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Little Odessa - James Gray (1994)

Verfasst: Mi 7. Jan 2026, 07:36
von jogiwan
Little Odessa

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Originaltitel: Little Odessa

Alternativtitel: Little Odessa - Eiskalt wie der Tod

Herstellungsland: USA / 1994

Regie: James Gray

Darsteller:innen: Tim Roth, Edward Furlong, Moira Kelly, Vanessa Redgrave, Paul Guilfoyle

Story:

Der Berufskiller Joshua kehrt für einen Auftrag zurück in sein altes Viertel Brooklyn, wo sich seine Eltern als russische Emigranten in Brighton Beach eine kleine Existenz aufgebaut haben. Doch über die Jahre hat sich vieles verändert und auch sein kleiner Bruder Reuben ist mittlerweile fast erwachsen geworden. Das Wiedersehen mit seinem Vater ist frostig und als Joshua erfährt, dass seine Mutter todkrank und nicht mehr lange zu leben hat, besteht er darauf, diese zu besuchen. Sein Erscheinen bleibt aber auch den lokalen Kriminellen nicht verborgen, die mit Joshua mehr als nur eine Rechnung offen haben und so gerät der Rest seiner Familie bald zwischen die Fronten, was nicht ohne drastische Folgen bleibt…

Re: Little Odessa - James Gray (1994)

Verfasst: Mi 7. Jan 2026, 07:36
von jogiwan
Unterkühlter Großstadt-Thriller mit großartigem Cast über einen Berufskiller auf den Spuren seiner Vergangenheit in New Yorker Stadtteil Brooklyn, dessen Stadtteil aufgrund seiner russischstämmigen Einwanderer auch den Spitznamen „Little Odessa“ trägt. Dabei geht es weniger um Gang-Kriminalität, als mehr um eine dysfunktionale Familie, die versucht zwischen organisierter Kriminalität und dem Verschwinden des Sohnes als gesuchter Verbrecher ein halbwegs normales Leben zu führen. Das Auftauchen des Sohnes bleibt jedoch nicht unbemerkt und zieht bald düstere Konsequenzen für alle Beteiligten nach sich. „Little Odessa“ ist dabei recht unaufgeregt und statt Action liegt das Augenmerk auch eher auf den unterschiedlichen Figuren, die ihr trauriges Schicksal auch mit Emigranten-Stolz ertragen. Das die ganze Sause nicht gut ausgeht, ist eigentlich schon von Anbeginn klar und dennoch schafft es Regisseur James Gray und seinem Cast mit Mut zur Hässlichkeit bis zum Ende unberechenbar zu bleiben und eine Art Gegenentwurf zu "Pulp Ficiton" zu schaffen, der ja auch im gleichen Jahr in die Kinos kam. Gangster-Filme sind ja nicht unbedingt meine Baustelle, aber dieser Streifen hier verzichtet größtenteils auf verklärten Gangster-Pathos und zeigt die Gewalt ungeschönt mit aller Konsequenz für alle direkt und auch indirekt Beteiligten.