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Office Killer - Cindy Sherman (1997)

Verfasst: Fr 10. Apr 2026, 07:17
von jogiwan
Office Killer

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Originaltitel: Office Killer

Herstellungsland: USA / 1997

Regie: Cindy Sherman

Darsteller:innen: Carol Kane, Molly Ringwald, Jeanne Tripplehorn, Barbara Sukowa, Michael Imperioli

Story:

Bei dem Magazin „Customer Consumer“ stehen Einsparungsmaßnahmen an und Norah wird von der cholerischen Chefin Virginia beauftragt die Belegschaft wahlweise zu feuern oder kostensparend ins Home Office zu schicken. Auch die unscheinbare Dorine ist davon betroffen und soll in Zukunft im Keller ihres Hauses ihre Arbeit verrichten und nebenher ihre auf den Rollator angewiesene Mutter pflegen. Ein kleiner Unfall in der Arbeit bringt Dorine jedoch bald auf eine wagemutige Idee, wie sie nicht nur ihren Job retten kann, sondern sich auch ihren Heimarbeits-Bereich hübscher gestalten kann, sodass sie dabei nicht gänzlich auf ihre geschätzten Kollegen und Kolleginnen verzichten muss…

Re: Office Killer - Cindy Sherman (1997)

Verfasst: Fr 10. Apr 2026, 07:18
von jogiwan
„Office Killer“ ist der eher missglückte Versuch die Home-Office-Einsparungs-Debatte in Form eines satirischen Slashers abzuhandeln, in dem sich überzeichnete Figuren und Ereignisse die Klinke in die Hand geben. Cindy Sherman ist eine bekannte Fotografin und viele Einstellungen zeugen von einem geschulten Auge, nur leider ist die Geschichte ziemlich mau und nervt zudem mit ihren Figuren, Schulhof-Psychologie und einen Mischmasch aus unterschiedlichen und unausgereiften Ideen die hier so zusammenkommen. Hätte ein Mann bei „Office Killer“ Regie geführt, hätte man sicherlich die hysterischen, weiblichen Charaktere völlig zurecht kritisiert, aber dass gerade eine weibliche Regisseurin ihre Geschlechtsgenossinnen so derart in ein schlechtes Licht rückt, ist eigentlich schon arg befremdlich. Zudem gibt es viele Figuren, die auch wenig bis gar keine Funktion haben und nur kreischend in der Gegend herumlamentieren und Hysterie verbreiten. Carol Kane mag ich normalerweise gerne, aber hier ist sie kaum auszuhalten und auch über die restlichen Figuren hülle ich hier lieber den Mantel des Schweigens. Herausgekommen ist ein Streifen, der weder witzig, noch spannend, noch sonderlich satirisch oder originell ausgefallen ist, nie so wirklich in die Gänge kommt und sich auch zwischen alle Stühle setzt. Die Idee einen Film über Einsparungsmaßnahmen und Personaldebatte auf diese Weise zu inszenieren klingt zwar prinzipiell lustig, aber das Endergebnis ist leider nicht.