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Roger Cormans Frankenstein - Roger Corman (1990)

Verfasst: Fr 23. Mär 2018, 07:16
von jogiwan
Roger Cormans Frankenstein

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Originaltitel: Frankenstein Unbound

Herstellungsland: USA / 1990

Regie: Roger Corman

Darsteller: John Hurt, Raul Julia, Nick Brimble, Bridget Fonda, Catherine Rabett

Story:

Im Jahre 2031 entwickelt Dr. Buchanan im Auftrag der Regierung eine tödliche Waffe, die Dinge entmaterialisiert und reißt dabei auch ein Loch in das Raum-Zeit-Gefüge, bei dem eine Wolke entsteht, die den Wissenschaftler kurzerhand mitsamt seinem Fahrzeug in die Vergangenheit beamt. Als er wieder zu sich kommt, findet er sich in der Nähe von Genf wieder, wo die Bevölkerung durch schreckliche Ereignisse aufgescheucht ist und eine junge Frau der Hexerei angeklagt ist. In Wirklichkeit hat jedoch Dr. Frankenstein ebenfalls gerade ein schreckliches Experiment beendet, bei dem ein Monster entstanden ist und das nun Tod und Verderben unter die einfachen Leute bringt. Als Buchanan die Zusammenhänge entdeckt, versucht er nicht nur die zu Unrecht angeklagte Frau zu retten und bei der jungen Autorin Mary Shelly zu landen, sondern auch noch Frankenstein an weiteren Experimenten zu hindern, die dieser mit dem Kollegen aus der Zukunft bereits geplant hat.

Re: Roger Cormans Frankenstein - Roger Corman (1990)

Verfasst: Fr 23. Mär 2018, 07:17
von jogiwan
„Roger Cormans Frankenstein“ ist eigentlich reinster Big-Budget-Trash, der reihenweise namhafte Darsteller mit einem haarsträubenden Drehbuch verheizt, dass irgendwo zwischen Zeitreisedrama, Kostümfilm und Horror angesiedelt ist. Die Geschichte ist ja wirklich sehr haarsträubend und eher unfreiwillig komisch, wenn Buchanan nicht nur in bester „Knight Rider“-Manier mit Uhr und Auto spricht, sondern in der Vergangenheit auch noch völlig unbedarft zu Werke geht und versucht auf tollpatschige Weise alle möglichen Dinge zu ändern. Die Mad-Scientist-Gottkomplex-Komponente wird dabei eher etwas vernachlässigt und in „Roger Cormans Frankenstein“ geht es auch eher nicht um die Schaffung des Monsters, sondern der Verantwortung der modernen Wissenschaft gegenüber ihrer Umwelt, die gegebenenfalls die Konsequenzen missglückter Experimente ausbaden müssen. Doch allzu ernsthaft geht es in dem Frühneunziger Horrorfilmchen natürlich nicht zu und mit weniger Budget und billigeren Kulissen könnte der Streifen genauso gut aus der Charles Band-Schmiede stammen. So gibt es eine Geschichte, die mindestens so zusammengestückelt ist, wie das titelgebende Monster, John Hurt, Raul Julia und Bridget Fonda, die sich hier zum Affen machen und einen Zuschauer, der angesichts der haarsträubenden Ereignisse nie so recht aus dem Staunen herauskommt. Unterhaltsam doof!