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Hollywood Horror House - Donald Wolfe (1970)

Verfasst: So 20. Jun 2021, 08:54
von jogiwan
Hollywood Horror House

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Originaltitel: Savage Intruder

Herstellungsland: USA / 1970

Regie: Donald Wolfe

Darsteller: Miriam Hopkins, David Garfield, Gale Sondergaard, Virginia Wing

Story:

Aufgrund seiner traumatischen Kindheit hasst Vic ältere Frauen und ermordet diese auf grauenvolle Weise und zerstreut ihre Körperteile in den Hollywood Hills. Als er eines Tages bei einer Bus-Rundreise auf das Anwesen der Schauspielerin Katherine gelangt, nutzt er die Gunst der Stunde um der persönliche Assistent der abgehalfterten Hollywood-Legende zu werden. Vic wickelt die alkoholkranke und geltungssüchtige Dame um den Finger und erlangt zum Leidwesen deren Angestellten immer mehr Einfluss auf deren Entscheidungen. Katherine hingegen blüht auf und sieht schon ein Comeback in Reichweite, als sich die wahren Absichten ihres jugendlichen Lovers nicht mehr leugnen lassen…

Re: Hollywood Horror House - Donald Wolfe (1970)

Verfasst: So 20. Jun 2021, 08:54
von jogiwan
Wieder einmal ein Film über die Abgründe Hollywoods, der sich dem Zuschauer aber dennoch etwas seltsam präsentiert. Die Geschichte über einen mental derangierten jungen Mann und der abgehalfterten Hollywood-Diva ist ja irgendwie recht unspektakulär erzählt, wären zwischendurch nicht immer wieder brutale Morde, die angesichts des Entstehungsjahres in ihrer blutigen Detailpracht fast schon an Herschell Gordon Lewis erinnern. Doch der Rest ist jedoch weit weniger aufregend und der durchtriebene junge Mann hat ja eigentlich ein leichtes Spiel sich ins Leben der geltungssüchtigen Frau zu drängen um Schaden anzurichten. Dabei thematisiert der Streifen am Rande auch den Abgesang auf das glamouröse „alte“ Hollywood der Technicolor-Filme und großen Studio-Produktionen, die durch B-Movies und Indie-Produktionen abgelöst werden. Herausgekommen ist zwar ein interessanter, aber nicht durchwegs spannender Streifen, der sich nicht so recht zwischen Drama und Psychothriller entscheiden kann und sich auch prompt zwischen die Stühle setzt. Die surrealen Flashbacks zeigen ja, was alles möglich gewesen wäre, aber so wirkt „Hollywood Horror House“ abseits der gorigen Momente immer etwas zu brav und werkt auch eher an der Oberfläche, als in irgendwelche Untiefen menschlicher Existenzen zu gehen, wo es dann wirklich hässlich wird.