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Mr. Jones - Wenn du ihn siehst... lauf! - K. Mueller (2013)

Verfasst: Di 21. Mai 2019, 07:24
von jogiwan
Mr. Jones - Wenn du ihn siehst... lauf!

Bild

Originaltitel: Mr. Jones

Herstellungsland: USA / 2013

Regie: Karl Müller

Darsteller: Jon Foster, Sarah Jones, Mark Steger, Faran Tahir

Story:

Der angehende Dokumentarfilmer Scott und die Fotografin Penny mieten sich ein Haus in der Wildnis um dort in einer Art Auszeit ihr Leben neu zu ordnen und einen Film zu drehen. Doch nach 50 Tagen ist Routine eingekehrt und Scott hängt ziemlich in den Seilen, als er eines Tages auf das Haus und das Atelier eines mysteriösen Nachbarn stößt, dessen Werke von Penny unschwer als die eines Künstlers namens Mr. Jones identifiziert werden. Die Identität des teils kultisch verehrten Mr. Jones ist nicht nur völlig unbekannt, auch seine Skulpturen haben auf das Publikum eine sehr spezielle Wirkung. Beide sind auch sofort Feuer und Flamme und beschließen ihren Film nun über den gruseligen Nachbarn zu drehen und während Scott Feldforschung in New Yorks Kunstszene betreibt, versucht Penny die umliegend verstreuten Werke zu katalogisieren. Als Scott von seiner Reise zurückkehrt beginnen seltsame Ereignisse und Scott scheint relativ rasch den Boden unter seinen Füßen zu verlieren, während auch Penny immer mehr dem Reiz der rituellen Kunst erliegt.

Re: Mr. Jones - Wenn du ihn siehst... lauf! - K. Mueller (2013)

Verfasst: Di 21. Mai 2019, 07:25
von jogiwan
„Found Footage“ die Drünfzigste, dieses Mal in Form eines Videotagebuchs eines angehenden Dokumentarfilmers, dass sich nach der Begegnung mit einem ominösen Künstler und dessen Werken immer mehr in Richtung Mystery-Horror entwickelt. Dabei fand ich die Idee mit dem Künstler und seinem Banksy-artigen Image ja recht spannend und originell, bis dem Film nach knapp 40 Minuten aber völlig die Puste ausgeht und der Zuschauer danach nur noch mit nervig geschnittenen Wackelbildern konfrontiert werden, die irgendwann auch nur noch langweilig sind. Die Konfrontation mit dem Künstler führt das angeschlagene Pärchen an seine psychischen Grenzen, Traum und Realität verschwimmen und irgendwann haben beide Halluzinationen, Alpträume und Begegnungen der sonderbaren Art. Der Großteil an Zuschauer hat sich zu diesem Zeitpunkt aber Interesse-technisch wohl schon längst verabschiedet und ich habe schon lange keinen Film gesehen, der nach einer durchaus soliden ersten Halbzeit, so völlig verpufft und in die falsche Richtung geht. Außerdem nervt „Mr. Jones“ – warum auch immer - noch zusätzlich mit ständigen Close-Ups der Gesichter der Protagonisten, die Angst und Panik signalisieren sollen, die sich jedoch in der zweiten Halbzeit jedoch kaum auf den Zuschauer überträgt. Das Finale soll wohl ebenfalls tiefgründig wirken und wie die mysteriös kreierte Aura des Künstlers Spannung erzeugen, doch das geht ebenfalls ziemlich in die Hose. Die erste Hälfte durchaus ansprechend, für die Zweite reicht ein Wort: Autsch!