Happy Times - Ein blutiges Fest - Michael Mayer (2019)

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jogiwan
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Happy Times - Ein blutiges Fest - Michael Mayer (2019)

Beitrag von jogiwan »

Happy Times - Ein blutiges Fest

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Originaltitel: Happy Times

Herstellungsland: USA, Israel / 2019

Regie: Michael Mayer

Darsteller:innen: Liraz Chamani, Iris Bahr, Michael Aloni, Guy Adler, Stefi Celma

Story:

Der eher erfolglose Schauspieler Michael ist mit seiner neuen Freundin zu einem Essen seiner Verwandten Sigal geladen, die mit ihrer Familie ein sehr geräumiges Anwesen in Los Angeles bewohnt. Im Gegensatz zu den anderen jüdisch-stämmigen Gästen nimmt es Michael jedoch mit der Religion nicht so genau, was an besagten Abend auch rasch zu Unstimmigkeiten führt. Auch sonst ist der bunt zusammengewürfelte Haufen an erfolgreichen Exil-Israelis nur oberflächlich ein harmonischer Haufen und verdrängte Konflikte und andere Zufälle führen rasch zur blutigen Eskalation, bei der auch niemand verschont bleibt.
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jogiwan
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Re: Happy Times - Ein blutiges Fest - Michael Mayer (2019)

Beitrag von jogiwan »

Ein vermeintlich gemütlicher Abend, der aus unterschiedlichsten Gründen eskaliert ist ja auch ein beliebtes Thema im Film und auch im Falle von „Happy Times“ dauert es nicht lange, bis sich die Besucher eines Abendessens gegenseitig an die Gurgel gehen. Dabei handelt es sich bei den Besuchern um wohlhabende Auslandsjuden, die sich in Zwiespalt zwischen westlicher Welt, wirtschaftlichen Reichtum und Religionsausübung befinden. Insofern betritt der Film auch sensibles Terrain und lässt dabei auch kaum ein Klischee aus. Doch Klischees haben ihren Ursprung nun einmal immer in der Realität und allzu ernst sollte man diesen blutigen Spaß wohl auch nicht nehmen. Neben Alltagsrassismus, Vorurteilen und anderen Dingen sind die Konflikte ja universell und „Happy Times“ triggert ja anscheinend die Befindlichkeiten der deutschen Woke-Community mit zelebrierten Opferkult, die mit der Darstellung der Figuren nicht zufrieden ist. Diese passt in der vorliegenden Form so sicher nicht ins Weltbild einiger Menschen, die dann gleich wieder das drastische A-Wort im Kopf haben und den Film verteufeln und wissentlich übersehen, dass der Streifen aus dem Umfeld der portraitierten Figuren stammt. „Happy Times“ ist losgelöst von diesen Dingen aber eine schwarzhumorige Angelegenheit, die auch ein gutes Tempo vorlegt und mit unbefangener Herangehensweise auch Spaß bereitet.
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