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Kiss of Death - Barbet Schroeder (1995)

Verfasst: Do 9. Apr 2026, 08:09
von jogiwan
Kiss of Death

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Originaltitel: Kiss of Death

Herstellungsland: USA / 1995

Regie: Barbet Schroeder

Darsteller:innen: David Caruso, Samuel L. Jackson, Nicolas Cage, Helen Hunt, Kathryn Erbe, Stanley Tucci

Story:

Autoknacker Jimmy hat eigentlich den Ausstieg aus dem Milieu geschafft, als er eines Abends noch zu einem letzten Deal als Fahrer genötigt wird. Dieser geht prompt schief und er wandert für mehrere Jahre ins Gefängnis und muss bald noch einen weiteren Schicksalsschlag verkraften. Um seine Tocher weiterhin sehen zu können, willigt er in einem Deal mit der Staatsanwaltschaft ein, um den aufstrebenden Mafiaboss Little Junior hinter Gitter zu bringen und kommt diesen bald näher als ihm lieb ist. Bald gerät Jimmy jedoch zwischen die Fronten und muss erkennen, dass ihm weder die staatlichen Behörden noch die Mafia dauerhaft Schutz gewähren können und er beschließt gemeinsam mit dem Polizisten Calvin sein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen…

Re: Kiss of Death - Barbet Schroeder (1995)

Verfasst: Do 9. Apr 2026, 08:09
von jogiwan
Mafia-Thriller von Barbet Schroeder, der sich auch nicht lange mit Nebensächlichkeiten aufhält und für die Dauer von knapp 90 Minuten auch überraschend temporeich ausgefallen ist. Hier ist es wieder mal ein „letzter Deal“ der gehörig schief läuft und ein Autoknacker, der eigentlich mit seiner kriminellen Vergangenheit abgeschlossen hat und sich auf einmal als polizeilicher Spitzel mitten in Milieu- und Revierstreitigkeiten wiederfindet. David Caruso mag ich ja sehr gerne und Nicolas Cage ist die Rolle als psychopathischer Mafiaboss wieder einmal auf den Leib geschrieben. Die Ereignisse überschlagen sich förmlich und irgendwann bemerkt auch Jimmy, dass er hier als Schachfigur beider Parteien im Grunde nur verlieren kann. Dabei ist „Kiss of Death“ auch eher ruppig, wendungsreich, unvorhersehbar und bietet auch schwarzhumorige Momente. Auf den üblichen Gangster-Pathos wird verzichtet und Barbet Schroeder hält auch geschickt die Fäden in den Händen, dass „Kiss of Death“ trotz aller Wendungen kurz und knackig bleibt. Auch wieder so ein gelungener Thriller, den man sich durchaus wieder in Erinnerung rufen kann.