Seite 1 von 1

Roller Boogie - Mark L. Lester (1979)

Verfasst: Fr 4. Mär 2022, 07:09
von jogiwan
Roller Boogie

01.jpg
01.jpg (20.85 KiB) 169 mal betrachtet
Originaltitel: Roller Boogie

Herstellungsland: USA / 1979

Regie: Mark L. Lester

Darsteller:innen: Linda Blair, Jim Bray, Beverly Garland, Roger Perry, James Van Patten

Story:

Die junge Terry stammt aus einem schwerreichen Elternhaus, wohnt in Beverly Hills und ist ein musikalisches Wunderkind, dass mit Stipendium an der Musik-Uni studieren soll. Die junge Dame würde aber viel lieber ihre Jugend unbeschwert genießen, rebelliert leise gegen ihr Elternhaus und fährt mit ihrer Freundin nach Venice Beach um dort Rollschuh zu laufen. Dort trifft sie auf Bobby, der so ziemlich der beste Rollschuhfahrer der Stadt ist und beschließt spontan bei ihm Unterricht zu nehmen um einen bevorstehenden Wettbewerb in Jammers Rollschuhdisco zu gewinnen. Trotz der sozialen Unterschiede und anderer Widrigkeiten verlieben sich Terry und Bobby ineinander, während rasch dunkle Wolken am Strandhimmel aufziehen, da Terrys Eltern mit ihrem neuen Umgang nicht zufrieden sind und auch die Rollschuhdisco von Spekulanten gekauft und geschlossen werden soll, bei denen auch ausgerechnet Terrys Vater eine gewichtige Rolle hat.

Re: Roller Boogie - Mark L. Lester (1979)

Verfasst: Fr 4. Mär 2022, 07:12
von jogiwan
Am Höhepunkt der Rollschuh-Welle, die man sich so heutzutage so ja kaum noch vorstellen kann drehte Mark L. Lester mit Linda Blair und dem damaligen Rollschuh-Champion Jim Bray den sommerlich beschwingten „Roller Boogie“, der wohl das unbeschwerte Lebensgefühl am Venice Beach einfangen sollte. Trotzdem ist hier so ziemlich alles schief gegangen, was nur schiefgehen kann und der Streifen liefert leider Wettbewerbs-bezogen eine mehr als unterdurchschnittliche Vorstellung ab. Das beginnt bei den völlig oberflächlichen Figuren, geht über die an den Haaren herbeigezogenen Liebesgeschichte weiter und endet bei dem dämlichen Nebenhandlungsstrang mit der drohenden Schließung der Rollschuh-Disco, der auch irgendwann in der Mitte des Films scheinbar willkürlich aus dem Ärmel geschüttelt wird. Jim Bray mag zwar ein begnadeter Rollschuh-Läufer sein, aber Schauspieler ist er eher weniger und die Chemie zwischen ihm und Linda Blair ist für den Zuschauer auch zu keiner Sekunde zu spüren. Alles wirkt immer unglaubwürdig und aufgsetzt und wenn dann auch noch Terry Freunde als halbdebile Gruppe eine biedere Gartenparty in Beverly Hills aufmischen, dann fragt man sich als Zuschauer wirklich, welches Klischee hier eigentlich nicht ausgelassen wurde. Dazwischen wird zwar immer viel Rollschuh gelaufen, aber auch diese Momente wirken eher lieblos abgefilmt als irgendwie dynamisch in Szene gesetzt. Alles in allem eine recht müde Rollschuh-Party, die man sich von Herrn Lester so sicher nicht erwartet hätte.

Re: Roller Boogie - Mark L. Lester (1979)

Verfasst: Fr 4. Mär 2022, 10:23
von buxtebrawler
Na, sieh mal einer an - hätte nicht gedacht, dass ausgerechnet Lester einen Rollschuhfilm gedreht hat :D
Wenn man sich deine Kritik, Jogi, so durchliest, hätte er's vielleicht auch besser gelassen... :-?

Re: Roller Boogie - Mark L. Lester (1979)

Verfasst: Fr 4. Mär 2022, 10:34
von jogiwan
buxtebrawler hat geschrieben: Fr 4. Mär 2022, 10:23 Na, sieh mal einer an - hätte nicht gedacht, dass ausgerechnet Lester einen Rollschuhfilm gedreht hat :D
Wenn man sich deine Kritik, Jogi, so durchliest, hätte er's vielleicht auch besser gelassen... :-?
Ja, deswegen waren die Erwartungen auch etwas höher als sonst.... Ein Musikfilm von einem Regisseur, der sonst eher Action- und Horror-orientiert daherkommt, klingt ja erst einmal ziemlich spannend. "Roller Boogie" wirkt aber immer wie eine Auftragsarbeit, die lieblos herunter gekurbelt wurde und die banale Liebesgeschichte ist selbst für die Ecke ziemlich doof. Von der Leidenschaft fürs Rollschuh-Fahren und/oder Disco spürt man ja nicht so viel und dann auch noch die Prise College-Humor dazu... örks!

Re: Roller Boogie - Mark L. Lester (1979)

Verfasst: Fr 4. Mär 2022, 15:32
von CamperVan.Helsing
Oha, das klingt ja wirklich nicht gut. Dabei hätte ich mir Linda Blair gut als Queen of the Rollerdisco vorstellen können.