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Fabula - Michiel ten Horn (2025)

Verfasst: Do 15. Jan 2026, 16:30
von karlAbundzu
Fabula (2025)
fabula.jpg
fabula.jpg (5.5 KiB) 91 mal betrachtet
R: Michiel ten Horn, D: Fedja van Huêt, Sezgin Güleç, Michiel Kerbosch, Anniek Pheifer, Livia Lamers, Georg Friedrich, David Kross, Hasan Ali Mete; M: Djurre de Haan
Handlung (Quelle wikipedia de): "Der Kleinstadtkriminelle Jos ist zu seiner großen Enttäuschung völlig an den Rand gedrängt worden. Seine Tochter respektiert ihn nicht, seine Frau vertraut ihm nicht und seine Freunde lachen offen über ihn. Während er versucht, einen Drogendeal zu retten, der katastrophal schiefgelaufen ist, sucht er verzweifelt nach einer Antwort auf die Frage, wer oder was ihn eigentlich bestraft. "

Re: Fabula (2025) - Michiel ten Horn

Verfasst: Do 15. Jan 2026, 16:31
von karlAbundzu
Im Kino, OmU (lustigerweise in drei Sprachen, wobei das deutsche und das türkische nicht untertitelt wurde)
Jo kommt aus einer traditionsreichen Familie der Verlierer. Sein Großvater fand einst beim Torfstechen einen goldenen Helm, und verbuddelte ihn irgendwo. Jo nennt sich Geschäftsmann, ist aber Kleingangster, versucht immer wieder ein Bein auf die Erde zu bekommen,was natürlich nicht klappt. Und der eine große Coup, der ihn zurück aufs Tapet bringen soll, läuft auch nicht wie gedacht.
Belgien machen ja gerne skurrile Komödien. Und auch hier haben wir eine Gruppe von originalen Charakteren. Und das macht total Laune, irgendwo in der Mitte wird es ein wenig redundant (Klappt nicht, machen wir das, suchen wir den Bruder, klappt nicht...), und dann gibt es immer wieder überraschendes, so dass man wieder gefesselt dran bleibt.
Dabei sind das alles keine Sympathen, die Gewaltspitzen sind recht heftig, und das Menschenbild auch nicht unbedingt positiv. Was für mich für den Film spricht ;)
Also gelungene dunkle Komödie. Sehr gute Kamera. Und klasse erzählt: Die Erzählerin ist eine Zecke, die der Hauptperson im Nacken steckt, sehr passend zu einigen Blutanalogien.
Empfehlung.

Re: Fabula (2025) - Michiel ten Horn

Verfasst: Fr 16. Jan 2026, 11:58
von buxtebrawler
karlAbundzu hat geschrieben: Do 15. Jan 2026, 16:31 Im Kino, OmU (lustigerweise in drei Sprachen, wobei das deutsche und das türkische nicht untertitelt wurde)
Wie kommt man darauf, dass man Türkisch nicht untertiteln müsste? :shock: Also bleibt ein Teil der Dialoge schlicht komplett unverständlich?
karlAbundzu hat geschrieben: Do 15. Jan 2026, 16:31Die Erzählerin ist eine Zecke, die der Hauptperson im Nacken steckt, sehr passend zu einigen Blutanalogien.
:???:

Re: Fabula (2025) - Michiel ten Horn

Verfasst: Fr 16. Jan 2026, 12:03
von jogiwan
buxtebrawler hat geschrieben: Fr 16. Jan 2026, 11:58
karlAbundzu hat geschrieben: Do 15. Jan 2026, 16:31Die Erzählerin ist eine Zecke, die der Hauptperson im Nacken steckt, sehr passend zu einigen Blutanalogien.
:???:
Genau dasselbe hab ich mir gestern auch gedacht :hirn:

Re: Fabula (2025) - Michiel ten Horn

Verfasst: Fr 16. Jan 2026, 14:18
von karlAbundzu
buxtebrawler hat geschrieben: Fr 16. Jan 2026, 11:58
karlAbundzu hat geschrieben: Do 15. Jan 2026, 16:31 Im Kino, OmU (lustigerweise in drei Sprachen, wobei das deutsche und das türkische nicht untertitelt wurde)
Wie kommt man darauf, dass man Türkisch nicht untertiteln müsste? :shock: Also bleibt ein Teil der Dialoge schlicht komplett unverständlich?
karlAbundzu hat geschrieben: Do 15. Jan 2026, 16:31Die Erzählerin ist eine Zecke, die der Hauptperson im Nacken steckt, sehr passend zu einigen Blutanalogien.
:???:
Es gibt türkische Gangster, was die untereinander reden, ist tatsächlich nicht so wichtig. Mich würde allerdings interessieren, ob die deutschen Dialoge in Belgien untertitelt waren. Einerseits ist es eine der amtlichen Landessprachen, andererseits verstehen das recht wenige Belgier. Außer in der Gegend, in der das spielt. Die Hauptperson z.B. unterhält sich mit den Deutschtürken fließend auf deutsch.

Zur Zecke: im Grunde geht es um das Geschichten erzählen, bzw wie die Vergangenheit Erzählung wird. Die Zecke ist so die ganze Zeit dabei. Und es geht um die Familienlegende, das sie etwas schlechtes im Blut haben. Passt schon.