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The Strange Hostel of Naked Pleasures - Marcelo Motta & José Mojica Marins (1976)

Verfasst: Mi 10. Apr 2024, 07:55
von jogiwan
The Strange Hostel of Naked Pleasures

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Originaltitel: A Estranha Hospedaria dos Prazeres

Herstellungsland: Brasilien / 1976

Regie: Marcelo Motta & José Mojica Marins

Darsteller:innen: José Mojica Marins, Cacador Guerreiro, Maribeth Baumgarten, Luiza Zaracausca, Marino

Story:

Eine mysteriöse Pension sucht über eine Stellenanzeige Personal, worauf sich an dem abgelegenen Ort auch zahlreiche hoffnungsfrohe Bewerber einfinden, die von Coffin Joe für die Neueröffnung ausgesucht werden. Wenig später finden sich in einer stürmischen Nacht auch die ersten Besucher ein und schon kurze Zeit später sind auch schon fast alle Zimmer des Hotels von den unterschiedlichsten Personen belegt. Doch der Ort. an dem die Uhren keine Zeiger haben und auch sonst nichts wie in einem normalen Beherbergungsbetrieb zu funktionieren scheint, hat seine Besucher nicht umsonst versammelt und schon wenig später entdecken die zahlreichen Hotelgäste auch das grausame Geheimnis von Coffin Joes seltsamer Pension der nackten Freuden.

Re: The Strange Hostel of Naked Pleasures - Marcelo Motta & José Mojica Marins (1976)

Verfasst: Mi 10. Apr 2024, 07:56
von jogiwan
Nach seinen Ausflügen als Heilsbringer „Finis Hominis“ ist unser werter Sarg-Josef nun wieder zurück und führt nun eine seltsame Pension am Rande der Stadt, die in einer stürmischen Nacht der Zufluchtsort diverser Personen wird. Nach einem Intro, in dem Coffin Joe durch halbnackte Frauen und Trommelsounds wieder zum Leben erweckt wird und einem Monolog zu Leben und Tod im Universum von sich gegeben hat, startet der bunt ausgeleuchtete Film und präsentiert dem Zuschauer ein Panoptikum aus unterschiedlichsten Figuren, die sich in der Pension einfinden. Dabei ist das Geheimnis des Ortes auch gleich einmal zu erahnen und wird den geeichten Genre-Fan auch nicht sonderlich überraschen. Die Inszenierung wirkt im Vergleich zu früheren Werken eher etwas verhalten und dürfte wohl auch schon unter dem Einfluss staatlicher Zensur entstanden sein. Dennoch ist „A Estranha Hospedaria dos Prazeres” ein durchaus interessanter Film, der mich auch ständig an italienische Genre-Produktionen erinnert hat. Irgendwie hat mich der Ort, die Ausleuchtung und die Szenen mit dem schlagenden Herz auch ständig an „Suspiria“ mit seiner surrealen Ausrichtung und entrückter Grundstimmung erinnert. Das mag jetzt etwas weit hergeholt klingen, aber diese Stimmung findet sich auch hier massig und als Zuschauer lässt man sich von Coffin Joe ja auch gerne an die finstersten Orte entführen. Unterm Strich ein Werk mit den üblichen Ingredienzien für Fans, die mit dem Schaffen des brasilianischen Regisseurs bereits vertraut sind – als eigenständiges oder Einstiegswerk wird „A Estranha Hospedaria dos Prazeres“ hingegen weniger punkten.