Zuerst beim Koreaner auf ein Bibimbap, dann noch "KPop Demon Hunters" und der Film ist für mich immer noch super und eine unerwartete Überraschung mit toller Botschaft. Jetzt kann ich den 2026 am Ende des Jahres wieder auf den Bestenliste packen.jogiwan hat geschrieben: ↑Mo 25. Aug 2025, 07:30 Das Schöne am Alter ist ja, dass man nicht jeden Trend mitmachen muss und manche Dinge wie den K-Pop-Hype auch gemütlich an sich vorüberziehen lassen kann. Nun ist aber der animierte „KPop Demon Hunters“ nun einmal da, wird wohl in den nächsten Wochen der erfolgreichste Netflix-Film aller Zeiten, ist für den Sommerhit 2025 verantwortlich und auch noch ein popkultureller Rundumschlag, den man sich als Musik-interessierter Mensch trotz etwaiger Vorbehalte nicht unbedingt verschließen muss. Als Mischung aus Musik, Action, Dämonen-Horror, Außenseiterdrama und Konzertfilm punktet „KPop Demon Hunters“ eigentlich auf der vollen Linie und ist neondurchflutete Reizüberflutung, der man gerne die doch recht konventionelle Geschichte über Gut, Böse, Stardome und Fanliebe mit Optionen auf Vorgänger, Nachfolger, Merchandise und Serie verzeiht. Das Herzstück des animierten Streifens sind ja ohnehin die Songs und die sind nun einmal verdammt eingängig und catchy und der Blick auf die aktuellen Charts offenbart auch die Tatsache, dass es „Golden“ schon längst auf die 1 geschafft hat, ohne dass ich es irgendwie mitbekommen hätte. Mit Sicherheit zähle ich nicht mehr zur Zielgruppe dieses Sony-Hits, aber „KPop Demon Hunters“ trifft den Nerv der Zeit, ist am Puls der Zeit, rockt ohne Ende, ist herzerwärmend und macht dabei auch noch riesigen Spaß. Irgendwo auf der Welt wird sich zwar jemand gehörig ärgern, diesen Film nicht in die Kinos gebracht, sondern an Netflix verscherbelt zu haben, aber das Ding ist ja auch bereits dort groß durchgestartet und wird uns auch sicher noch die nächsten Jahre begleiten. Ich bin überrascht und begeistert und vielleicht mutiere ich auf meine alten Tage vielleicht auch noch zum KPop-Fan. Jupp, der macht richtig Spaß!
Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch
Moderator: jogiwan
Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch
KPop Demon Hunters
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch
Im Schatten des Killers
Seit Kindheitstagen hat Sharon hellseherische Kräfte, die sie im Erwachsenenalter zum Argwohn ihres Mannes der Polizei bei Ermittlungen zur Verfügung stellt. Bei einem grausamen Fall von Kindsmorden wird sie jedoch von dem Killer verfolgt und es kommt zu einem Verkehrsunfall, bei dem Sharon erblindet. Einige Zeit später wird sie wieder von den ermittelnden Beamten kontaktiert und vor allem Inspektor Schumann versucht mit Hilfe von Sharon dem Killer einen Schritt näher zu kommen. Dieser mordet jedoch weiter und hat bald auch die blinde Frau im Visier, die vor den Trümmern ihres Lebens steht und sich mühsam wieder zurückkämpfen muss…
Recht durchschnittlicher Thriller aus TV-Produktion mit Tahnee Welch, Michael Ironside und eine Prise „Akte X“ und „Black Mirror“. Einerseits geht es um eine grausame Mordserie, dann wieder um neue Technologien und „Im Schatten des Killers“ punktet dann weder auf der einen noch auf der anderen Seite. Zudem spoilert das DVD-Menü auch gleich den ganzen Streifen, sodass man noch vor Start des Films das Finale weiß. Ansonsten ist aber alles im grünen Bereich und das Drehbuch recht haarsträubend, wobei man auf drastische Schauwerte eher verzichtet, sondern eher etwas soapig zu Werke geht. Nicht wirklich gut und auch nicht wirklich schlecht und viel mehr gibt es zu dem Streifen auch nicht zu sagen. Kann man gucken, muss man aber nicht. Mein Lieblingsfilm mit der Zweit-Welch bleibt aber weiterhin „Night Train to Venice“.
Seit Kindheitstagen hat Sharon hellseherische Kräfte, die sie im Erwachsenenalter zum Argwohn ihres Mannes der Polizei bei Ermittlungen zur Verfügung stellt. Bei einem grausamen Fall von Kindsmorden wird sie jedoch von dem Killer verfolgt und es kommt zu einem Verkehrsunfall, bei dem Sharon erblindet. Einige Zeit später wird sie wieder von den ermittelnden Beamten kontaktiert und vor allem Inspektor Schumann versucht mit Hilfe von Sharon dem Killer einen Schritt näher zu kommen. Dieser mordet jedoch weiter und hat bald auch die blinde Frau im Visier, die vor den Trümmern ihres Lebens steht und sich mühsam wieder zurückkämpfen muss…
Recht durchschnittlicher Thriller aus TV-Produktion mit Tahnee Welch, Michael Ironside und eine Prise „Akte X“ und „Black Mirror“. Einerseits geht es um eine grausame Mordserie, dann wieder um neue Technologien und „Im Schatten des Killers“ punktet dann weder auf der einen noch auf der anderen Seite. Zudem spoilert das DVD-Menü auch gleich den ganzen Streifen, sodass man noch vor Start des Films das Finale weiß. Ansonsten ist aber alles im grünen Bereich und das Drehbuch recht haarsträubend, wobei man auf drastische Schauwerte eher verzichtet, sondern eher etwas soapig zu Werke geht. Nicht wirklich gut und auch nicht wirklich schlecht und viel mehr gibt es zu dem Streifen auch nicht zu sagen. Kann man gucken, muss man aber nicht. Mein Lieblingsfilm mit der Zweit-Welch bleibt aber weiterhin „Night Train to Venice“.
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch
Devil's Bride
Eines Tages werden es Engel überdrüssig im idyllischen Himmel zu leben und nach einer kleinen Rebellion, werden einige von ihnen verstoßen, von der Hölle zurückgewiesen und kommen so als Teufel auf die Erde. So auch Pinciukas, der einem Müller seine große Liebe verspricht, wenn er ihm im Gegenzug seine noch ungeborene Tochter zur Frau verspricht. Die große Liebe des Müllers währt jedoch nur kurz und die Tochter wächst heran und verliebt sich ebenfalls in einen angesehenen Bürger, als Pinciukas seinen Teil der Vereinbarung beansprucht, von der die hübsche Tochter natürlich keine Ahnung hat…
Superschräges Rock-Folklore-Musical aus Litauen, dass seinerzeit hinter dem eisernen Vorhang und unter strenger Aufsicht und Zensurvorschriften entstanden ist. Als Handlungsrahmen dient eine Volkssage über einen Müller, der einen Teufel als Arbeiter in seiner Mühle aufnimmt und mit ihm einen Pakt schließt. Das muss man fast wissen, weil man ansonsten doch recht wenig von der Handlung mitbekommt. Die ist angesichts der Musik und schönen Bilder ja ohnehin nebensächlich und in den knapp 78 Minuten passiert fast pausenlos etwas auf dem Bildschirm. Der Beginn ist ein Traum, danach wird es etwas düsterer und zwischendurch geht es immer um große Gefühle, Verlockungen und die Macht der Liebe. Statt Dialoge wird nur gesungen und getanzt und sowieso und überhaupt bekommt man so etwas nicht alle Tage vor die Linse. Irgendwie hat man „Devil’s Bride“ auch ohne Rücksicht auf Verluste realisiert. Als Musikfilm-Liebhaber eine Offenbarung, für alle anderen vermutlich nicht ganz so toll, aber immer noch ein völlig schräges und ungewöhnliches Erlebnis für Menschen mit besonderem Geschmack. Tipp!
Eines Tages werden es Engel überdrüssig im idyllischen Himmel zu leben und nach einer kleinen Rebellion, werden einige von ihnen verstoßen, von der Hölle zurückgewiesen und kommen so als Teufel auf die Erde. So auch Pinciukas, der einem Müller seine große Liebe verspricht, wenn er ihm im Gegenzug seine noch ungeborene Tochter zur Frau verspricht. Die große Liebe des Müllers währt jedoch nur kurz und die Tochter wächst heran und verliebt sich ebenfalls in einen angesehenen Bürger, als Pinciukas seinen Teil der Vereinbarung beansprucht, von der die hübsche Tochter natürlich keine Ahnung hat…
Superschräges Rock-Folklore-Musical aus Litauen, dass seinerzeit hinter dem eisernen Vorhang und unter strenger Aufsicht und Zensurvorschriften entstanden ist. Als Handlungsrahmen dient eine Volkssage über einen Müller, der einen Teufel als Arbeiter in seiner Mühle aufnimmt und mit ihm einen Pakt schließt. Das muss man fast wissen, weil man ansonsten doch recht wenig von der Handlung mitbekommt. Die ist angesichts der Musik und schönen Bilder ja ohnehin nebensächlich und in den knapp 78 Minuten passiert fast pausenlos etwas auf dem Bildschirm. Der Beginn ist ein Traum, danach wird es etwas düsterer und zwischendurch geht es immer um große Gefühle, Verlockungen und die Macht der Liebe. Statt Dialoge wird nur gesungen und getanzt und sowieso und überhaupt bekommt man so etwas nicht alle Tage vor die Linse. Irgendwie hat man „Devil’s Bride“ auch ohne Rücksicht auf Verluste realisiert. Als Musikfilm-Liebhaber eine Offenbarung, für alle anderen vermutlich nicht ganz so toll, aber immer noch ein völlig schräges und ungewöhnliches Erlebnis für Menschen mit besonderem Geschmack. Tipp!
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch
Little Odessa
Der Berufskiller Joshua kehrt für einen Auftrag zurück in sein altes Viertel Brooklyn, wo sich seine Eltern als russische Emigranten in Brighton Beach eine kleine Existenz aufgebaut haben. Doch über die Jahre hat sich vieles verändert und auch sein kleiner Bruder Reuben ist mittlerweile fast erwachsen geworden. Das Wiedersehen mit seinem Vater ist frostig und als Joshua erfährt, dass seine Mutter todkrank und nicht mehr lange zu leben hat, besteht er darauf, diese zu besuchen. Sein Erscheinen bleibt aber auch den lokalen Kriminellen nicht verborgen, die mit Joshua mehr als nur eine Rechnung offen haben und so gerät der Rest seiner Familie bald zwischen die Fronten, was nicht ohne drastische Folgen bleibt…
Unterkühlter Großstadt-Thriller mit großartigem Cast über einen Berufskiller auf den Spuren seiner Vergangenheit in New Yorker Stadtteil Brooklyn, dessen Stadtteil aufgrund seiner russischstämmigen Einwanderer auch den Spitznamen „Little Odessa“ trägt. Dabei geht es weniger um Gang-Kriminalität, als mehr um eine dysfunktionale Familie, die versucht zwischen organisierter Kriminalität und dem Verschwinden des Sohnes als gesuchter Verbrecher ein halbwegs normales Leben zu führen. Das Auftauchen des Sohnes bleibt jedoch nicht unbemerkt und zieht bald düstere Konsequenzen für alle Beteiligten nach sich. „Little Odessa“ ist dabei recht unaufgeregt und statt Action liegt das Augenmerk auch eher auf den unterschiedlichen Figuren, die ihr trauriges Schicksal auch mit Emigranten-Stolz ertragen. Das die ganze Sause nicht gut ausgeht, ist eigentlich schon von Anbeginn klar und dennoch schafft es Regisseur James Gray und seinem Cast mit Mut zur Hässlichkeit bis zum Ende unberechenbar zu bleiben und eine Art Gegenentwurf zu "Pulp Ficiton" zu schaffen, der ja auch im gleichen Jahr in die Kinos kam. Gangster-Filme sind ja nicht unbedingt meine Baustelle, aber dieser Streifen hier verzichtet größtenteils auf verklärten Gangster-Pathos und zeigt die Gewalt ungeschönt mit aller Konsequenz für alle direkt und auch indirekt Beteiligten.
Der Berufskiller Joshua kehrt für einen Auftrag zurück in sein altes Viertel Brooklyn, wo sich seine Eltern als russische Emigranten in Brighton Beach eine kleine Existenz aufgebaut haben. Doch über die Jahre hat sich vieles verändert und auch sein kleiner Bruder Reuben ist mittlerweile fast erwachsen geworden. Das Wiedersehen mit seinem Vater ist frostig und als Joshua erfährt, dass seine Mutter todkrank und nicht mehr lange zu leben hat, besteht er darauf, diese zu besuchen. Sein Erscheinen bleibt aber auch den lokalen Kriminellen nicht verborgen, die mit Joshua mehr als nur eine Rechnung offen haben und so gerät der Rest seiner Familie bald zwischen die Fronten, was nicht ohne drastische Folgen bleibt…
Unterkühlter Großstadt-Thriller mit großartigem Cast über einen Berufskiller auf den Spuren seiner Vergangenheit in New Yorker Stadtteil Brooklyn, dessen Stadtteil aufgrund seiner russischstämmigen Einwanderer auch den Spitznamen „Little Odessa“ trägt. Dabei geht es weniger um Gang-Kriminalität, als mehr um eine dysfunktionale Familie, die versucht zwischen organisierter Kriminalität und dem Verschwinden des Sohnes als gesuchter Verbrecher ein halbwegs normales Leben zu führen. Das Auftauchen des Sohnes bleibt jedoch nicht unbemerkt und zieht bald düstere Konsequenzen für alle Beteiligten nach sich. „Little Odessa“ ist dabei recht unaufgeregt und statt Action liegt das Augenmerk auch eher auf den unterschiedlichen Figuren, die ihr trauriges Schicksal auch mit Emigranten-Stolz ertragen. Das die ganze Sause nicht gut ausgeht, ist eigentlich schon von Anbeginn klar und dennoch schafft es Regisseur James Gray und seinem Cast mit Mut zur Hässlichkeit bis zum Ende unberechenbar zu bleiben und eine Art Gegenentwurf zu "Pulp Ficiton" zu schaffen, der ja auch im gleichen Jahr in die Kinos kam. Gangster-Filme sind ja nicht unbedingt meine Baustelle, aber dieser Streifen hier verzichtet größtenteils auf verklärten Gangster-Pathos und zeigt die Gewalt ungeschönt mit aller Konsequenz für alle direkt und auch indirekt Beteiligten.
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch
Getäuscht
Restauratorin Adrienne ist einige Jahre glücklich mit Museumskurator Jack verheiratet und das erfolgreiche Paar hat eine gemeinsame Tochter und eine tolle Wohnung in New York. Nach einer Geschäftsreise nach Boston findet Adrienne jedoch einige Unstimmigkeiten in Jacks Erzählungen und auch ein Mord in seinem Arbeitsumfeld und ein Raub im Museum lässt die Idylle der Familie erschaudern. Als wenig später die Polizei an die Türe klopft, erfährt Adrienne, dass Jack bei einem Autounfall tödlich verunglückt ist, erlebt sie neuerlich eine Überraschung. Jack hat das gemeinsame Leben unter einer falschen Identität gelebt und als Adrienne weiter forscht, findet sie immer mehr Hinweise auf dessen eigentlichen Existenz und kriminelle Energie…
Solider Frühneunziger-Hochglanz-Thriller mit erfolgreichen Menschen, Handlungsort New York und Goldie Hawn in einer für sie eher ungewöhnlichen Rolle als selbstbewusste und glückliche Frau, die erfahren muss, dass ihr Mann sie über Jahre über dessen Existenz belogen hat. Die Geschichte wird dabei eher behäbig erzählt und es dauert knapp eine halbe Stunde, bis es zu dem Unglück kommt und Adrienne erkennen muss, dass nichts so ist, wie es manchmal scheint. Der Streifen scheint ja seltsamerweise völlig untergegangen zu sein und auch ich hatte bis vor kurzen keine Ahnung von dessen Existenz, wäre er nicht in einer Liste mit unterschätzten Thrillern aus den Neunzigern aufgetaucht. Vielleicht liegt es an der Besetzung oder der Tatsache, dass er nicht so düster und abgründig sexuell wie andere Werke aus der Zeit daherkommt, als bieder oder brav würde ich den spannenden Film aber auch nicht bezeichnen. „Getäuscht“ ist schon wesentlich mehr als gediegene Unterhaltung und ich fand es auch schön, Goldie mal in einer eher dramatischen Rolle zu sehen. Auch wieder so eine schöne Entdeckung, die ich nicht am Schirm hatte.
Restauratorin Adrienne ist einige Jahre glücklich mit Museumskurator Jack verheiratet und das erfolgreiche Paar hat eine gemeinsame Tochter und eine tolle Wohnung in New York. Nach einer Geschäftsreise nach Boston findet Adrienne jedoch einige Unstimmigkeiten in Jacks Erzählungen und auch ein Mord in seinem Arbeitsumfeld und ein Raub im Museum lässt die Idylle der Familie erschaudern. Als wenig später die Polizei an die Türe klopft, erfährt Adrienne, dass Jack bei einem Autounfall tödlich verunglückt ist, erlebt sie neuerlich eine Überraschung. Jack hat das gemeinsame Leben unter einer falschen Identität gelebt und als Adrienne weiter forscht, findet sie immer mehr Hinweise auf dessen eigentlichen Existenz und kriminelle Energie…
Solider Frühneunziger-Hochglanz-Thriller mit erfolgreichen Menschen, Handlungsort New York und Goldie Hawn in einer für sie eher ungewöhnlichen Rolle als selbstbewusste und glückliche Frau, die erfahren muss, dass ihr Mann sie über Jahre über dessen Existenz belogen hat. Die Geschichte wird dabei eher behäbig erzählt und es dauert knapp eine halbe Stunde, bis es zu dem Unglück kommt und Adrienne erkennen muss, dass nichts so ist, wie es manchmal scheint. Der Streifen scheint ja seltsamerweise völlig untergegangen zu sein und auch ich hatte bis vor kurzen keine Ahnung von dessen Existenz, wäre er nicht in einer Liste mit unterschätzten Thrillern aus den Neunzigern aufgetaucht. Vielleicht liegt es an der Besetzung oder der Tatsache, dass er nicht so düster und abgründig sexuell wie andere Werke aus der Zeit daherkommt, als bieder oder brav würde ich den spannenden Film aber auch nicht bezeichnen. „Getäuscht“ ist schon wesentlich mehr als gediegene Unterhaltung und ich fand es auch schön, Goldie mal in einer eher dramatischen Rolle zu sehen. Auch wieder so eine schöne Entdeckung, die ich nicht am Schirm hatte.
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch
Sag nicht wer du bist!
Tom ist aufs Land zu einem Landwirtschaftsbetrieb gekommen, um an der Beerdigung von Guillaume beizuwohnen und ein paar Worte zu sagen. Doch der Marketing-Mann mit den blonden Locken ist nicht der vermeintlich beste Freund des Verstorbenen, sondern war dessen Partner und ist selbst voller Trauer. Von dieser Beziehung weiß jedoch nur der Bruder Francis, der Tom unmissverständlich und mit Androhung von Gewalt klar macht, dass vor der vermeintlich labilen Mutter das Bild des heterosexuellen Bruders unbedingt aufrechterhalten werden muss. Der zunächst eingeschüchterte Tom lässt sich ein auf ein Spiel zwischen Lügen, Unterwürfigkeit und der männlichen Dominanz von Francis, die ihn auch an den verstorbenen Guillaume erinnert. Als er Sarah auf die Farm einlädt, die sich als Freundin des Verstorbenen ausgibt und ebenfalls von Francis bedrängt wird, steuert alles einem dramatischen Höhepunkt entgegen, an dem auch unschöne und verdrängte Wahrheiten ans Licht kommen.
Xavier Dolan, Kritiker-Liebling und Ex-Regie-Wunderkind mit seinem doppelbödigen und als Thriller aufgezogenes Werk über Trauer, verdrängte Sexualität, toxische Männlichkeit, der Lust am Leiden und sonstige Lebenslügen auf einer kanadischen Landwirtschaft, welches Noir-artig und dicht erzählt wird. Als Zuschauer weiß man ja zunächst recht wenig und die Ankunft des jungen Mannes aus der Stadt anlässlich eines Begräbnisses, ist der Beginn einer unberechenbaren Geschichte unterschiedlicher Charaktere, die ebenfalls stets sehr ambivalent bleiben. Tom wird von dem Bruder des Toten körperlich bedroht und fühlt sich trotz aller „red flags“ von ihm angezogen. Auch das Verhalten des Bruders passt nicht so wirklich zu dem Bild, das dieser von sich vermitteln möchte und was wer genau über den anderen weiß, bleibt überwiegend im Dunkeln. Dennoch entwickelt „Sag nicht wer du bist“ teils eine sehr intensive Wirkung und zieht auch gemütlich die Spannungsschraube an, wobei der Film mit seiner passiv-aggressiven Grundstimmung stets unberechenbar bleibt und man schon unterbewusst weiß, dass die ganze Charade nicht gut ausgehen kann. Aber auch hier bleibt Dolan seiner Filmografie treu und verzichtet auf ein plakatives Ende, dass dem Streifen auch nur geschadet hätte. So bleibt ein interessantes, teils sehr dicht und vielschichtig erzählten Werk, dass wieder einmal dezent alle etwaigen Genre-Schubladen und übliche Erwartungen hinter sich lässt.
Tom ist aufs Land zu einem Landwirtschaftsbetrieb gekommen, um an der Beerdigung von Guillaume beizuwohnen und ein paar Worte zu sagen. Doch der Marketing-Mann mit den blonden Locken ist nicht der vermeintlich beste Freund des Verstorbenen, sondern war dessen Partner und ist selbst voller Trauer. Von dieser Beziehung weiß jedoch nur der Bruder Francis, der Tom unmissverständlich und mit Androhung von Gewalt klar macht, dass vor der vermeintlich labilen Mutter das Bild des heterosexuellen Bruders unbedingt aufrechterhalten werden muss. Der zunächst eingeschüchterte Tom lässt sich ein auf ein Spiel zwischen Lügen, Unterwürfigkeit und der männlichen Dominanz von Francis, die ihn auch an den verstorbenen Guillaume erinnert. Als er Sarah auf die Farm einlädt, die sich als Freundin des Verstorbenen ausgibt und ebenfalls von Francis bedrängt wird, steuert alles einem dramatischen Höhepunkt entgegen, an dem auch unschöne und verdrängte Wahrheiten ans Licht kommen.
Xavier Dolan, Kritiker-Liebling und Ex-Regie-Wunderkind mit seinem doppelbödigen und als Thriller aufgezogenes Werk über Trauer, verdrängte Sexualität, toxische Männlichkeit, der Lust am Leiden und sonstige Lebenslügen auf einer kanadischen Landwirtschaft, welches Noir-artig und dicht erzählt wird. Als Zuschauer weiß man ja zunächst recht wenig und die Ankunft des jungen Mannes aus der Stadt anlässlich eines Begräbnisses, ist der Beginn einer unberechenbaren Geschichte unterschiedlicher Charaktere, die ebenfalls stets sehr ambivalent bleiben. Tom wird von dem Bruder des Toten körperlich bedroht und fühlt sich trotz aller „red flags“ von ihm angezogen. Auch das Verhalten des Bruders passt nicht so wirklich zu dem Bild, das dieser von sich vermitteln möchte und was wer genau über den anderen weiß, bleibt überwiegend im Dunkeln. Dennoch entwickelt „Sag nicht wer du bist“ teils eine sehr intensive Wirkung und zieht auch gemütlich die Spannungsschraube an, wobei der Film mit seiner passiv-aggressiven Grundstimmung stets unberechenbar bleibt und man schon unterbewusst weiß, dass die ganze Charade nicht gut ausgehen kann. Aber auch hier bleibt Dolan seiner Filmografie treu und verzichtet auf ein plakatives Ende, dass dem Streifen auch nur geschadet hätte. So bleibt ein interessantes, teils sehr dicht und vielschichtig erzählten Werk, dass wieder einmal dezent alle etwaigen Genre-Schubladen und übliche Erwartungen hinter sich lässt.
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch
The House on Sorority Row
Mittlerweile gibt es den ja auch auf Deutsch und die positiven Eindrücke wurden abermals bestätigt. Ist der etwas dröge Start und die schlechte Band überstanden, passiert ja auch recht viel und es geht hübsch zu Sache. "The House on Sorority Row" macht Laune und zählt für mich zu den besseren Teenie-Slashern, die in der Zeit ja inflationär produziert wurden.jogiwan hat geschrieben: ↑So 17. Okt 2021, 08:03 Sehr solider Slasher im Umfeld einer Schwesternverbindung, die sich nach einem misslungenen Streich auf der Abschlussparty auf einmal mit einer Leiche und einem Mörder herumschlagen müssen. Die Geschichte ist zwar nicht sonderlich innovativ, aber durchaus passabel und ist der Auftakt erst einmal hinter sich gebracht, bleibt es auch bis zum Ende spannend. Der Streifen ist hübsch gefilmt, hat sympathische Figuren und bietet mit etwas Sex und mehr Gewalt auch sonst alles, was das Genre-Herz begehrt. Im Grunde ist „House on Sorority Row“ auch besser, als vieles was in den frühen Achtzigern an Studenten-Slasher so über den großen Teich zu uns kam und dennoch hat es der Streifen leider nicht nach Deutschland geschafft. Von meiner Seite gibt es jedenfalls nicht viel zu meckern und wer den noch nicht kennt, sollte zu einer der ausländischen VÖs greifen und sich das Teil auch nicht entgehen lassen.
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch
Phantasmatapes
Ein "Film" von den "Bleeding Skull"-Machern als Zusammenstellung zweier trashiger Filme aus der Sci-Fi-Ecke mit gestraffter Handlung, sowie jeder Menge Werbung für lokale Geschäfte und Lokale. Aufgezogen wie das Spätabend-Programm eines lokalen Senders, welches auf VHS aufgenommen wurde, jedoch nie stattgefunden hat.
So sehr ist „Bleeding Skull“ üblicherweise schätze, so ratlos lässt mich „Phantasmatapes“ zurück. Die Zusammenstellung zweier Filme im Schnelldurchlauf mit obskuren Werbeunterbrechungen und neuen Fieps-Soundtrack versprüht zwar zu jeder Sekunde die Retro-Vibes eine Fernsehabends aus den Achtzigern, aber ist im Grunde auch ein Zeichen der Zeit, in der man einfach die Werke von jemand anderen nimmt, mit oder ohne KI optisch und soundtechnisch etwas verändert und das dann als eigene Kreation ohne Rücksicht auf Urheberrechte auf die Menschheit loslässt. Nennt man das dann Movie-Compilation oder Film-Remixe, aber egal wie man es nennt, es bleiben gekürzte Filme und es bleibt ein schaler Geschmack zurück, der mir so gar nicht gefällt. Das wirft meines Erachtens kein gutes Licht auf die Macher, selbst wenn sich die beiden Filme in voller Länge in den Extras befinden. Wenn schon bitte eigens kreierte Fakes wie z.B. das superlustige „WNUF Halloween Special“ oder dessen Nachfolger „ Out there Halloween Mega Tape“ und nicht zwei Public Domain-Filme neu zusammengeschnitten, um die ein bissl kurzweiliger zu machen und an nachfolgende Generationen von Filmfans neu zu verbraten. Ohne Wertung!
Ein "Film" von den "Bleeding Skull"-Machern als Zusammenstellung zweier trashiger Filme aus der Sci-Fi-Ecke mit gestraffter Handlung, sowie jeder Menge Werbung für lokale Geschäfte und Lokale. Aufgezogen wie das Spätabend-Programm eines lokalen Senders, welches auf VHS aufgenommen wurde, jedoch nie stattgefunden hat.
So sehr ist „Bleeding Skull“ üblicherweise schätze, so ratlos lässt mich „Phantasmatapes“ zurück. Die Zusammenstellung zweier Filme im Schnelldurchlauf mit obskuren Werbeunterbrechungen und neuen Fieps-Soundtrack versprüht zwar zu jeder Sekunde die Retro-Vibes eine Fernsehabends aus den Achtzigern, aber ist im Grunde auch ein Zeichen der Zeit, in der man einfach die Werke von jemand anderen nimmt, mit oder ohne KI optisch und soundtechnisch etwas verändert und das dann als eigene Kreation ohne Rücksicht auf Urheberrechte auf die Menschheit loslässt. Nennt man das dann Movie-Compilation oder Film-Remixe, aber egal wie man es nennt, es bleiben gekürzte Filme und es bleibt ein schaler Geschmack zurück, der mir so gar nicht gefällt. Das wirft meines Erachtens kein gutes Licht auf die Macher, selbst wenn sich die beiden Filme in voller Länge in den Extras befinden. Wenn schon bitte eigens kreierte Fakes wie z.B. das superlustige „WNUF Halloween Special“ oder dessen Nachfolger „ Out there Halloween Mega Tape“ und nicht zwei Public Domain-Filme neu zusammengeschnitten, um die ein bissl kurzweiliger zu machen und an nachfolgende Generationen von Filmfans neu zu verbraten. Ohne Wertung!
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch
Kleine Morde unter Freunden
Buchhalter David, die Ärztin Juliet und der Journalist Alex leben als verschworene Gemeinschaft von Freunden in einer geräumigen Wohnung, in der nun ein Zimmer an eine weitere Person vermietet werden soll. Dieser wird in einer Art Untermieter-Casting auch gefunden und liegt jedoch am nächsten Tag tot mit Drogenbesteck in seinem Zimmer. Noch bevor die Polizei informiert wird, findet Alex einen Koffer voller Pfundnoten und entgegen jeglicher Vernunft wird gemeinschaftlich beschlossen, die Leiche verschwinden zu lassen und das Geld zu behalten. Schon bald macht sich jedoch auch das Misstrauen unter den Freunden breit und auch die Besitzer des Bargelds machen sich auf die Suche nach den Scheinen, was neben weiteren Verwicklungen auch die Polizei auf den Plan ruft.
Schwarze Komödie von Danny Boyle über eine Wohngemeinschaft und einem Koffer voller Geld, das wie üblich wieder einmal die schlechten Seiten der Charaktere hervorbringt. Dabei sind die Figuren von Haus aus nicht sonderlich sympathisch und Gier und Unvernunft stehen am Programm, als es schon wenig später nicht bei einer Leiche bleibt, die es zu verschwinden lassen gilt. Die Ereignisse sind hübsch überzeichnet und der eher komödiantische Ton des Streifen ändert sich immer mehr zu einem ernsten Drama mit Thriller-Komponente. Die Inszenierung ist flott, die Darsteller gut und der Streifen insgesamt sehr britisch, was sich vor allem auch am bösen Ende widerspiegelt. Bei der Erstsichtung im Jahre 2010 war ich wohl nicht so angetan, aber der Film hat über die Jahre bei mir sicherlich gewonnen und zeigt wieder einmal, wie leicht es ist, von Pfad der Vernunft abzugleiten, wenn so etwas Profanes wie Reichtum winkt. Geld allein macht nicht glücklich und blöd auch, wenn die Freunde, mit denen man dieses eigentlich teilen könnte, plötzlich zu Feinden werden. Geld verdirbt bekanntlich den Charakter und „Kleine Morde unter Freunden“ zeugt davon als schönes Beispiel.
Buchhalter David, die Ärztin Juliet und der Journalist Alex leben als verschworene Gemeinschaft von Freunden in einer geräumigen Wohnung, in der nun ein Zimmer an eine weitere Person vermietet werden soll. Dieser wird in einer Art Untermieter-Casting auch gefunden und liegt jedoch am nächsten Tag tot mit Drogenbesteck in seinem Zimmer. Noch bevor die Polizei informiert wird, findet Alex einen Koffer voller Pfundnoten und entgegen jeglicher Vernunft wird gemeinschaftlich beschlossen, die Leiche verschwinden zu lassen und das Geld zu behalten. Schon bald macht sich jedoch auch das Misstrauen unter den Freunden breit und auch die Besitzer des Bargelds machen sich auf die Suche nach den Scheinen, was neben weiteren Verwicklungen auch die Polizei auf den Plan ruft.
Schwarze Komödie von Danny Boyle über eine Wohngemeinschaft und einem Koffer voller Geld, das wie üblich wieder einmal die schlechten Seiten der Charaktere hervorbringt. Dabei sind die Figuren von Haus aus nicht sonderlich sympathisch und Gier und Unvernunft stehen am Programm, als es schon wenig später nicht bei einer Leiche bleibt, die es zu verschwinden lassen gilt. Die Ereignisse sind hübsch überzeichnet und der eher komödiantische Ton des Streifen ändert sich immer mehr zu einem ernsten Drama mit Thriller-Komponente. Die Inszenierung ist flott, die Darsteller gut und der Streifen insgesamt sehr britisch, was sich vor allem auch am bösen Ende widerspiegelt. Bei der Erstsichtung im Jahre 2010 war ich wohl nicht so angetan, aber der Film hat über die Jahre bei mir sicherlich gewonnen und zeigt wieder einmal, wie leicht es ist, von Pfad der Vernunft abzugleiten, wenn so etwas Profanes wie Reichtum winkt. Geld allein macht nicht glücklich und blöd auch, wenn die Freunde, mit denen man dieses eigentlich teilen könnte, plötzlich zu Feinden werden. Geld verdirbt bekanntlich den Charakter und „Kleine Morde unter Freunden“ zeugt davon als schönes Beispiel.
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch
"The Limey"
In der Zeit, in der der Wilson in Großbritannien im Gefängnis saß, ist seine Tochter nach Los Angeles gezogen und nach einer Affäre mit dem Plattenproduzenten Valentine bei einem Autounfall tödlich verunglückt. Doch Wilson glaubt nicht an einen Unfall und ist nun voller Hass in die Stadt gekommen um sich Aufklärung und Rache zu verschaffen. Mit einem Freund seiner Tochter und dessen Schauspiellehrerin taucht er ab in die Abgründe der Stadt und landet in einem Sumpf aus Drogen, Korruption, versteckten Operationen und schließlich auch bei Valentine, der sich durch seinen Ruf in den Sechzigern Ruhm um Reichtum und ein luxuriöses Anwesen in den Hollywood Hills verschafft hat. Bei einer Party kommt es zum ersten Aufeinandertreffen der beiden alternden Männer, die unterschiedlicher nicht sein könnten und dennoch der Hang zur Nostalgie verbindet. Während Wilson zu allem bereit ist um die Wahrheit zu finden, fähren auch Valentine und sein Umfeld grobe Geschütze auf es kommt zu einem blutigen Finale, bei denen auch unschöne Wahrheiten ans Licht kommen…
Interessantes Noir-Drama von Steven Soderbergh, der nicht zufällig mit Terence Stamp und Peter Fonda besetzt wurde, da beide für einen Typus Mann für eine bestimmte Zeit stehen. Stamp für Working-Class-Poor der Thatcher-Ära und Fonda für den Alt-Hippie der Sechziger-Jahre und irgendwie beide vom Leben überholt wurden. Dazu kommt ein vermeintlicher Unfall, ein Rachefeldzug und ein Abgesang auf Gangstertum, wenn sich der Streifen irgendwie nie so entwickelt, wie man es sich eigentlich erwarten würde. Dazu nutzt Soderbergh verwirrende Schnitttechniken und montiert Szenen, Rückblenden, Dialoge und sogar Szenen aus einem früheren Film von Stamp wie eine Collage aneinander, um so auch eine entrückte Szenerie zu erschaffen, die mit den Bildern eines versmogt-trüben Los Angeles wie ein sonniger Fiebertraum daherkommt. Zwar bleibt „The Limey“ im Kern immer noch ein Gangster-Film und bietet die üblichen Figuren und auch Schießereien, nur eben „erwachsener“, weniger Action-betont und auch immer eine Spur melancholischer. Herausgekommen ist ein interessanter, hochkarätig besetzter Abgesang auf Gangster-Pathos, B-Movies, Rachefeldzüge und Nostalgie, der dank spannender Figuren und Erzählweise aus seiner zugegeben doch recht simplen Story das Maximum herausholt.
In der Zeit, in der der Wilson in Großbritannien im Gefängnis saß, ist seine Tochter nach Los Angeles gezogen und nach einer Affäre mit dem Plattenproduzenten Valentine bei einem Autounfall tödlich verunglückt. Doch Wilson glaubt nicht an einen Unfall und ist nun voller Hass in die Stadt gekommen um sich Aufklärung und Rache zu verschaffen. Mit einem Freund seiner Tochter und dessen Schauspiellehrerin taucht er ab in die Abgründe der Stadt und landet in einem Sumpf aus Drogen, Korruption, versteckten Operationen und schließlich auch bei Valentine, der sich durch seinen Ruf in den Sechzigern Ruhm um Reichtum und ein luxuriöses Anwesen in den Hollywood Hills verschafft hat. Bei einer Party kommt es zum ersten Aufeinandertreffen der beiden alternden Männer, die unterschiedlicher nicht sein könnten und dennoch der Hang zur Nostalgie verbindet. Während Wilson zu allem bereit ist um die Wahrheit zu finden, fähren auch Valentine und sein Umfeld grobe Geschütze auf es kommt zu einem blutigen Finale, bei denen auch unschöne Wahrheiten ans Licht kommen…
Interessantes Noir-Drama von Steven Soderbergh, der nicht zufällig mit Terence Stamp und Peter Fonda besetzt wurde, da beide für einen Typus Mann für eine bestimmte Zeit stehen. Stamp für Working-Class-Poor der Thatcher-Ära und Fonda für den Alt-Hippie der Sechziger-Jahre und irgendwie beide vom Leben überholt wurden. Dazu kommt ein vermeintlicher Unfall, ein Rachefeldzug und ein Abgesang auf Gangstertum, wenn sich der Streifen irgendwie nie so entwickelt, wie man es sich eigentlich erwarten würde. Dazu nutzt Soderbergh verwirrende Schnitttechniken und montiert Szenen, Rückblenden, Dialoge und sogar Szenen aus einem früheren Film von Stamp wie eine Collage aneinander, um so auch eine entrückte Szenerie zu erschaffen, die mit den Bildern eines versmogt-trüben Los Angeles wie ein sonniger Fiebertraum daherkommt. Zwar bleibt „The Limey“ im Kern immer noch ein Gangster-Film und bietet die üblichen Figuren und auch Schießereien, nur eben „erwachsener“, weniger Action-betont und auch immer eine Spur melancholischer. Herausgekommen ist ein interessanter, hochkarätig besetzter Abgesang auf Gangster-Pathos, B-Movies, Rachefeldzüge und Nostalgie, der dank spannender Figuren und Erzählweise aus seiner zugegeben doch recht simplen Story das Maximum herausholt.
it´s fun to stay at the YMCA!!!
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