Nightmare Alley - Guillermo del Toro (2021)
Verfasst: Do 17. Mär 2022, 11:46
Nighmare Alley
Regie:Guillermo del Toro
Mit:
Bradley Cooper
Cate Blanchett
Willem Dafoe
Toni Collette
Ron Perlman
Rooney Mara
Paul Anderson
Holt McCallany
Clifton Collins Jr.
Mary Steenburgen
David Strathairn
USA 1940er Jahre.
Als der Drifter Stanton Carlisle (Bradley Cooper) den Jahrmarkt von Clem Hoatley (Willem Dafoe) erreicht, scheint er sofort vom ganzen Drumherum fasziniert. Er erweist sich als Mentalisten-Naturtalent und geht bei Zeena (Toni Collette) und Pete (David Strathairn) in die Lehre. Er verliebt sich in Molly (Rooney Mara) und mit ihr zieht er in die große weite Welt, um als großer Mentalist den Erfolg zu suchen. Dort trifft er auf die Psychologin Lilith Ritter (Cate Blanchett), die ihm ein interessantes Geschäft vorschlägt.
Endlich konnte ich Guillermo del Toros Liebeserklärung an den Jahrmarkt und den Film Noir sehen. Die erste Stunde des Films zeigt denn auch erstmal ausgiebig nur den Rummel. Und auch hier lässt del Toro keine Wünsche offen. Das alles ist unglaublich schön und schrecklich in Szene gesetzt. Ich liebe einfach seinen Stil, der eben auch sehr viel Steampunk atmet und auch hier oft nach "Bioshock" oder ähnlichem aussieht. Und dies schon seit seinem Erstlingswerk CRONOS (1993). Ich muss zugeben, dass ich das einfach liebe und mich daran gar nicht satt sehen kann. Dieser Stil wird dann auch im zweiten Teil des Films, als Stanton und Molly in der Großstadt leben, in Teilen übernommen. Beide Beteiche , Rummel und Großstadt, mögen sich nicht ganz so zusammenfügen. Dies gelingt auch nicht so ganz, als die alten Bekannten zwischendurch zu Besuch kommen. Für die Story ist dies aber dann schon wichtig. Und auch wann diese spielt ist eigentlich nur für den Film-Noir-Anteil wichtig. Bradley Cooper und Cate Blanchett sind natürlich wie für diesen Film gemacht. Sie hätten wohl auch durchaus in der großen Ära Hollywoods in der ersten Liga mitgespielt. Die Szene als sie sich das zweite Mal treffen und über ihre psychologischen Ansätze sinnieren, ist ganz große Schauspielkunst. Und gerade hier wird eigentlich schon klar, worauf das ganze hinauslaufen wird. Der Film ist aber zu schön inszeniert und lenkt ab, als das mich das interessieren könnte. Spätestens wenn ich an diese Szene zurück denke, macht im Nachhinein alles Sinn.
Ich bin immer noch völlig begeistert.
Wo mich SHAPE OF WATER oder PANS LABYRINTH auch immer abschreckten, fügt sich hier alles dann doch zusammen. Dies soll nicht heißen, dass NIGHTMARE ALLEY kein Verderben bietet. Im Gegenteil.
NIGHTMARE ALLEY ist ab sofort mein liebster Film von del Toro. Punkt.
(USA 2021)Regie:Guillermo del Toro
Mit:
Bradley Cooper
Cate Blanchett
Willem Dafoe
Toni Collette
Ron Perlman
Rooney Mara
Paul Anderson
Holt McCallany
Clifton Collins Jr.
Mary Steenburgen
David Strathairn
USA 1940er Jahre.
Als der Drifter Stanton Carlisle (Bradley Cooper) den Jahrmarkt von Clem Hoatley (Willem Dafoe) erreicht, scheint er sofort vom ganzen Drumherum fasziniert. Er erweist sich als Mentalisten-Naturtalent und geht bei Zeena (Toni Collette) und Pete (David Strathairn) in die Lehre. Er verliebt sich in Molly (Rooney Mara) und mit ihr zieht er in die große weite Welt, um als großer Mentalist den Erfolg zu suchen. Dort trifft er auf die Psychologin Lilith Ritter (Cate Blanchett), die ihm ein interessantes Geschäft vorschlägt.
Endlich konnte ich Guillermo del Toros Liebeserklärung an den Jahrmarkt und den Film Noir sehen. Die erste Stunde des Films zeigt denn auch erstmal ausgiebig nur den Rummel. Und auch hier lässt del Toro keine Wünsche offen. Das alles ist unglaublich schön und schrecklich in Szene gesetzt. Ich liebe einfach seinen Stil, der eben auch sehr viel Steampunk atmet und auch hier oft nach "Bioshock" oder ähnlichem aussieht. Und dies schon seit seinem Erstlingswerk CRONOS (1993). Ich muss zugeben, dass ich das einfach liebe und mich daran gar nicht satt sehen kann. Dieser Stil wird dann auch im zweiten Teil des Films, als Stanton und Molly in der Großstadt leben, in Teilen übernommen. Beide Beteiche , Rummel und Großstadt, mögen sich nicht ganz so zusammenfügen. Dies gelingt auch nicht so ganz, als die alten Bekannten zwischendurch zu Besuch kommen. Für die Story ist dies aber dann schon wichtig. Und auch wann diese spielt ist eigentlich nur für den Film-Noir-Anteil wichtig. Bradley Cooper und Cate Blanchett sind natürlich wie für diesen Film gemacht. Sie hätten wohl auch durchaus in der großen Ära Hollywoods in der ersten Liga mitgespielt. Die Szene als sie sich das zweite Mal treffen und über ihre psychologischen Ansätze sinnieren, ist ganz große Schauspielkunst. Und gerade hier wird eigentlich schon klar, worauf das ganze hinauslaufen wird. Der Film ist aber zu schön inszeniert und lenkt ab, als das mich das interessieren könnte. Spätestens wenn ich an diese Szene zurück denke, macht im Nachhinein alles Sinn.
Ich bin immer noch völlig begeistert.
Wo mich SHAPE OF WATER oder PANS LABYRINTH auch immer abschreckten, fügt sich hier alles dann doch zusammen. Dies soll nicht heißen, dass NIGHTMARE ALLEY kein Verderben bietet. Im Gegenteil.
NIGHTMARE ALLEY ist ab sofort mein liebster Film von del Toro. Punkt.