Seite 1 von 1

Close Calls - Richard Stringham (2017)

Verfasst: So 24. Jan 2021, 07:40
von jogiwan
Close Calls

01.jpg
01.jpg (39.09 KiB) 202 mal betrachtet
Originaltitel: Close Calls

Herstellungsland: USA / 2017

Regie: Richard Stringham

Darsteller: Jordan Phipps, Greg Fallon, Carmen Patterson, Kristof Waltermire

Story:

Weil ihr Vater die junge Morgan in flagranti mit ihrem Lover bei bestimmten Aktivitäten erwischt hat, wird die Schülerin von diesem zu Hausarrest ohne Handy verdonnert. Also hockt sie zuhause, vertreibt sich die Zeit mit Drogen und hat auch so gar keine Lust, sich um die verrückte Oma zu kümmern, die im Dachboden weg gesperrt vor sich hinvegetiert. Der ohnehin schon missglückte Abend wird aber noch schlimmer, als sie auf einmal mysteriöse Anrufe erhält und wenig später ungebetener Besuch auf der Matte steht.

Re: Close Calls - Richard Stringham (2017)

Verfasst: So 24. Jan 2021, 07:41
von jogiwan
Ich weiß nicht, warum ich mich immer wieder bereitwillig von blumigen Werbezeilen blenden lasse um jedes Mal ernüchtert aufs Neue festzustellen, dass diese neuzeitlichen Hommagen an Filme aus den Siebzigern und Achtzigern doch allesamt für die Tonne sind. Richard Stringham orientiert sich bei dem desaströsen Amateur-Indie-Horror „Close Calls“ aus dem Jahr 2017 ja am Exploitation-Kino der Achtziger, bei der Optik an Dario Argento, plagiiert die Musik von „Suspiria“ und fährt ansonsten alles an die Wand, was man so gegen die Wand fahren kann. Die Geschichte irgendwo zwischen Slasher und Teen-Angst-Drama ist totaler Mist und die viel, viel zu langen 125 Minuten ziehen sich ärger wie ein Schweizer Raclette-Käse. Zudem sind die Darsteller durch die Bank furchtbar und geben Dialoge von sich, bei denen man ebenfalls nur den Kopf schütteln kann und mit jeden angefangenen Handlungsstrang ufert die filmische Grütze noch weiter aus um mit seinem „surrealen“ Finale dem Ganzen dann noch allem die Krone aufzusetzen. Auch wenn der Streifen für sein Budget vielleicht gar nicht so schlecht aussieht, ist er inhaltlich eine Katastrophe und außer der Tatsache, dass die körperlichen Vorzüge der Hauptdarstellerin stets in den Vordergrund gerückt werden, versagt der Film auf wirklich allen Ebenen. Viel schlimmer geht wohl gar nicht und mir würde in dem unsympathischen Werk jetzt nichts einfallen, was ich positiv bewerten könnte, außer der Tatsache, dass ich zumindest in einem Punkt nicht mehr weitersuchen muss: „Close Calls“ ist für mich jetzt schon der Anwärter für die Gurke des Jahres.