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Steppenwolf - Adilkhan Yerzhanov (2024)

Verfasst: Sa 4. Apr 2026, 08:14
von fritzcarraldo
Steppenwolf
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Kasachstan 2024
Regie: Adilkhan Yerzhanov
"Inmitten eines Bürgerkriegs sucht Tamara (Anna Starchenko) nach ihrem Sohn, der von Organhändlern entführt wurde. Niemand hilft ihr, außer einem Mann: dem "Steppenwolf", einem geläuterten Ex-Sträfling, der die Ufer von Gut und Böse für immer verlassen hat. Doch dies tut er nicht aus reiner Herzensgüte oder einem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn. Er verfolgt seine ganz eigenen Pläne. Denn der Steppenwolf ist ein rücksichtsloses Monster, das ohne Reue tötet. Und doch ist er derjenige, der dem hohlen Konzept der Menschlichkeit, an das sie sich so verzweifelt klammert, am nächsten kommt."
Quelle Filmstarts.de

Re: Steppenwolf - Adilkhan Yerzhanov (2024)

Verfasst: So 5. Apr 2026, 11:27
von fritzcarraldo
Steppenwolf
"Steppenwolf" war dann doch letztendlich eine Herausforderung (in Bezug auf typische Sehgewohnheiten) für mich.
Eigentlich fast als Endzeitdrama in irgendeinem Bürgerkrieg inszeniert, liefert der Film langsames Kino pur. Dies ist kein kasachischer Mad Max oder so etwas in der Art.
Eine sehr schweigsame Frau sucht ihren Sohn, der von Organhändlern entführt wurde. Sie bekommt Hilfe von einem durchgeknallten Outlaw, dem alles scheinbar scheiß egal ist und der einfach immer mal wieder so rumballert und Leute foltert. Ein wirklicher "Held" ist er auf jeden Fall nicht. Man muss die langsame Herangehensweise an das Thema schon mögen und sich gerade deshalb der Gewalt stellen, die sehr abrupt auftaucht, aber auch oft im "Off" daher kommt.
"Steppenwolf" wirkt so, als ob Aki Kaurismäki einen Actionfilm gedreht hätte.
Dies heißt aber auch, dass sich der Film nicht so einfach einordnen lässt.