Seite 1 von 1
Girl on the Train - Tate Taylor (2016)
Verfasst: Mo 10. Apr 2017, 07:15
von jogiwan
Girl on the Train
Originaltitel: The Girl on the Train
Herstellungsland: USA / 2016
Regie: Tate Taylor
Darsteller: Emily Blunt, Laura Prepon, Luke Evans, Lisa Kudrow, Rebecca Ferguson
Story:
Nach ihrer Scheidung ist Rachel am Boden zerstört. Jeden Tag fährt sie mit dem Zug zur Arbeit, und jedes Mal hält der Pendlerzug am selben Streckenabschnitt. In einem Haus an dieser Bahnstrecke beobachtet Rachel ein Pärchen. Die beiden scheinen ein perfektes Leben zu führen, das sich Rachel detailreich in ihren Tagträumen ausmalt. Bis sie eines Tages eine schockierende Beobachtung macht und sich bald darauf immer tiefer in ein gefährliches Netz aus Lügen und Fantasien verstrickt … (quelle: cover)
Re: Girl on the Train - Tate Taylor (2016)
Verfasst: Mo 10. Apr 2017, 07:24
von jogiwan
Mittelprächtiger bis unterdurchschnittlicher Hochglanz-Thriller über eine Frau, die während ihrer Fahrt mit dem Zug ihre Beobachtungen macht und sich in Tagträumereien und einem Mordfall verstrickt. Als eine junge Frau spurlos verschwindet, reimt sich die Frau ihre Version der Tat zusammen, doch wer glaubt schon einer Alkoholikerin, die noch dazu auch mit den Personen irgendwie verbandelt ist. Die Geschichte ist dabei wenig originell und furchtbar umständlich erzählt, wobei auch die beeinträchtigte Wahrnehmung der Alkoholikerin immer wieder eine Rolle spielt um die Geschehnisse auch auf zwei Stunden ausdehnen zu können. Außerdem ist das alles so ernst und ohne einen Funken Humor präsentiert, dass man schon etwas Wohlwollen aufbringen muss um die Sache durchzustehen. Neunzig Minuten hätten jedenfalls auch gereicht, auch wenn ich Emily Blunt eigentlich immer gerne sehe. Aber „Girl on the Train“ ist einfach lahm und langatmig erzählt und spannend ist das leider alles auch so überhaupt nicht. Unterm Strich eher ein Film für den verregneten Nachmittag, der trotz der guten Besetzungsliste nichts reißen kann. Schade!
Re: Girl on the Train - Tate Taylor (2016)
Verfasst: Mo 10. Apr 2017, 10:39
von sergio petroni
Okay, dann rückt der in Liste weit nach hinten.
Re: Girl on the Train - Tate Taylor (2016)
Verfasst: Mo 10. Apr 2017, 10:51
von Adalmar
Ganz so negativ wie Jogi habe ich es nicht empfunden, aber bei der guten Besetzung hätte ich auch etwas mehr erwartet. Die Grundidee hat mir eigentlich sehr gefallen, dass die Protagonistin aus dem Zug jeden Tag beobachtet, wonach sie sich sehnt, und welche gemischten Gefühle sie dabei hat.
Re: Girl on the Train - Tate Taylor (2016)
Verfasst: Mo 10. Apr 2017, 10:53
von jogiwan
Vielleicht klingt das bei mir zu negativ, aber vom Hocker hat mich der leider nicht gerissen und zu lange hab ich den auch empfunden. Kann es außerdem sein, dass hier eine ähnliche Geschichte wie "Gone Girl" nur aus einem anderen Blickwinkel erzählt wird? Ich hab ja den Fincher noch nicht gesehen, aber was ich bislang darüber gehört habe, geht es ja wohl im Grunde um die gleiche Konstellation, oder?
Re: Girl on the Train - Tate Taylor (2016)
Verfasst: Di 20. Feb 2018, 09:41
von McBrewer
GIRL ON THE TRAIN ist wahrlich etwas zäh & schwer wie Blei an Turnschuhen, vom Erzähltempo her.
Kann ja sein, das die Buchvorlage spannender daherkommt. Der Film wirkt doch auf mich arg konstruiert.
Der Vergleich "Gone Girl" vs. "Girl on the Train" passt auch bedingt, vor allem da Gone Girl deutlich spannender ist & zum Wiederholungstäter in der Playlist wird
Re: Girl on the Train - Tate Taylor (2016)
Verfasst: Do 6. Sep 2018, 09:35
von sergio petroni
"Girl on the Train" wollten wir damals im Kino schauen, kamen aber nicht dazu.
Gestern Abend wurde die gemeinsame Sichtung dann zusammen am heimischen Bildschirm
vorgenommen. Im Anschluß herrschte Einigkeit darüber, daß der Kinogang zum Glück unterblieb.
"Girl on the Train" handelt von Rachel (Emily Blunt), die mit ihrer Vergangenheit (ihr Mann hat sich scheiden lassen) nicht abschließen kann und dem Alkohol verfallen ist. Dabei gerät sie in einen Kriminalfall (in dem ihr Ex-Mann eine wichtige Rolle spielt) und Rachel zu einer Hauptverdächtigen wird. Rachel versucht auf eigene Faust der Wahrheit auf den Grund zu gehen und hat dabei immer wieder mit den eigenen Erinnerungen zu kämpfen. Entsprechen diese Wahrheit oder Alkoholwahn?
Die verschachtelte Erzählweise versucht dem Thriller Tiefe zu verschaffen, wo keine vorhanden
ist. Die Story ist sehr ausgedehnt erzählt, was letztendlich aber nicht zu ihrer Einfachheit paßt.
Hinzu kommen vor Klischees nur so triefende Protagonisten, daß man bei jedem Schritt meint,
ein schmatzendes Geräusch zu vernehmen. Die Auflösung kommt dann auch entsprechend
vorhersehbar daher führt den ganzen Aufwand, der vorher betrieben wurde um den Zuschauer
in die Irre zu führen, ad absurdum.
3,5/10