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Sie waren nackt und mußten sterben - Richard Hilliard (1964)

Verfasst: Fr 27. Aug 2021, 10:27
von sergio petroni
SIE WAREN NACKT UND MUßTEN STERBEN
sie1.jpg
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Originaltitel: Violent Midnight

Alternativtitel: Black Autumn / Psychomania

Herstellungsland-/jahr: USA 1964

Regie: Richard Hilliard

Darsteller: Lee Philips, Shepperd Strudwick, Jean Hale, Lorraine Rogers, Dick Van Patten, Sheila Forbes,
James Farentino, Kaye Elhardt, Sylvia Miles, Day Tuttle, Mike O'Dowd, Mike Keene, ...

Story: Nacktmodel Dolores (Kay Elhardt) hat gerade für den psychisch arg mitgenommenen Playboy Elliot Freeman (Lee Philips) Modell gestanden und gerät von da an in eine Pechsträhne, als sie erfolglos versucht, den Maler gegen ihren jetzigen Freund (James Farentiono) einzutauschen, was zu einem Kampf der Männer führt - am Ende der Tages findet sich jedoch Dolores erstochene Leiche. Das weiß aber Elliots Schwester Lynne noch nicht, die auf dem Weg in ihr Studieninternat ist, wo es für Killer jede Menge potentielle Opfer gibt - und der maskierte Täter ist auch schon unterwegs...
(quelle: ofdb.de)

Re: Sie waren nackt und mußten sterben - Richard Hilliard (1964)

Verfasst: Fr 27. Aug 2021, 10:45
von jogiwan
Hui, was ist denn das? Ein Prä-Teen-Slasher mit blumigen Titel? Schon gesichtet?

Re: Sie waren nackt und mußten sterben - Richard Hilliard (1964)

Verfasst: Fr 27. Aug 2021, 14:21
von sergio petroni
jogiwan hat geschrieben: Fr 27. Aug 2021, 10:45 Hui, was ist denn das? Ein Prä-Teen-Slasher mit blumigen Titel? Schon gesichtet?
Das soll es wohl ziemlich treffen. Gerade erst eingetrudelt.

Re: Sie waren nackt und mußten sterben - Richard Hilliard (1964)

Verfasst: Fr 27. Aug 2021, 14:38
von CamperVan.Helsing
Der Titel klingt ja richtig interessant - Oliver Nöding war allerdings nicht begeistert

https://funkhundd.wordpress.com/2011/06 ... -usa-1963/

Re: Sie waren nackt und mußten sterben - Richard Hilliard (1964)

Verfasst: Sa 16. Okt 2021, 14:31
von sergio petroni
Der wohlhabende Elliot Freeman braucht sich um Geld keine Gedanken zu machen. Er bewohnt das
Anwesen der verstorbenen Eltern, sein Vermögen wird von einem Anwalt verwaltet. Elliot versucht sich
als Aktmaler, offenbar um das Trauma des Koreakrieges zu verarbeiten, von dem er als hochdekorierter
Veteran zurückkehrte. Aktuell steht ihm Dolores als Nacktmodell zur Verfügung, selbstredend
bleibt es nicht dabei. Doch Dolores gewalttätiger Freund Charlie (James Farentino) hat da natürlich
etwas dagegen. Doch es ist keine gute Idee sich mit dem kampferprobten Elliot anzulegen.
Eines Tages liegt Dolores erstochen in ihrer Wohnung. Die beiden Männer gelten sofort als verdächtig,
doch Beweise fehlen. In dieser Situation kehrt Elliots Halbschwester Lynn von einer längeren Reise
zurück, um sich an der örtlichen Mädchenschule einzuschreiben. Als ein zweiter Mord im Umfeld
der Schule geschieht, gerät nun auch der notgeile Schuldirektor Melbourne unter Verdacht.
Lieutenant Palmer (Dick van Patten) ermittelt.....

Richard Hilliards Prä-Slasher entstand wohl eigentlich schon 1962. Geboten werden teilweise
blutige Messermorde, ein Killer in schwarzem Mantel und Handschuhen, hormongeplagte Schülerinnen
als potentielle Opfer, die auch gerne mal Busen und Po zeigen. Ein Whodunit mit einem weit in die
Vergangenheit zurückliegenden Link.
Das alles ist jetzt nicht überragend inszeniert, aber ohne Zweifel für das eigentlich Drehjahr 1962
doch ein wenig vor seiner Zeit. Alleine schon deshalb interessant. Die Auflösung läßt sich wohl
für geeichte Nasen zehn Meilen gegen den Wind riechen, war damals aber auch nicht alltäglich.
Und für James Farentino und Dick van Patten waren es die ersten Spielfilmrollen.
Ein echtes Kuriosum, zweifellos mit Schwächen, für Giallo- bzw. Slasherkomplettisten
aber zweifelsohne einen Blick wert.
5,5/10