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A Woman's Torment - Roberta Findlay (1977)

Verfasst: Di 2. Apr 2019, 08:22
von jogiwan
A Woman's Torment

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Originaltitel: A Woman's Torment

Herstellungsland: USA / 1977

Regie: Roberta Findlay (als Robert W. Norman)

Darsteller: Tara Chung, Sarah Nicholson, Jéffrey Hurst, Michael Gaunt

Story:

Während Frances Crompton in New York ein ausschweifendes Leben in der High Society führt und ihren erfolgreichen Gatten Don mit dem befreundeten Psychiater Otis betrügt, lebt ihre jüngere Schwester Karen introvertiert und zurückgezogen in einem dunklen Zimmer und verweigert jegliche soziale Kontakte. Als sich Karen für ein paar Tage in das Strandhaus zurückzieht, sieht es zuerst so aus, als würde sich die Situation bessern. Doch dann verliert sich Karen wieder in einem Strudel aus Halluzinationen und Wahnvorstellungen und als ungebetene Gäste und der von Don und Frances alarmierte Otis vor Karen Türe stehen, kommt es zur Katastrophe.

Re: A Woman's Torment - Roberta Findlay (1977)

Verfasst: Di 2. Apr 2019, 08:23
von jogiwan
Roberta Findlays Erwachsenenfilm-Hommage an Polanskis „Ekel“ ist erwartungsgemäß eine sehr lohnende Sache in der weder Sex, noch die Gewalt zu kurz kommen und der zudem einen Einblick in eine geplagte Frauenseele bietet. Diese ist von Wahnvorstellungen, sozialer Isolation und Sexualängsten geplagt und die Konfrontation mit einem Mann lässt die ganze Szenerie im einsamen Strandhaus kippen und die junge Karen endgültig den Bezug zur Realität verlieren. Für einen Fleischfilm bietet „A Woman’s Torment“ mit dem Thema psychische Erkrankung jedenfalls einen mehr als ungewöhnlichen Aufhänger und Tara Chung ist auch mit vollem Körpereinsatz dabei, wenn es darum geht, ihrer schwierigen Figur Leben einzuhauchen. In weiteren Rollen gibt es Crystal Sync, Jennifer Jordan sowie Jeffrey Hurst zu sehen und Robert Kerman schaut als Partygast auch noch kurz auf einen Sprung vorbei. „A Woman’s Torment“ überzeugt auch durch die Widersprüchlichkeit von Lust und Wahn und zeigt wie gut sich Drama, Sozialstudie und Porno ergänzen können, ohne zu sehr in eine bestimmte Richtung auszuschlagen. Das liegt auch an der Regie von Roberta Findlay, die hier alle Fallstricke elegant umschifft und der Figur der gequälten Karen bis zum bitteren Ende auch genügend Raum gibt. Ein sehr überraschender Film.