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Der einsame Job
OT: Report to the Commissioner
US 1975
R: Milton Katselas
D: Michael Moriarity, Yapeth Kotto, Susan Blakely, Tony King
M: Elmer Bernstein
Bo Lockley (Michael Moriarity) ist neu bem NYPD und beginnt seine Tätigkeit als Undercover Bulle mit dem älteren Partner Detective „Crunch“ Richard Blackstone (Yapeth Kotto). Seine erste Zeit ist äußerst lehrsam für ihn, Partner Crunch ist ziemlich brutal im Umgang mit Verdächtigen. Obwohl Bo der Sohn von seinem früheren Partner ist, behandelt Crunch ihn ziemlich rauh, vor allem weil er merkt das Bo viel zu milde und gutmütig agiert. Der lässt sich von dem Gesindel auf der Strasse verarschen und leiht manchen sogar Geld.
Parallel zu dieser Rückblende lernen wir auch Pat Butler (Susan Blakely) kennen die ebenso als Undercover Agentin für das Rauschgiftdezernat arbeitet. Die ist clever sowie ziemlich gnadenlos und ist durch ihr Wesen bestens getarnt, niemand erkennt sie als Fahnderin und ihre Erfolgsquote ist hoch. Sie spielt aber auch mit den Waffen einer Frau und schläft sogar mit einem Dealer um so an diese ranzukommen.
Bo Lockley bekommt den Auftrag ein vermisstes Mädchen, angeblich Tochter eines Politikers, im Time Square Viertel zu suchen. Auf seiner Suche trifft er auf Zuhälter Billy (Richard Gere!!!) von dem er erfährt das sie sich bei dem schwarzen Dealer Stick (Tony King) aufhält. Nach gelungener Investigation überrascht er die beiden in Stick´s Appartment und die Dinge nehmen ihren Lauf. Er erschießt im Eifer des Gefechts das Mädchen und es kommt zu einer Verfolgungsjagd zwischen den beiden die in einer Geiselnahme im Aufzug endet… doch die Geschichte nimmt noch einen weiteren bitteren Lauf…..
Das Zusammentreffen der Protagonisten ist der eigentliche Anfang des Films der anschliessend in Rückblenden erzählt wird. Die beiden Geschichtsstränge führen in eben diesem Appartment zusammen und führen zu einem äußerst spannenden Finale.
Großartiger, sehr düster-realistischer Polizeithriller in New York der siebziger spielend. Leider ziemlich unbekannt sowie unterschätzt und das sollte sich schleunigst ändern! Der Film spielt locker in der Liga von Spur der Gewalt, Serpico, Straße zum Jenseits und dergleichen und besticht durch eine tolle Geschichte, einer großartigen Besetzung, einem funkig-orchestralen Score von Bernstein sowie einer hervorragenden deutschen Synchro.
Lief im deutschen Kino, erschien auf VHS und lief auch im TV. Leider keine digitale Auswertung was sich ändern sollte – ich bitte um eine Bluray!