Mothman - Die Rückkehr - Sheldon Wilson (2010)

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Mothman - Die Rückkehr - Sheldon Wilson (2010)

Beitrag von buxtebrawler »

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Originaltitel: Mothman

Herstellungsland: USA / 2010

Regie: Sheldon Wilson

Darsteller(innen): Jewel Staite, Connor Fox, Susie Abromeit, Michael Aills, Matty Ferraro, Jerry Leggio, T.W. Leshner, Jessica Erin Sylvia, Monica Acosta, Thomas C. Daniel, Douglas M. Griffin, Kennon Kepper u. A.

Auf ihrem Campingtrip spielt eine Gruppe Teenager dem kleinen Jamie einen Streich. Sie behaupten, dass ein menschenähnliches Monster namens "Mothman" in einem See lebt und seine Opfer an den Füßen unter Wasser zieht. Doch der Streich geht schrecklich schief und Jamie kommt dabei ums Leben. Die Freunde beschließen ihre Beteiligung am Tod des Jungen zu vertuschen. Doch zehn Jahre später werden sie von der Vergangenheit eingeholt. "Mothman" existiert nämlich wirklich und übt grausame Rache gegen alle, die an dem tödlichen Streich beteiligt waren.

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Re: Mothman - Die Rückkehr - Sheldon Wilson (2010)

Beitrag von buxtebrawler »

„Wenn du heute Nacht hier draußen mit uns rumhängen willst, solltest du besser die Wahrheit wissen!“ – „Die Wahrheit über was...?“ – „Den Mothman!“

US-Regisseur Sheldon Wilson („Shallow Ground”) drehte für den US-TV-Sender „SyFy“ diesen sich an die Mythologie um den Mothman anlehnende, sich ansonsten aber beim „Ich weiß, ich was du letzten Sommer getan hast“-Rezept bedienenden Horrorfilm, der 2010 erstausgestrahlt wurde.

„Du hättest nicht zurückkommen sollen, Kathrin!“

Als der junge Jamie durch einen dummen Streich und die Unachtsamkeit seiner Begleiter(innen) in einem See ertrinkt, vertuschen sein verantwortlicher Bruder und dessen mitschuldige Freundinnen und Freunde den Vorfall. Als Katharine (Jewel Staite, „The Tribe – Die vergessene Brut“), eine der Mitwisserinnen, zum zehnten Jahrestag des Todesfalls nach Point Pleasant in West Virginia zurückkehrt, rückt der Mothman, eine mottenartige Sagengestalt, aus, um die Verschwörer zu jagen…

„Es gibt etwas Böses in Point Pleasant!“

Der Prolog zeigt Jamies Ableben und die Verschwörung der Clique; die eigentliche Handlung setzt zehn Jahre später ein, als Katharine als Reporterin notgedrungen in ihre alte Heimat zurückmuss. Damit ruft sie den Mothman auf den Plan, der sich freut, weil er die Verschwörer komplett vorfinden muss, um seinen Racheplan zu vollziehen. Der Mothman erscheint zunächst als mieser CGI-Spuk in Spiegeln und auf ähnlich reflektierenden Flächen und fungiert als Rächer aus dem Jenseits, indem er einen nach dem anderen killt, wobei sich echte Schreckmomente mit False Scares die Klinke in die Hand geben. Ein alter wissender, aber blinder Warner erzählt in einer Rückblende die visualisierte Hintergrundgeschichte um ein Massaker an Indianern und einen grausamen Mord am Häuptling, womit er eine neue Mythologie um den Flattermann erspinnt. Dieser kriecht sogar aus der Glotze wie dereinst Samara und verrichtet sein Werk weitestgehend unblutig, bis zu einem späteren Zeitpunkt doch noch etwas stärker von der roten Ersatzflüssigkeit Gebrauch gemacht wird. Eine weitere Rückblende erklärt, weshalb das Mottenvieh auch hinter dem Blinden her ist, welcher übrigens ein Verbannungsritual empfiehlt. Mothi allerdings wird von einer Spukerscheinung zu einer physikalischen Kreatur, Zeuge einer dämlichen Wendung und mischt am Schluss sogar noch ein Stadtfest auf.

„Verdammtes Ungeziefer!“

Wäre es Wilson gelungen, aus der Mothman/Slasher-Melange einen halbwegs gut unterhaltenden Horrorstreifen zu machen, hätte ich mich nicht einmal darüber beschwert, dass er frecherweise auch als Fortsetzung zu Mark Pellingtons „The Mothman Prophecies“ vermarktet wird, die er ausdrücklich nicht ist. Leider handelt es sich jedoch um eine Fließbandproduktion nach Schema F, der es an Seele und Magie mangelt. Weder Spannung noch eine wirklich bedrohliche Stimmung vermag Wilson zu erzeugen und auch als Creature Feature ist er ein einziger Reinfall, zu lachhaft ist das Creature Design ausgefallen. So bleibt ein weiterer Schrottfilm aus der TV-Film-Massenproduktion mit austauschbaren Darsteller(inne)n für vollkommen Anspruchslose, der ärgerlicherweise hierzulande fürs Heimkino aufbereitet wurde und auf dem Cover mit blumigen Worten für sich wirbt, ohne darauf hinzuweisen, dass es sich um eine US-TV-Billignummer handelt. Am aufsehenerregendsten ist da noch der Alternative-Rock-Song im Abspann...
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