Bis zum Untergang - Patrice Laliberté (2020)

Moderator: jogiwan

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sergio petroni
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Bis zum Untergang - Patrice Laliberté (2020)

Beitrag von sergio petroni »

BIS ZUM UNTERGANG
ju.jpg
ju.jpg (41.68 KiB) 170 mal betrachtet
Originaltitel: Jusqu’au déclin

Alternativtitel: The Decline

Herstellungsland-/jahr: KAN 2020

Regie: Patrice Laliberté

Darsteller: Marc Beaupré, Réal Bossé, Marilyn Castonguay, Guillaume Cyr, Isabelle Giroux, Marc-André Grondin,
Guillaume Laurin, Marie-Evelyne Lessard, Juliette Maxyme Proulx, ...

Story: Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Welt untergeht, davon ist Alain (Réal Bossé) überzeugt. Ob es nun die Klimakatastrophe ist oder vielleicht auch irgendeine Seuche, die Tage der Menschen sind gezählt. Doch er ist vorbereitet, arbeitet schon länger daraufhin, sich im Ernstfall in einer abgelegenen Gegend Kanadas selbst versorgen zu können, aber auch sich und seine Anlage vor Eindringlingen verteidigen zu können. Dieses Wissen will er mit Antoine (Guillaume Laurin), Rachel (Marie-Evelyne Lessard) und anderen teilen, die eines eint: Sie wollen für den Katastrophenfall vorbereitet sein. Doch dann kommt es in der Anlage selbst zu einer Katastrophe, auf die niemand vorbereitet war …
(quelle: film-rezensionen.de)
DrDjangoMD hat geschrieben:„Wohl steht das Haus gezimmert und gefügt, doch ach – es wankt der Grund auf dem wir bauten.“
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sergio petroni
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Re: Bis zum Untergang - Patrice Laliberté (2020)

Beitrag von sergio petroni »

Alain ist ein Prepper. In den Weiten des kanadischen Nordens hat er eine Anlage aufgebaut,
in der er sich selbst versorgen und auch verteidigen kann. Für was und gegen wen ist beliebig.
Aber daß es bald nötig sein wird, davon ist Alain überzeugt. Alain hat einen eigenen Youtube-Kanal,
in dem er zeigt, wie man 50 kg Reis haltbar macht. Und mit dem er Anhänger gewinnt.
Er verabredet sich mit sechs Gleichgesinnten, um die Notsituation nachzustellen. Auf seinem
eingeschneiten Anwesen, in das er jeden Teilnehmer einzeln mit verbundenen Augen und mittels Schneemobil
bringt, soll das Surviven geübt werden. Hasen zerlegen, Schießtraining, Bomben basteln und Selbstverteidigung
steht von nun an auf dem Programm. Aber dem auf alles vorbereiteten Alain kommt ein Unfall
in die Quere, und plötzlich zählt die ganze Planung nichts mehr. Von nun an heißt es "Jeder für sich allein",
und das echte "Survival-Training" beginnt....

Prepper sind doch Leute, die sich auf die Apokalypse vorbereiten und dabei vergessen zu leben,
oder so ähnlich. Jedenfalls haben wir hier sieben dieser Gestalten auf einem Haufen, die neben der
Fähigkeit sich selbst zu versorgen Solidarität untereinander und gegen die da draußen pflegen.
Autarkie wird gepredigt. Doch so, wie die Damen und Herren mit Treibstoff und Munition umgehen,
ist ein wöchentlicher Besuch im nächsten Baumarkt obligatorisch.
Ein unvorhersehbares Ereignis macht die vielgepriesene Solidarität zur Makulatur und jeder ist sich selbst der Nächste.
Insofern fällt es dem Zuschauer etwas schwer, seine Sympathien zu verteilen. Doch auch unter
den Preppern gibt es natürlich noch den ein oder anderen mit ein bißchen Empathie.
So gelingt in der zweiten Hälfte ein doch recht spannender Thriller vor winterlicher Kulisse,
der auch kaum Gefangene macht. Angenehmer Snack mit unverbrauchten Darstellern.
6/10
DrDjangoMD hat geschrieben:„Wohl steht das Haus gezimmert und gefügt, doch ach – es wankt der Grund auf dem wir bauten.“
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