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Gentlemen Broncos - Jared Hess (2009)

Verfasst: Mo 14. Sep 2020, 07:03
von jogiwan
Gentlemen Broncos
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Originaltitel: Gentlemen Broncos

Herstellungsland: USA / 2009

Regie: Jared Hess

Darsteller: Michael Angarano, John Baker, Robin Ballard, Steve Berg, Jemaine Clement

Story:

Der junge und etwas nerdige Benjamin schreibt Sci-Fi-Geschichten und lebt mit seiner nicht minder exzentrischen Mutter zusammen, die ihn trotz akutem Geldmangel auf einen Workshop für angehende Schriftsteller schickt. Dort trifft Benjamin nicht nur auf sein großes Idol, den nerdigen Schriftsteller Chevallier, sondern noch auf weitere schräge Gestalten, die ihm helfen wollen, seine obskuren Ideen der breiten Masse zu verkaufen. Doch Chevallier befindet sich gerade in der kreativen Schaffenskrise und nimmt einen Roman von Benjamin, um ihn kurzerhand als seine eigene Idee zu verkaufen. Doch Benjamin hat zwischenzeitlich bereits die Rechte an einen Low-Budget-Filmemacher verkauft, der ebenfalls seine Vision verfremdet und so kommt es für den angehenden Schriftsteller ziemlich hart, der sich jedoch wie der Held seines Romans selbst von den widrigsten Widrigkeiten nicht so einfach unterkriegen lässt.

Re: Gentlemen Broncos - Jared Hess (2009)

Verfasst: Mo 14. Sep 2020, 07:04
von jogiwan
Der nächste schräge Streifen von Jared Hess, der wie bereits „Napoleon Dynamite“ tief in ein nerdiges Universum eintaucht und exzentrische Figuren und Szenarien in den Fokus stellt. Hier sind es trashige Sci-Fi-Geschichten und ihre Macher, die sich und ihre Sache aber auch sehr ernstnehmen. Irgendwie weiß man nie so genau, ob Regisseur Jared Hess seine Figuren jetzt liebevoll darstellen oder doch eher bloßstellen möchte. Zumindest nimmt er seine Figuren im Vergleich zum manch skurrilen Entwicklungen ebenfalls ernst und schickt diese von einer absurden Situation in die Nächste. Dabei ist „Gentlemen Broncos“ aber weniger episodenhaft als „Napoleon Dynamite“, sondern hat auch eine liebenswerte Geschichte, die bisweilen von einem gewöhnungsbedürftigen Humor begleitet wird. Dennoch bleibt der Streifen sehr unterhaltsam und präsentiert in einem Parallel-Handlung auch noch ein Sci-Fi-Szenario, dass völlig gaga ist. Doch herausgekommen ist ein kurzweiliger Streifen irgendwo zwischen Wes Anderson, Arthouse und einem trashigen Low-Budget-Streifen, der das Herz am richtigen Fleck hat und bei dem man aus dem Staunen dennoch nicht herauskommt. Herrlich abgefahren - nicht nur für Sci-Fi-Nerds!