Die phantastische Reise - Richard Fleischer (1966)
Verfasst: Sa 18. Dez 2021, 16:06
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OT: Fantastic voyage
USA 1966
D: Stephen Boyd, Donald Pleasance, Arthur Kennedy, Raquel Welch
In einem unterirdischen Hauptquartier der USA für geheime medizinische Mikrotechnik liegt ein schwerkranker tschechischer Wissenschaftler, der zu den USA übergelaufen ist. Er hat ein Blutgerinsel im Gehirn, was sich operativ von außen her nicht entfernen läßt. Nun greift man zu einer der ungewöhnlichsten Methoden in der medizinischen Geschichte. Ein Agent, zwei Ärzte, eine Wissenschaftlerin und ein Pilot begeben sich in ein spezielles hypermodernes Unterseeboot und werden samt diesen zu mikroskopischer Größe verkleinert. Mittels einer Spritze werden sie nun in die Blutbahn des Patienten befördert. Sie sollen das Blutgerinsel per Laserstrahlbehandlung von innen beseitigen. Allerdings haben sie dafür nur 60 min Zeit, weil sie danach wieder ihre normale Größe haben werden. Eine phantastische Reise im Wettlauf mit der Zeit beginnt! (darkmoviedreams.fourmieren.com)
"Die phantastische Reise" ist ja auch einer dieser Filme, die sich irgendwo hinten im Gehirn festgesetzt haben, seit man sie in der Jugend im TV gesehen hat. Das Wiedersehen Jahrzehnte später fällt dann doch zwiespältig aus.
Eine wortlose Pre-Title-Sequenz zeigt das Attentat auf Dr. Benes, das zu dem gefährlichen Blutgerinnsel im Hirn geführt hat. Agent Grant wird in das geheime Hauptquartier gebracht und ihm erläutert, worum es eigentlich geht. Nachdem das geschrumpfte U-Boot in den Blutkreislauf injiziert wurde, verwandelt sich der Film in eine Jules-Verne-Verfilmung (ich musste danach doch glatt googlen, ob dem tatsächlich ein Werk von Verne zugrunde liegt. Ist aber Asimov
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Allerdings mag ich wirklich nicht von Charakterisierung der Bootsbesatzung sprechen. Während der Reise durch den Körper wird einfach ein Gefahrenpunkt an den nächsten gereiht. Raquel Welch, deren Karriere erst kommen sollte, wird völlig verschenkt. Und dann wird am Ende die Zeit so knapp, dass der operative Eingriff mit einem Sabotageakt zeitlich zusammentreffen muss, nur um mit einem überhasteten halben Happy-End aufzuwarten, dass den Zuschauer für dumm verkauft, weshalb dann auch ganz schnell der Abspann kommt, bevor dem Publikum der Kardinalfehler auffällt.
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