album einerseits ist und wie innovativ es andererseits für seine Veröffentlichungszeit war. Gefällt mir unglaublich gut!
Ja, JOY DIVISION. Closer. So oft gehört, dass ich jede Note kenne. Ein Album wie nach Hause kommen. In die Musik hineinsinken wie in den Lieblingssessel und sich wohlfühlen. Wenn ich nur eine Platte mitnehmen dürfte auf eine einsame Insel, dann wäre es diese ...
FarfallaInsanguinata hat geschrieben: ↑Fr 18. Jul 2025, 21:51Joy Division – Closer
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Jahrzehnte nicht gehört, und ich hatte tatsächlich vergessen, wie toll dieses Album einerseits ist und wie innovativ es andererseits für seine Veröffentlichungszeit war. Gefällt mir unglaublich gut!
Ja, JOY DIVISION. Closer. So oft gehört, dass ich jede Note kenne. Ein Album wie nach Hause kommen. In die Musik hineinsinken wie in den Lieblingssessel und sich wohlfühlen. Wenn ich nur eine Platte mitnehmen dürfte auf eine einsame Insel, dann wäre es diese ...
Oha1
Über Platten für die einsame Insel habe ich natürlich auch schon nachgedacht, könnte mich aber nicht auf eine beschränken. Tatsächlich würde ich eine Handvoll französische Oi!-Klassiker mitnehmen (Camera Silens, Warrior Kids, Komintern Sect, Snix), da steckt am meisten Herzblut drin.
Re: The South will rise again
Verfasst: Mo 21. Jul 2025, 18:25
von FarfallaInsanguinata
28. Nopresion - vision CD (1993) SMD Records
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Thrash ist nun nicht unbedingt mein favorisierter Metal-Stil und an diesem Album der spanischen Band fand ich vor allem die Texte in Muttersprache interessant, dennoch läuft es auch musikalisch gut durch. Das Ding war im SPV-Vertrieb, die CD dürfte bei uns also problemlos erhältlich gewesen sein, LP und Kassette habe ich nie zu Gesicht bekommen.
Re: The South will rise again
Verfasst: Mo 21. Jul 2025, 20:29
von FarfallaInsanguinata
29. Noise of Bolgia CD (1995) City Record
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Der Untertitel verrät, es handelt sich hier um einen Städte-Sampler, denn alle Bands stammen aus der Metropolregion Mailand. Wie in den Neunzigern üblich, verschwimmen die Grenzen zwischen verschiedenen Metal-Stilen ein wenig, ab und zu spielt auch Hardcore mit rein, das macht es aber interessant und abwechslungsreich und echte Ausfälle sind nicht unter den Tracks, auch wenn man natürlich nicht alles gleich gut findet. Eine ausgesprochen obskure Veröffentlichung, die wohl auch sehr schlecht vertrieben wurde, ich persönlich kam nur in den Besitz der CD, weil ich mich damals gerade in der Stadt rumtrieb. Aber dank Tante YT dürft ihr euch nun tatsächlich selbst ein Bild von der Musik machen.
Re: The South will rise again
Verfasst: Fr 25. Jul 2025, 13:22
von buxtebrawler
FarfallaInsanguinata hat geschrieben: ↑Fr 18. Jul 2025, 21:51
Inspiriert durch die Achtziger, wo man sich gerne mal gegenseitig Platten zum Kopieren verliehen hat, denn es erschien einfach zu viel, um alles selbst kaufen zu können und die frühen Neunziger, wo es aufgrund einer Gesetzeslücke kurzzeitig auch Audio-CDs in den Videotheken zu leihen gab, möchte ich das mit meiner tollen Hardware aufgreifen und erneut klassische Alben, die ich bisher nicht besitze, von CD auf Audiokassette überspielen.
Dabei verwende ich gute gebrauchte Chrom-Ware von Sony oder TDK, die selbstverständlich vorher auf einwandfreie Funktion getestet wurde. Außerdem werden alte Aufnahmen mit dem Telefunken vorgelöscht, damit sie nicht auf die aktuelle Bespielung durchdrücken. Kann in seltenen Fällen vorkommen, wenn der Löschkopf nicht richtig arbeitet. Die jetzige Aufnahme fertige ich mit dem besseren Nakamichi an, Aussteuerung und Balance einstellen und los. Leerkassetten einmessen habe ich nie gemacht, das ist mir zu nerdig. Zwei schöne Alben ergeben dann eine schöne C90, der Covereinleger wird selbstverständlich von Hand gestaltet.
So was macht Spaß und wollte ich so ähnlich auch mal machen, aber mir fehlt einfach die Zeit...
Re: The South will rise again
Verfasst: Sa 23. Aug 2025, 18:27
von FarfallaInsanguinata
30- Masacre - reqviem CD (1991) Osmose
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Anfang der Neunziger begannen europäische Metal-Labels verstärkt, ihre Fühler nach Übersee auszustrecken, was zu einer gewissen Win-Win-Situation führte. Auf der einen Seite für die Bands, die in ihrer Heimat nicht unbedingt die Möglichkeiten für professionelle Veröffentlichungen gehabt hätten, auf der anderen für uns deutsche Hörer, die wir dank heimischer Vertriebswege trotzdem leicht in den Genuss der exotischen Musik kommen konnten.
Diese frühe, erst zweite (!), Albumveröffentlichung des später im Jahrzehnt zu einem der Black Metal-Labels aufsteigenden Osmose Productions passt da perfekt rein. Zu hören gibt es sehr gut produzierten Death mit spanischen Texten, der aber an zu wenig Abwechslung krankt. Die Band hat in Kolumbien bestimmt einen verdienten Kultstatus als Pioniere, zieht man bei uns den Exotenfaktor ab, ist das leider recht langweilig. So helfen auch die zwei Bonussongs gegenüber der LP-Version nicht weiter und unterm Strich bleibt ein musikalisch nicht wirklich wichtiges Werk, das aber wie alle frühen Veröffentlichungen des Labels zum Sammlerstück avancierte, vor allem als Vinyl.
Re: The South will rise again
Verfasst: Di 2. Sep 2025, 17:16
von FarfallaInsanguinata
31. Infernö - utter hell CD (1996) Osmose
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Und schon wieder die umtriebigen Franzosen. Etwas Label-untypisch hat diese norwegische Band einen starken Thrash-Einschlag, das kracht und rumpelt ganz kräftig, ist aber sehr klar und powervoll produziert. Bei der kurzen Spielzeit von 35 Minuten mag auch keine Langeweile aufkommen und so macht dieses Album durchaus Spaß.
Re: The South will rise again
Verfasst: Sa 10. Jan 2026, 18:06
von FarfallaInsanguinata
32. Impaled Nazarene – ugra-karma CD (1993) Osmose
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Und schon wieder die umtriebigen Franzosen. Dieses Mal mit ihrem angestammten Genre und einer deren Kultbands. Die Finnen gehen dabei auf ihrem zweiten Album zumindest optisch etwas humorvoller und undogmatischer vor, auf den Panda-Look und Waffen wird verzichtet. Musikalisch allerdings gibt es die volle Breitseite und die meisten „normalen“ Musikkonsumenten würden sowas wohl schlicht als Krach empfinden; mir gefällt’s, nicht immer, aber immerhin, wenn ich in der richtigen Stimmung bin.
Das Cover musste für die Zweitauflage getauscht werden, da die Band das Krishna-Motiv ohne Zustimmung der Rechteinhaber verwandt hatte. Das macht die Erstpressung selbstverständlich wieder zum kostenintensiven Sammlerstück, vor allem das Vinyl ist extrem teuer, ich begnüge mich mit der CD.
Re: The South will rise again
Verfasst: Sa 10. Jan 2026, 18:15
von FarfallaInsanguinata
33. Holocaust – the sound of souls CD-EP (1989) Chrome Records
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Diese Formation aus Edinburgh gehört ohne Frage zu den Kult-Größen der NWOBHM, kommt ihnen doch sogar die Ehre zu, mit „Heavy Metal Mania“ eine der Hymnen der Bewegung verfasst zu haben. Nach der Hochphase in der ersten Hälfte des Jahrzehnts gab es 1989 noch einen weitgehend unbeachtet gebliebenen Nachschlag in Form dieses Mini-Albums, parallel auf 12“ und CD veröffentlicht. Stilistisch geht man hier völlig anders zu Werke als in früheren Tagen, es gibt eine recht eigenwillige Mischung aus Thrash und komplexen progressiven Parts. Das überrascht erstmal und viele True Metaller werden sich sicherlich mit Grausen abwenden, ich finde es hingegen durchaus charmant, wenn man sich drauf einlässt. Auf jeden Fall spannender, als wenn die Band schlicht ihren alten Sound fortgeführt hätte.
Leider ist diese CD eine ausgesprochen seltene Erscheinung, das Vinyl dürfte etwas leichter aufzutreiben sein.
Re: The South will rise again
Verfasst: Sa 10. Jan 2026, 18:25
von FarfallaInsanguinata
34. Hanker – in our world CD (1994) Eigenproduktion
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Diese Band aus dem kanadischen Québec wurde angeblich bereits 1985 gegründet, erwies sich jedoch als ausgesprochen unproduktiv. Das erste Demo erschien erst 1991, das erste volle Album wiederum drei Jahre später. Die lange Wartezeit hat sich aber gelohnt, denn der Power Metal der Formation gefällt sehr gut. Stilistisch deutlich an die Achtziger angelehnt, schlägt auch die Produktion in diese Kerbe. Der Sound ist okay, mit einem fähigen Studio hätte man da durchaus noch etwas mehr rauskitzeln können. Texte sind, trotz der Herkunftsregion, eher untypisch für „französische“ Bands, leider in englisch.
Ein hübsches Sammlerstück, das auch etwas teurer ausfällt, jedoch erschien zwei Jahre nach dem Original bei „Hellion“ eine deutsche Version mit einem Bonussong, die in unseren Breitengraden leichter aufzutreiben sein könnte.