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Mary Reilly - Stephen Frears (1996)

Verfasst: Fr 16. Sep 2016, 08:32
von jogiwan
Mary Reilly

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Originaltitel: Mary Reilly

Herstellungsland: USA / 1996

Regie: Stephen Frears

Darsteller: Julia Roberts, John Malkovich, George Cole, Glenn Close

Story:

Nach einer entbehrungsreichen Kindheit voller Gewalt bekommt die junge Mary Reilly einen Posten als Hausmädchen im Haus des renommierten Wissenschaftlers Dr. Jekyll, in dem zwar strenge Regeln herrschen, aber sich Mary erstmalig mit Respekt behandelt fühlt. Als der Arbeitgeber eines Tages ihr und dem restlichen Personal ankündigt, dass sich in Zukunft auch sein neuer Assistent namens Hyde in dem Haus ein- und ausgehen wird, ist dieses der Auftakt einer Reihe mysteriöser Momente, die die bedingungslose Loyalität von Mary auf die Probe stellen. Mary besteht die Prüfung und wird zur Verbündeten von Dr. Jekyll, aber auch zum Objekt der Begierde für Mr. Hyde und kommt so auch dem grausamen Geheimnis der beiden Identitäten auf die Spur…

Re: Mary Reilly - Stephen Frears (1996)

Verfasst: Fr 16. Sep 2016, 08:35
von jogiwan
„Mary Reilly“ erzählt die allseits bekannte Geschichte von Dr. Jekyll und Mr. Hyde aus der Sicht des Zimmermädchens Mary Reilly, welches hier von Stephen „Gefährliche Liebschaften“ Frears als Art hochgestochenes Kostümfilm-Drama inszeniert wird. Wer sich aber Gothic-Grusel im viktorianischen England erwartet, wird aber etwas enttäuscht werden und der Regisseur scheute sich wohl davor einen handelsüblichen Horrorfilm nach bekannten Motiven zu drehen und die Beweggründe von Dr. Jekyll und die Taten von Mr. Hyde werden größtenteils ausgeklammert. Herausgekommen ist ein hübsch und stilvoll inszeniertes Drama über Themen wie Liebe, Begierde, dunkle Seiten der Seele und Loyalität, die der Geschichte meines Erachtens zwar durchaus neue Facetten abgewinnen können, aber irgendwie dabei nur mäßig interessant und nicht sonderlich fesselnd wirkt. Jede Geschichte hat bekanntlich mehrere Seiten, aber aus dem scheinbar falschen Blickwinkel erzählt, wirken auch die spannendsten Ereignisse manchmal nur lahm. Und etwas lahm ist „Mary Reilly“ dann trotz einiger guter Momente auch geworden und obwohl der seinerzeit gefloppte Streifen inklusive Kontroversen über die Besetzung der Hauptrolle weit davon entfernt ist, ein schlechter Film zu sein, so geht das Gesamtergebnis teils doch eher in Richtung gepflegter Langeweile und ist aus meiner ganz eigenen Sicht dann doch auch etwas unbefriedigend.

PS: zum gleichen Thema wesentlich stimmiger ist ja der hier: http://deliria-italiano.org/phpbb/frank ... t=walerian

Re: Mary Reilly - Stephen Frears (1996)

Verfasst: Sa 9. Mär 2019, 08:44
von jogiwan
Hier ein paar Bilder aus dem Screenshot-Rätsel:

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