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Disconnected - Gorman Bechard (1983)

Verfasst: So 17. Dez 2017, 09:17
von jogiwan
Disconnected

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Originaltitel: Disconnected

Herstellungsland: USA / 1983

Regie: Gorman Bechard

Darsteller: Frances Raines, Mark Walker, Carl Koch, Carmine Capobianco

Story:

Die eher schüchterne Videotheken-Angestellte Alicia hat gleich mehrere Probleme in ihrem Leben. Einerseits ihre extrovertierte Zwillingsschwester Barbara Ann, die sich unverhohlen an alle ihre männlichen Bekannten inklusive Freund heranmacht, seltsame Telefonanrufe, die sie mit furchtbaren Geräuschen quälen und eine Serie von Morden, die ihre Wohngegend seit einiger Zeit verunsichern. Als eines Tages Franklin bei ihr im Laden steht und ihr zärtliche Avancen macht, ist Alicia daher zurückhaltend und lässt sich nur langsam auf den jungen Mann ein, der sich prompt als Serienmörder entpuppt. Doch davon ahnt die junge Frau noch nichts und während die ominösen Telefonanrufe unvermittelt weitergehen, verliert sich Alicia immer weiter in einem Netz aus realer und irreal erscheinenden Bedrohungen…

Re: Disconnected - Gorman Bechard (1983)

Verfasst: So 17. Dez 2017, 09:20
von jogiwan
Sehr seltsam erscheinender Regie-Erstling des „Psychos in Love“-Regisseur Gorman Bechard, der hier eine Mischung aus Slasher, Psycho-Drama und übernatürlichen Horror abliefert. Jedoch ist dieser Low-Budget-Film aus den Achtzigern eigentlich alles andere als stimmig und der Film ist auch so aufgebaut, dass keine Spannung aufkommt oder die Figuren so gezeichnet sind, dass man nie weiß, was man von ihnen halten soll. Die Sache mit der Zwillingsschwester wird nur kurz aufgegriffen, genauso wie die Sache mit dem Serienkiller und den ermittelnden Beamten. Alle Elemente also eher lose aneinandergereiht ist „Disconnected“ aber dennoch irgendwie so seltsam ausgefallen, dass man gerne bis zum vagen Ende dranbleibt, dass den Zuschauer dann mit einem wohligen WTF-Gefühl und vielen Fragezeichen in die Nacht entlässt. Fragen nach dem warum und wieso sollte man sich bei so einem obskuren Werk dann wohl auch besser nicht stellen und wer so etwas wie „Disconnected“ in ein herkömmliches Punkteraster quetschen möchte, ist wohl ebenfalls selber schuld. Als Freund von strangen und weitestgehend unbekannten Filmen kann man aber durchaus einen Blick riskieren, ohne groß enttäuscht oder gelangweilt zu werden. Das US-Label hat dem auf 16mm gedrehten Streifen jedenfalls eine schöne VÖ geschenkt und diesen kleinen und anscheinend auch gesuchten Streifen aus dem Jahr 1983 so auch auf hübsche Weise vor dem Vergessen bewahrt.