Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

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Moderator: jogiwan

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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Summer Horror Day

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01.png (120.89 KiB) 51 mal betrachtet
Während der urlaubs-bedingten Abwesenheit seiner Eltern findet ein junger und angehender Filmemacher ein Heft mit satanistischen Darstellungen im Keller des Hauses und im jugendlichen Überschwang werden gemeinsam mit einem Freund und Darsteller zwei Sprüche ausgesprochen, in denen dummerweise der Teufel beschworen wird. Als am nächsten Tag die Dreharbeiten beginnen sollen, steigt ein Dämon aus seinem Grab und verwandelt Darsteller und zufällig vorbeikommende Anwohner in blutgierige Zombies, die sich darauf hinter dem Filmemacher hermachen. Doch wer seine Seele dem Teufel versprochen hat, sollte nicht auf irdische Hilfe vertrauen und schon bald bricht das Grauen über den kleinen Ort mitsamt seinem Filmemacher herein.

Britischer DIY-Horror aus den Zeiten der Video-Nasty-Ära für Fans von „Ogroff“ und der „Violent Shit“-Filme. Damit ist eigentlich alles gesagt und „Summer Horror Day“ hat außer Splatter und einem enervierenden Fieps-Soundtrack eigentlich auch nicht viel zu bieten. Die Darsteller sind bemüht, eine Story nicht vorhanden, Blut spritzt alle paar Minuten und zwischendurch sind die leicht zu durschauenden Effekte sogar etwas eklig. Wer dieser Art von Film aufgeschlossen ist, wird hier auch 55 Minuten lang bedient, der Rest wird sich wie üblich mit Grausen davon abwenden. Ich schwanke ja immer ein bissl zwischen Respekt bzw. Sympathie für so ein Treiben, während der objektive Filmfan in mir das Ganze wesentlich kritischer sieht. „Summer Horror Day“ ist weit davon entfernt ein guter oder funktionierender Streifen zu sein und sieht auch nach einem Fun-Projekt jugendlicher Film-Nerds aus, aber andererseits weiß man ja bereits, wenn man die Blu-Ray namens „Backyard Bloodbaths“ von Bleeding Skull in den Player schiebt, dass hier keine große oder unterschätzte Kinokunst zu erwarten ist. Der Vergleich mit „Ogroff“ kommt nicht von ungefähr und Beides braucht auch etwas Sitzfleisch und sehr viel Wohlwollen um den erlösenden Abspann zu erreichen.
it´s fun to stay at the YMCA!!!



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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Paradies der Junggesellen

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01.jpg (31 KiB) 22 mal betrachtet
Turbulente, deutsche Komödie über einen zweifach geschiedenen Standesbeamten, der gemeinsam mit zwei Marine-Jugendfreunden eine Junggesellen-WG gründet, in der Frauen nicht erlaubt sind. Da gibt es einerseits das Problem der Haushaltsführung und natürlich auch der ständigen Verlockungen. Dazu muss man als Mann ohne weibliche Kontrolle auch ständig Biere und Schnäpse auf Ex kippen und andere Dinge tun, die der Gesundheit nicht unbedingt zuträglich sind. Mit der Idee, eine Zweckgemeinschaft aufgrund Wohnungsnot zu Gründen war man wohl seiner Zeit voraus, mit dem herrlich gediegenen Menschenbild hingegen ist man sehr in seiner Entstehungszeit verhaftet. Man(n) kleidet sich adrett, spricht gewählt und am Ende kommt die Erkenntnis, dass es ohne Frauen nun einmal auf Dauer doch nicht geht. Das Tempo ist sehr hoch, die drei unterschiedlichen Männer mit ihren Macken allesamt sympathisch gezeichnet und ist man erst einmal in der neuen Wohnung bleibt auch kein Auge und kein Hals trocken. Die Dialoge sind witzig, die Ereignisse spaßig und das „Paradies der Junggesellen“ eine naiv-unbeschwertes Zwischenkriegs-Komödie, bei der ungesunder Lebensstil förmlich zelebriert wird und bei der auch eindeutig geklärt wird, dass einen Seemann nichts erschüttern kann. Danke an den werten Maulwurf für diesen Promille-trächtigen Tipp, den ich ansonsten wohl nicht vor die Linse bekommen hätte.
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